StatPearls2026

Kongenitale Zwerchfellhernie: StatPearls Zusammenfassung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt die kongenitale Zwerchfellhernie (CDH) als einen Entwicklungsdefekt, bei dem Bauchorgane in die Brusthöhle prolabieren. Dies führt primär zu einer Lungenhypoplasie und einer veränderten pulmonalvaskulären Entwicklung, welche die Hauptursachen für Morbidität und Mortalität darstellen.

Die Ätiologie ist multifaktoriell und umfasst genetische Faktoren wie Trisomie 18, 13 und 21 sowie Umwelteinflüsse. Auch teratogene Substanzen wie Mycophenolat-Mofetil oder Lithium während der Schwangerschaft werden als mögliche Auslöser genannt.

Der Text klassifiziert die Zwerchfellhernien anhand ihrer anatomischen Lokalisation in drei Hauptgruppen:

HernientypHäufigkeitLokalisation
Bochdalek-Hernie70-75 %Posterolateral (meist linksseitig)
Morgagni-Hernie20-25 %Anteromedial
Zentrale Hernie2-5 %Zentral

Empfehlungen

Der Text formuliert folgende Kernaspekte für das Management der kongenitalen Zwerchfellhernie:

Pränatale Diagnostik und Evaluation

Mehr als die Hälfte der Fälle wird pränatal im Ultraschall zwischen der 18. und 24. Schwangerschaftswoche diagnostiziert. Zur Beurteilung der Schwere und Prognose wird zunehmend die fetale Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt.

Die Prognose korreliert stark mit dem Lungenvolumen, welches häufig als beobachtete zur erwarteten Lungen-Kopf-Ratio (O/E LHR) angegeben wird:

O/E LHR (Isolierte linksseitige CDH)Prognostizierte Überlebensrate
< 150 % (100 % Mortalität)
> 45> 75 %

Aufgrund des erhöhten Risikos für chromosomale Anomalien und genetische Syndrome wird in allen Fällen eine genetische Evaluation empfohlen.

Pränatale Therapie

Bei mittelschwerer bis schwerer CDH kann an spezialisierten Zentren eine fetale Therapie erwogen werden. Hierbei wird zwischen der 26. und 30. Schwangerschaftswoche endoskopisch ein Ballon zur trachealen Okklusion platziert.

Dieser Eingriff fördert das Lungenwachstum durch die Ansammlung von Lungenflüssigkeit. Um die Surfactant-Produktion zu ermöglichen, wird der Ballon um die 33. bis 34. Schwangerschaftswoche wieder entfernt.

Entbindung und Kreißsaalmanagement

Die Entbindung sollte in einem Tertiärzentrum mit Zugang zu extrakorporaler Membranoxygenierung (ECMO) erfolgen. Es wird empfohlen, die Geburt nicht vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche durchzuführen, idealerweise wird bis zur 39. Woche gewartet.

Im Kreißsaal wird folgendes Vorgehen beschrieben:

  • Sofortige Anlage einer Magensonde zur Dekompression von Magen und Darm

  • Vermeidung einer Beutel-Masken-Beatmung

  • Prompte Intubation bei Atemnot

Beatmung und pulmonale Hypertonie

Eine schonende Beatmungsstrategie zur Vermeidung von Lungenschäden ist der Grundpfeiler der respiratorischen Therapie. Die Zielwerte umfassen eine präduktale Sättigung von 85 bis 95 Prozent, einen inspiratorischen Spitzendruck (PIP) unter 25 cm H2O und einen pCO2 von 45 bis 60 mmHg.

Bei Verdacht auf eine pulmonale Hypertonie (PH) wird innerhalb von 48 Stunden eine echokardiographische Untersuchung empfohlen. Zur medikamentösen Therapie der PH wird bei Neugeborenen ab der 34. Schwangerschaftswoche primär inhalatives Stickstoffmonoxid (iNO) eingesetzt.

Bei begleitender linksventrikulärer Dysfunktion kann Milrinon hilfreich sein. ECMO gilt als Ultima Ratio für geeignete Neugeborene, die auf eine konventionelle medizinische Therapie nicht ansprechen.

Chirurgische Therapie

Die chirurgische Korrektur wird heutzutage in der Regel um mindestens 48 bis 72 Stunden verzögert. Dies gibt der pulmonalen Strombahn Zeit zur Adaptation und ermöglicht eine Besserung der pulmonalen Hypertonie.

Bei stabilen Kindern wird der Eingriff zunehmend minimalinvasiv (thorakoskopisch) durchgeführt. Bei sehr großen Defekten kann der Einsatz von prothetischen oder biologischen Patches sowie Muskellappen erforderlich sein.

Kontraindikationen

Der Text formuliert folgende Warnhinweise und Kontraindikationen:

  • Eine Beutel-Masken-Beatmung im Kreißsaal sollte vermieden werden, um eine Überblähung der in den Thorax prolabierten Bauchorgane zu verhindern.

  • Der routinemäßige Einsatz von Surfactant wird bei reifen Neugeborenen mit CDH nicht empfohlen.

  • Eine sofortige chirurgische Versorgung direkt nach der Geburt wird nicht mehr empfohlen, da dies keinen klinischen Nutzen zeigt und die Mortalität aufgrund der unkontrollierten pulmonalen Hypertonie erhöht.

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💡Praxis-Tipp

Ein entscheidender Aspekt im Kreißsaalmanagement ist die sofortige Anlage einer Magensonde zur Dekompression sowie die Vermeidung einer Beutel-Masken-Beatmung zugunsten einer raschen Intubation. Zudem betont der Text, dass die chirurgische Korrektur heutzutage um mindestens 48 bis 72 Stunden verzögert wird, um zunächst eine Stabilisierung der pulmonalen Hypertonie zu ermöglichen.

Häufig gestellte Fragen

Die Entbindung wird laut Text nicht vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche empfohlen. Idealerweise sollte bis zur 39. Woche gewartet werden, sofern keine anderen mütterlichen oder fetalen Komplikationen vorliegen.

Es wird eine schonende Beatmung empfohlen, um beatmungsinduzierte Lungenschäden zu vermeiden. Die Zielwerte liegen bei einer präduktalen Sättigung von 85 bis 95 Prozent, einem Spitzendruck unter 25 cm H2O und einem pCO2 von 45 bis 60 mmHg.

Bei Neugeborenen ab der 34. Schwangerschaftswoche wird inhalatives Stickstoffmonoxid (iNO) als erste Wahl zur medizinischen Behandlung der pulmonalen Hypertonie beschrieben. Bei einer begleitenden linksventrikulären Dysfunktion kann zusätzlich Milrinon eingesetzt werden.

Bei mittelschweren bis schweren Fällen kann eine fetale tracheale Okklusion mittels Ballonkatheter zwischen der 26. und 30. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Dieser Eingriff fördert das Lungenwachstum und wird vor der Geburt wieder rückgängig gemacht.

Die Operation wird heute nicht mehr als Notfalleingriff direkt nach der Geburt durchgeführt. Es wird empfohlen, den Eingriff um mindestens 48 bis 72 Stunden zu verschieben, bis sich die pulmonale Hypertonie des Neugeborenen stabilisiert hat.

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Quelle: StatPearls: Congenital Diaphragmatic Hernia (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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