StatPearls2026

Dextromethorphan-Toxizität: StatPearls Zusammenfassung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt Dextromethorphan als einen häufig verwendeten, rezeptfreien Hustenstiller. Aufgrund seiner euphorisierenden, halluzinogenen und dissoziativen Eigenschaften wird der Wirkstoff oft missbräuchlich konsumiert.

Der aktive Metabolit Dextrorphan blockiert NMDA-Rezeptoren, was zu Halluzinationen und Dissoziation führt. Zudem bindet er an Serotonin-Rezeptoren, wodurch das Risiko für ein Serotonin-Syndrom steigt, insbesondere bei Kombination mit anderen serotonergen Substanzen.

Laut den Autoren treten Intoxikationen häufig als Mischintoxikationen auf. Dextromethorphan ist in vielen Präparaten mit Antihistaminika, Pseudoephedrin oder Paracetamol kombiniert, was das klinische Bild bei einer Überdosierung verkompliziert.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen für das klinische Management:

Diagnostik

Da Dextromethorphan-Spiegel im klinischen Alltag meist nicht verfügbar sind, wird eine symptomorientierte und breit angelegte Diagnostik empfohlen. Die Autoren raten zu folgenden Untersuchungen:

  • Blutzuckermessung bei allen Personen mit verändertem Bewusstseinszustand

  • Bestimmung von Paracetamol-, Salicylat- und Ethanol-Spiegeln aufgrund häufiger Mischintoxikationen

  • EKG zur Evaluation einer Tachykardie

  • Bestimmung der Kreatinkinase (CK) zum Ausschluss einer Rhabdomyolyse

Therapie

Die Behandlung erfolgt primär supportiv unter Sicherung der Atemwege und hämodynamischer Überwachung. Für spezifische Komplikationen werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Agitation und Psychose: Es wird eine chemische Sedierung mit Benzodiazepinen in einer ruhigen Umgebung empfohlen.

  • Gastrointestinale Dekontamination: Die Gabe von Aktivkohle wird innerhalb der ersten Stunde nach Ingestion empfohlen, sofern keine Kontraindikationen vorliegen.

  • Atemdepression: Der Einsatz von Naloxon wird zur Behandlung einer Atem- oder ZNS-Depression beschrieben.

  • Hyperthermie: Es werden aktive Kühlmaßnahmen wie kalte intravenöse Flüssigkeiten oder Verdunstungskühlung angeraten.

Überwachung und Entlassung

Eine Entlassung nach Hause ist laut den Autoren möglich, wenn die betroffene Person für sechs Stunden asymptomatisch ist, keine Suizidalität vorliegt und der Paracetamol-Spiegel negativ ist.

Bei Komplikationen wie Hyperthermie, Serotonin-Syndrom, hypertensiver Krise oder Rhabdomyolyse wird eine Aufnahme auf die Intensivstation empfohlen. Bei suizidaler Absicht ist eine psychiatrische Vorstellung indiziert.

Dosierung

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt folgende dosisabhängige Effekte bei der Einnahme von Dextromethorphan:

DosisbereichKlinische Effekte
100 - 300 mgLeichte Stimulation, Euphorie, Halluzinationen
300 - 600 mgDissoziation
> 600 mgVollständige Dissoziation, Koma

Für die medikamentöse Therapie der Toxizität werden folgende Dosierungen angegeben:

MedikamentDosisIndikation
Lorazepam2 - 4 mg IV oder IM (Wiederholung alle 10 Min. möglich)Agitation, Psychose, chemische Sedierung
Aktivkohle1 g/kg (maximal 50 g) PO oder über MagensondeGastrointestinale Dekontamination (innerhalb 1 Stunde)
Naloxon0,1 mg/kg (maximal 2 mg) IVAtemdepression, ZNS-Depression

Kontraindikationen

Die Leitlinie rät ausdrücklich von einer Magenspülung sowie vom Auslösen von Erbrechen zur gastrointestinalen Dekontamination ab.

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💡Praxis-Tipp

Da Dextromethorphan in vielen rezeptfreien Präparaten mit Paracetamol kombiniert ist, wird bei jeder Intoxikation eine routinemäßige Bestimmung des Paracetamol-Spiegels empfohlen. Ein isolierter Fokus auf die neurologischen Symptome der Dextromethorphan-Toxizität kann dazu führen, dass eine potenziell letale Leberschädigung durch Begleitsubstanzen übersehen wird.

Häufig gestellte Fragen

Laut den Autoren reicht das Spektrum von leichter Agitation und Tachykardie bis hin zu Halluzinationen, Krampfanfällen und Koma. Zudem wird häufig ein Nystagmus, eine Mydriasis sowie eine Hyperthermie beobachtet.

Die Leitlinie empfiehlt die Gabe von Aktivkohle, wenn die Einnahme weniger als eine Stunde zurückliegt. Voraussetzung ist, dass keine Kontraindikationen für die Kohlegabe bestehen.

Ja, der Einsatz von Naloxon wird in der Literatur zur Behandlung einer atem- oder zentralnervösen Depression durch Dextromethorphan beschrieben. Es wird eine Maximaldosis von 2 mg intravenös angegeben.

Es wird eine Beobachtungszeit von sechs Stunden empfohlen. Wenn die betroffene Person in diesem Zeitraum asymptomatisch bleibt und der Paracetamol-Spiegel negativ ist, kann laut den Autoren eine Entlassung erfolgen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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