StatPearls2026

Antihistaminika-Intoxikation: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Zusammenfassung behandelt die Toxizität von Antihistaminika, die fast ausschließlich durch orale Einnahme entsteht. Besonders gefährdet sind pädiatrische und ältere Personen, da letztere empfindlicher auf anticholinerge und sedierende Eigenschaften reagieren.

Die Toxizität beruht primär auf der kompetitiven Hemmung von Acetylcholin an muskarinischen Rezeptoren. Dies führt zu einem klassischen anticholinergen Toxidrom mit Symptomen wie Mydriasis, Hyperthermie, Delirium und Harnverhalt.

Die maximale Serumkonzentration wird meist innerhalb von zwei Stunden erreicht, während die stärkste antihistaminerge Wirkung erst Stunden später auftritt. Aufgrund der hohen Lipidlöslichkeit und Proteinbindung weisen diese Substanzen ein sehr großes Verteilungsvolumen auf.

Empfehlungen

Diagnostik und Überwachung

  • Laut Leitlinie wird initial die Erfassung von EKG, Körpertemperatur, Herzfrequenz, Atemfrequenz und Blutdruck empfohlen.

  • Es wird darauf hingewiesen, dass gängige rezeptfreie Antihistaminika in Urin-Drogenscreenings zu falsch-negativen Ergebnissen für Amphetamine sowie zu irreführenden Befunden für Methadon und Phencyclidin führen können.

  • Bei Krampfanfällen oder extremer Agitation wird die routinemäßige Bestimmung der Kreatinkinase empfohlen.

Präklinisches Management

  • Für Diphenhydramin und Dimenhydrinat wird eine häusliche Beobachtung als ausreichend erachtet, wenn die Dosis bei Kindern unter 6 Jahren unter 7,5 mg/kg liegt.

  • Bei Erwachsenen und älteren Kindern gilt dies für Dosen unter 300 mg oder 7,5 mg/kg.

  • Bei Überschreitung dieser Werte wird eine umgehende Vorstellung in der Notaufnahme empfohlen.

Klinische Therapie

  • Die Leitlinie empfiehlt ein kontinuierliches Herzmonitoring und die Etablierung eines intravenösen Zugangs.

  • Eine Gabe von Aktivkohle kann indiziert sein, insbesondere wenn die Einnahme erst kurz zuvor erfolgte.

  • Maßnahmen zur Steigerung der renalen Elimination werden aufgrund der hohen Proteinbindung und des großen Verteilungsvolumens als wirkungslos beschrieben.

Symptomorientierte Behandlung

  • Bei Krampfanfällen oder Agitation wird die sofortige und bei Bedarf wiederholte Gabe von intravenösen Benzodiazepinen empfohlen.

  • Eine Hypotonie oder Rhabdomyolyse sollte laut Leitlinie mit isotonischen Flüssigkeiten behandelt werden.

  • Bei einer Verbreiterung des QRS-Komplexes oder einer QT-Verlängerung sind Antiarrhythmika indiziert, zudem kann die Gabe von Natriumbicarbonat, Epinephrin und intravenöser Glukose versucht werden.

  • Bei schweren anticholinergen Symptomen wird Physostigmin als indiziert beschrieben, wobei spezifische Kontraindikationen beachtet werden müssen.

Dosierung

Substanz / MaßnahmeDosierung / GrenzwertIndikation / Zielgruppe
Diphenhydramin / Dimenhydrinat< 7,5 mg/kgHäusliche Beobachtung (Kinder < 6 Jahre)
Diphenhydramin / Dimenhydrinat< 300 mg oder < 7,5 mg/kgHäusliche Beobachtung (Erwachsene und ältere Kinder)
Natriumbicarbonat50 mEqVerbreiterter QRS-Komplex / QT-Verlängerung
Epinephrin2 mgVerbreiterter QRS-Komplex / QT-Verlängerung

Kontraindikationen

Die Leitlinie benennt folgende Kontraindikationen für den Einsatz von Physostigmin bei schwerer anticholinerger Toxizität:

  • Verbreiterter QRS-Komplex

  • Asthma und andere Lungenerkrankungen

  • Bradykardie

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💡Praxis-Tipp

Ein wichtiger Hinweis der Leitlinie ist, dass Antihistaminika in Urin-Drogenscreenings falsch-negative Ergebnisse für Amphetamine sowie irreführende Resultate für Methadon und Phencyclidin verursachen können. Zudem wird betont, dass Versuche einer forcierten renalen Elimination (wie Dialyse) aufgrund der starken Proteinbindung und des großen Verteilungsvolumens der Substanzen wirkungslos sind.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie können eine Tachykardie, verlängerte QRS- und QT-Intervalle sowie ein Brugada-ähnliches Syndrom auftreten. Dies wird durch die Bindung der Substanzen an Natrium- und Kalziumkanäle verursacht.

Die maximale Serumkonzentration wird meist innerhalb von zwei Stunden erreicht. Die stärkste antihistaminerge Wirkung tritt laut Leitlinie jedoch erst mehrere Stunden später ein.

Es wird auf Symptome wie gerötete Haut, fehlende Schweißproduktion, Hyperthermie, Mydriasis, Delirium und Harnverhalt hingewiesen. Die Leitlinie zitiert hierfür den bekannten englischen Merkspruch "red as a beet, dry as a bone...".

Die Leitlinie rät von Versuchen ab, die renale Elimination zu steigern. Aufgrund der hohen Proteinbindung und des großen Verteilungsvolumens der Antihistaminika sind diese Maßnahmen wirkungslos.

Bei einer Einnahme von Diphenhydramin oder Dimenhydrinat unter 7,5 mg/kg bei Kindern unter 6 Jahren wird eine häusliche Beobachtung als ausreichend erachtet. Bei höheren Dosen wird eine sofortige Vorstellung in der Notaufnahme empfohlen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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