StatPearls2026

Dextromethorphan Dosierung & Toxizität: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt Dextromethorphan als zentral wirksames, nicht-opioides Antitussivum. Es handelt sich um ein Morphinanderivat, das primär als nicht-kompetitiver Antagonist an NMDA-Rezeptoren und als Agonist an Sigma-1-Rezeptoren wirkt.

Neben der klassischen Anwendung zur Hustenstillung wird der Wirkstoff zunehmend in der Neuropsychiatrie eingesetzt. Die Metabolisierung erfolgt hauptsächlich in der Leber über das Cytochrom-P450-Enzym CYP2D6 zum aktiven Metaboliten Dextrorphan.

Ein genetischer Polymorphismus von CYP2D6 führt zu einer hohen interindividuellen Variabilität der Pharmakokinetik. Bei langsamen Metabolisierern kommt es zu einer deutlich verlängerten Halbwertszeit und mehrfach höheren Plasmakonzentrationen der Muttersubstanz.

Empfehlungen

Diagnostik und Indikationsstellung

Laut Leitlinie ist Dextromethorphan für drei Hauptindikationen durch die FDA zugelassen. Es wird als Antitussivum, in Kombination mit Chinidin bei Pseudobulbäraffekt (PBA) und in Kombination mit Bupropion bei schwerer depressiver Störung (MDD) eingesetzt.

Ein chronischer Husten, der nicht auf Antitussiva anspricht, erfordert laut Text eine weiterführende Diagnostik. Es wird empfohlen, alternative Ursachen wie gastroösophagealen Reflux, Asthma oder die Einnahme von ACE-Hemmern abzuklären.

Therapieüberwachung und Interaktionen

Die Leitlinie warnt vor der gleichzeitigen Anwendung mit serotonergen Medikamenten wie SSRI, SNRI oder trizyklischen Antidepressiva. Es besteht ein erhöhtes Risiko für ein lebensbedrohliches Serotoninsyndrom.

Zudem wird auf die Interaktion mit starken CYP2D6-Inhibitoren hingewiesen. Diese können die Plasmakonzentration von Dextromethorphan signifikant erhöhen und zu zentralnervöser Toxizität führen.

Management bei Überdosierung

Bei einer Intoxikation steht die Stabilisierung der Vitalfunktionen im Vordergrund. Die Leitlinie empfiehlt folgende spezifische Maßnahmen:

  • Benzodiazepine zur Behandlung von Agitation, Psychosen und Krampfanfällen

  • Aktive Verdunstungskühlung bei Hyperthermie (Antipyretika werden nicht empfohlen)

  • Aggressive intravenöse Flüssigkeitsgabe bei Rhabdomyolyse zur Aufrechterhaltung der Urinausscheidung

  • Naloxon bei Atemdepression, insbesondere bei Verdacht auf gleichzeitige Opioideinnahme

Der Einsatz von Antipsychotika sollte laut Text vermieden werden. Diese können anticholinerge Effekte verschlechtern und die Thermoregulation stören.

Dosierung

Die StatPearls-Zusammenfassung gibt folgende Dosierungsempfehlungen vor:

IndikationWirkstoffkombinationDosierungMaximale Tagesdosis
Husten (Erwachsene)Dextromethorphan (Monotherapie)10-20 mg alle 4h ODER 30 mg alle 6-8h120 mg
Husten (Kinder > 2 Jahre)Dextromethorphan (Monotherapie)0,5 mg/kg (max. 30 mg Einzeldosis) 3-4x täglichk.A.
PseudobulbäraffektDextromethorphan 20 mg / Chinidin 10 mgTag 1-7: 1 Kapsel täglich, danach 1 Kapsel alle 12h2 Kapseln
Schwere DepressionDextromethorphan 45 mg / Bupropion 105 mgTag 1-3: 1 Tablette täglich, danach 1 Tablette 2x täglich2 Tabletten

Kontraindikationen

Die Anwendung von Dextromethorphan ist bei bekannter Überempfindlichkeit kontraindiziert.

Eine absolute Kontraindikation besteht für die gleichzeitige Einnahme von Monoaminoxidase-Hemmern (MAOI) oder deren Anwendung innerhalb der letzten 14 Tage.

Für die Kombinationspräparate nennt der Text zusätzliche spezifische Kontraindikationen:

  • Dextromethorphan/Chinidin: Verlängerte QT-Zeit, Herzinsuffizienz, AV-Block, gleichzeitige Einnahme von Mefloquin oder Chinidin.

  • Dextromethorphan/Bupropion: Anfallsleiden, Bulimie, Anorexia nervosa, abrupter Entzug von Alkohol oder Benzodiazepinen.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor der Kombination von Dextromethorphan mit Monoaminoxidase-Hemmern (MAOI) oder anderen serotonergen Medikamenten, da dies ein lebensbedrohliches Serotoninsyndrom auslösen kann. Zudem wird darauf hingewiesen, dass bei einer Überdosierung mit Agitation auf Antipsychotika verzichtet werden sollte, da diese die Thermoregulation beeinträchtigen können. Stattdessen wird der Einsatz von Benzodiazepinen empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird die Anwendung von Dextromethorphan bei Kindern unter 2 Jahren nicht empfohlen. Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Säuglingen und Kleinkindern ist in klinischen Studien nicht ausreichend belegt.

Die Therapie erfolgt symptomatisch nach Stabilisierung der Vitalfunktionen. Es wird der Einsatz von Benzodiazepinen bei Agitation und Krampfanfällen sowie eine aktive Kühlung bei Hyperthermie empfohlen.

Standardtherapeutische Dosen gelten laut Text im Allgemeinen als akzeptabel für schwangere Patientinnen. Es wird jedoch dringend geraten, alkoholhaltige Formulierungen während der Schwangerschaft zu vermeiden.

Bei therapeutischen Dosen treten Nebenwirkungen wie leichte Schläfrigkeit, Schwindel, Übelkeit oder Erbrechen bei weniger als 10 Prozent der Anwender auf. Bei höheren Dosen beschreibt die Leitlinie Symptome wie Nystagmus, Gedächtnisstörungen und Euphorie.

Chinidin und Bupropion fungieren als CYP2D6-Inhibitoren und verlangsamen den Abbau von Dextromethorphan. Dadurch werden laut Leitlinie höhere therapeutische Plasmakonzentrationen erreicht, die für die Behandlung von Pseudobulbäraffekt oder Depressionen erforderlich sind.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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