StatPearls2026

Defibrillation: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Leitlinie beschreibt die Defibrillation als kritische Intervention bei lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen. Hierzu zählen insbesondere das Kammerflimmern (VF) und die pulslose ventrikuläre Tachykardie (VT).

Bei diesen Zuständen verliert das Herz seine effektive Pumpfunktion, was zu einem Herzstillstand führt. Die Defibrillation depolarisiert den Herzmuskel durch einen kontrollierten Stromstoß. Dadurch wird dem Sinusknoten ermöglicht, einen koordinierten Rhythmus wiederherzustellen.

Laut Leitlinie sinkt die Überlebensrate ohne Intervention um etwa 10 % pro Minute. Nach 10 Minuten besteht nur noch eine minimale Chance auf Wiederbelebung. Eine frühzeitige Defibrillation in Kombination mit kardiopulmonaler Reanimation (CPR) ist daher essenziell.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen für den Ablauf der Defibrillation:

Indikation und Vorbereitung

Die Leitlinie empfiehlt die frühe elektrische Defibrillation als Therapie der Wahl bei Kammerflimmern und pulsloser VT.

Während der Vorbereitung des Defibrillators sollte die kardiopulmonale Reanimation (CPR) kontinuierlich fortgesetzt werden. Sobald das Gerät verfügbar ist, hat die Defibrillation Vorrang vor anderen Maßnahmen.

Durchführung bei Erwachsenen

Es wird die Verwendung von biphasischen Defibrillatoren gegenüber monophasischen Geräten bevorzugt.

Für den Ablauf der Schockabgabe wird empfohlen:

  • Platzierung der Pads an der rechten oberen Sternalgrenze und der Herzspitze (alternativ antero-posterior)

  • Sofortige Fortsetzung der CPR für 2 Minuten nach jeder Schockabgabe

  • Rhythmus- und Pulskontrolle erst nach Ablauf dieser 2 Minuten

Bei persistierendem Kammerflimmern sollte die Energiedosis bei jedem weiteren Schock gleich bleiben oder schrittweise bis zum Maximum erhöht werden.

Refraktäres Kammerflimmern

Bei Patienten mit refraktärem Kammerflimmern trotz multipler Schocks beschreibt die Leitlinie alternative Strategien zur Erhöhung der Überlebensrate.

Es wird ein Wechsel der Vektoren (Vector Change, antero-posteriore Pad-Position) oder eine doppelte sequenzielle externe Defibrillation (DSED) mit zwei Geräten als vorteilhaft beschrieben.

Begleitmedikation

Gemäß dem ACLS-Algorithmus wird nach der ersten erfolglosen Defibrillation die intravenöse Gabe von 1 mg Epinephrin alle 3 bis 5 Minuten empfohlen.

Bei weiterhin persistierendem Kammerflimmern kann laut Leitlinie Amiodaron verabreicht werden:

  • Initiale Bolusgabe von 300 mg intravenös

  • Bei Bedarf eine weitere Dosis von 150 mg

  • Alternativ Lidocain (1 bis 1,5 mg/kg initial, gefolgt von 0,5 bis 0,75 mg/kg)

Die Leitlinie betont, dass Epinephrin und Amiodaron gegenüber Lidocain bevorzugt werden.

Dosierung

Die Leitlinie gibt folgende spezifische Energiedosen für verschiedene Anwendungsszenarien vor:

AnwendungsgruppeInitiale EnergiedosisFolgedosen
Erwachsene (biphasisch)120 - 200 Joule (nach Herstellerangabe)Gleichbleibend oder schrittweise Erhöhung bis Maximum
Erwachsene (monophasisch)360 Joule360 Joule
Kinder2 Joule/kg Körpergewicht4 Joule/kg bis maximal 10 Joule/kg
Interne Defibrillation (offener Thorax)20 JouleErhöhung bis maximal 40 Joule
Synchronisierte Kardioversion (VT mit Puls)100 JouleNicht zutreffend

Kontraindikationen

Laut Leitlinie gibt es keine Kontraindikationen für die Defibrillation bei Vorliegen eines schockbaren Rhythmus.

Das Vorhandensein eines Herzschrittmachers oder implantierten Kardioverter-Defibrillators (ICD) ändert nichts an der Indikation oder Durchführung.

Es wird jedoch davor gewarnt, eine unsynchronisierte Defibrillation bei Patienten mit Puls durchzuführen. Dies kann durch das R-auf-T-Phänomen ein Kammerflimmern auslösen. Bei instabiler Tachykardie mit Puls ist stattdessen eine synchronisierte Kardioversion indiziert.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass bei Säuglingen und Kleinkindern unter 10 kg bevorzugt pädiatrische Pads verwendet werden sollten. Sind diese jedoch nicht verfügbar, wird ausdrücklich der Einsatz von Erwachsenen-Pads in antero-posteriorer Position empfohlen. Eine Verzögerung der Schockabgabe aufgrund fehlender Kinder-Pads sollte laut StatPearls unbedingt vermieden werden, da ein Schock mit Erwachsenendosis einem unterlassenen Schock deutlich überlegen ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie sind Kammerflimmern (VF) und die pulslose ventrikuläre Tachykardie (VT) die beiden schockbaren Rhythmen. Beide Zustände werden im Rahmen der Reanimation identisch behandelt.

Für pädiatrische Patienten wird eine initiale Energiedosis von 2 Joule pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen. Folgeschocks können mit 4 Joule/kg bis zu einem Maximum von 10 Joule/kg verabreicht werden.

Ein implantierter Herzschrittmacher oder ICD stellt keine Kontraindikation dar. Die Defibrillation wird bei einem schockbaren Rhythmus regulär und ohne Änderung der Indikation durchgeführt.

Amiodaron kann laut Leitlinie nach erfolglosen Schocks bei persistierendem Kammerflimmern oder pulsloser VT erwogen werden. Die initiale Bolusgabe beträgt 300 mg intravenös.

Bei refraktärem Kammerflimmern beschreibt die Leitlinie den Wechsel der Pad-Position (Vector Change) oder die doppelte sequenzielle externe Defibrillation. Diese Strategien können die Überlebensrate im Vergleich zur Standarddefibrillation verbessern.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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