StatPearls2026

Colchicin Dosierung und Anwendung: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt Colchicin als einen entzündungshemmenden Wirkstoff. Er wird primär zur Prävention und Behandlung von akuten Gichtanfällen sowie beim familiären Mittelmeerfieber (FMF) eingesetzt.

Der primäre Wirkmechanismus beruht auf der Hemmung der Beta-Tubulin-Polymerisation. Dadurch wird die Aktivierung, Degranulation und Migration von Neutrophilen verhindert, was die Entzündungsreaktion dämpft.

Colchicin wird über das Enzym CYP3A4 metabolisiert und ist ein Substrat für den P-Glykoprotein-Transporter. Die Elimination erfolgt hauptsächlich unverändert über Galle und Urin.

Empfehlungen

Indikationen

Laut Leitlinie ist Colchicin für folgende Indikationen zugelassen:

  • Prophylaxe und Behandlung akuter Gichtanfälle bei Erwachsenen

  • Familiäres Mittelmeerfieber (FMF) bei Personen ab 4 Jahren

Zudem wird der Off-Label-Einsatz bei akuter und rezidivierender Perikarditis sowie Pseudogicht erwähnt.

Anwendung bei Gicht

Die Leitlinie empfiehlt den Einsatz von oralem Colchicin, NSAR oder Glukokortikoiden als Erstlinientherapie bei einem akuten Gichtanfall.

Bei der Einleitung einer harnsäuresenkenden Therapie wird eine begleitende Prophylaxe mit Colchicin für mindestens sechs Monate empfohlen.

Für pädiatrische Personen wird Colchicin weder zur Prophylaxe noch zur Behandlung von Gichtanfällen empfohlen.

Überwachung und Interaktionen

Es wird eine engmaschige Überwachung des großen Blutbildes sowie der Nieren- und Leberfunktion empfohlen.

Die Leitlinie warnt vor der gleichzeitigen Gabe von starken CYP3A4-Inhibitoren oder P-Glykoprotein-Inhibitoren. Bei Kombinationen mit diesen Medikamenten wird eine Dosisanpassung von Colchicin empfohlen, um eine potenziell tödliche Toxizität zu vermeiden.

Dosierung

Die Leitlinie gibt folgende Standarddosierungen für Erwachsene ohne Nieren- oder Leberfunktionseinschränkung an:

IndikationDosierungMaximale Dosis
Gichtanfall (Akuttherapie)1,2 mg bei ersten Anzeichen, gefolgt von 0,6 mg nach 1 Stunde1,8 mg innerhalb von 1 Stunde
Gicht (Prophylaxe)0,6 mg ein- bis zweimal täglich1,2 mg täglich
Familiäres Mittelmeerfieber (ab 12 Jahren)1,2 mg bis 2,4 mg täglich (in 1-2 Einzeldosen)2,4 mg täglich

Für die Behandlung des familiären Mittelmeerfiebers bei Kindern gelten folgende altersabhängige Dosierungen:

AltersgruppeTägliche Dosierung bei FMF
4 bis 6 Jahre0,3 mg bis 1,8 mg
6 bis 12 Jahre0,9 mg bis 1,8 mg
Über 12 Jahre1,2 mg bis 2,4 mg

Bei Nieren- oder Leberinsuffizienz sowie bei gleichzeitiger Einnahme von CYP3A4- oder P-Glykoprotein-Inhibitoren wird eine Dosisreduktion empfohlen.

Kontraindikationen

Die Leitlinie nennt folgende absolute Kontraindikationen und Warnhinweise:

  • Gleichzeitige Anwendung von P-Glykoprotein- oder CYP3A4-Inhibitoren bei bestehender Nieren- oder Leberfunktionseinschränkung

  • Anwendung bei vorbestehender Knochenmarksuppression (Warnhinweis)

Bei älteren Personen besteht laut Leitlinie ein erhöhtes Risiko für neuromuskuläre Toxizität und Rhabdomyolyse. Dies gilt auch bei normaler Nieren- und Leberfunktion.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass Colchicin eine sehr geringe therapeutische Breite aufweist und Überdosierungen schnell lebensbedrohlich werden können. Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Akuttherapie eines Gichtanfalls keine weiteren Dosen innerhalb von 12 Stunden verabreicht werden sollten, wenn die betroffene Person bereits eine Colchicin-Prophylaxe erhält.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie werden bei den ersten Anzeichen eines Gichtanfalls 1,2 mg eingenommen. Eine Stunde später folgt eine weitere Dosis von 0,6 mg, wobei die Maximaldosis von 1,8 mg innerhalb einer Stunde nicht überschritten werden darf.

Bei leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich, es wird jedoch eine engmaschige Überwachung empfohlen. Bei schwerer Niereninsuffizienz wird eine Reduktion der Initialdosis auf 0,3 mg täglich empfohlen.

Die Leitlinie nennt gastrointestinale Beschwerden als häufigste Nebenwirkungen. Dazu gehören Durchfall (23 %), Erbrechen (17 %) und Übelkeit (4 bis 17 %).

Es gibt laut Leitlinie kein spezifisches Antidot für Colchicin. Die Behandlung einer Überdosierung erfolgt symptomatisch und unterstützend, beginnend mit einer Magenspülung.

Die Leitlinie warnt davor, da Grapefruitsaft die Serumkonzentration von Colchicin erhöhen kann. Bei Personen mit Leber- oder Nierenfunktionseinschränkung wird ein vollständiger Verzicht auf Grapefruitsaft empfohlen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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