StatPearls2026

Cellulitis (Phlegmone): StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt die Cellulitis als eine akute bakterielle Infektion der tiefen Dermis und des subkutanen Gewebes. Sie äußert sich typischerweise durch ein unscharf begrenztes, sich ausbreitendes Erythem, das mit Überwärmung, Schwellung und Druckschmerz einhergeht.

Als häufigste Erreger werden Streptococcus pyogenes (Gruppe-A-Streptokokken) und Methicillin-sensibler Staphylococcus aureus (MSSA) genannt. Bei Vorliegen von Risikofaktoren oder Komorbiditäten wie Diabetes mellitus können auch andere Bakterien ursächlich sein.

Zu den prädisponierenden Faktoren zählen laut Text jegliche Störungen der Hautbarriere, wie beispielsweise Traumata, Insektenstiche oder Ulzera. Auch chronische Erkrankungen wie venöse Insuffizienz oder Lymphödeme erhöhen das Infektionsrisiko signifikant.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernempfehlungen für das klinische Management:

Diagnostik

Die Diagnose wird primär klinisch gestellt, wobei mindestens zwei der vier Kriterien (Überwärmung, Erythem, Ödem oder Druckschmerz) vorliegen müssen. Es wird betont, dass die Infektion meist unilateral an den unteren Extremitäten auftritt.

Gemäß den zitierten IDSA-Richtlinien wird von einer routinemäßigen Bildgebung abgeraten, es sei denn, es liegt eine febrile Neutropenie vor.

Blutkulturen werden nur in spezifischen Situationen empfohlen:

  • Bei Vorliegen von Immunsuppression

  • Nach Immersionsverletzungen oder Tierbissen

  • Bei Anzeichen einer systemischen Infektion

Indikationen zur Hospitalisierung

Eine stationäre Aufnahme und der Beginn einer intravenösen Antibiotikatherapie werden bei Vorliegen von mindestens zwei systemischen Entzündungszeichen (SIRS-Kriterien) empfohlen.

Weitere Gründe für eine Hospitalisierung umfassen:

  • Versagen der ambulanten Therapie

  • Immunsuppression

  • Rasch progredientes Erythem

  • Unfähigkeit zur oralen Medikamenteneinnahme

Differenzialdiagnostik

Es wird empfohlen, die Cellulitis von anderen dermatologischen und vaskulären Erkrankungen abzugrenzen. Insbesondere das Erysipel, welches oberflächlicher liegt und scharf begrenzte Ränder aufweist, sowie die bilaterale venöse Stauungsdermatitis müssen unterschieden werden.

Bei unverhältnismäßig starken Schmerzen und Krepitation muss an eine nekrotisierende Fasziitis gedacht werden, welche einen chirurgischen Notfall darstellt.

Dosierung

Ambulante Therapie

IndikationMedikamentDosierungDauer
Leichte, nicht-purulente CellulitisCephalexin500 mg alle 6 StundenMindestens 5 Tage
Leichte Cellulitis bei PenicillinallergieClindamycin300 bis 450 mg alle 6 StundenMindestens 5 Tage
Purulente Cellulitis oder MRSA-RisikoTrimethoprim-Sulfamethoxazol + CephalexinTMP-SMX 800/160 mg 2x täglich + Cephalexin 500 mg alle 6 Stunden5 Tage
MRSA-Risiko bei PenicillinallergieClindamycin300 bis 450 mg alle 6 StundenMindestens 5 Tage

Intravenöse Therapie (Stationär)

IndikationMedikamentBemerkung
Ohne MRSA-RisikofaktorenCefazolin (i.v.)Spätere Umstellung auf orales Cephalexin
Mit MRSA-RisikofaktorenVancomycin (i.v.)Spätere Umstellung auf orales TMP-SMX
Immunsupprimierte PersonenVancomycin + Piperacillin-Tazobactam ODER CarbapenemBreitere Abdeckung erforderlich

Kontraindikationen

Der Text rät explizit von einer routinemäßigen Bildgebung des infizierten Bereichs ab, sofern keine febrile Neutropenie vorliegt.

Ebenso wird von der routinemäßigen Abnahme von Blutkulturen bei unkomplizierten Verläufen ohne systemische Beteiligung abgeraten.

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💡Praxis-Tipp

Ein wichtiger klinischer Hinweis ist die genaue Inspektion der Zehenzwischenräume bei einer Cellulitis der unteren Extremitäten. Häufig findet sich hier eine Tinea pedis oder eine Fissur als unerkannte Eintrittspforte für die Bakterien. Zudem wird empfohlen, die Ränder des Erythems mit einem Stift zu markieren, um die Progression oder das Ansprechen auf die Antibiotikatherapie objektiv beurteilen zu können.

Häufig gestellte Fragen

Laut Text ist das Erysipel eine oberflächlichere Infektion der oberen Dermis mit scharf begrenzten Rändern und leuchtend rotem Erythem. Die Cellulitis betrifft tiefere Gewebeschichten und zeigt sich durch ein unscharf begrenztes, flacheres Erythem.

Die Leitlinie empfiehlt Blutkulturen nur bei Anzeichen einer systemischen Toxizität, bei Immunsuppression, nach Tierbissen oder bei wasserassoziierten Verletzungen. Bei unkomplizierten Verläufen ist dies nicht indiziert.

Bei Hunde- oder Katzenbissen wird auf das Risiko einer Infektion mit Pasteurella multocida hingewiesen. Bei Verletzungen im Wasser, wie durch Austernschalen, muss an Vibrio vulnificus gedacht werden.

Es wird eine orale Antibiotikatherapie für eine Dauer von mindestens 5 Tagen empfohlen. Eine Verlängerung kann erwogen werden, wenn innerhalb von 48 Stunden keine Besserung eintritt.

Es wird empfohlen, die betroffene Extremität hochzulagern, um das Ödem zu reduzieren. Zudem sollte die zugrunde liegende Ursache für Hautschäden oder Ödeme behandelt werden, um Rezidive zu vermeiden.

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Quelle: StatPearls: Cellulitis (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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