StatPearls2026

Impetigo (Borkenflechte): StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Impetigo ist eine hochkontagiöse, oberflächliche Infektion der Epidermis. Sie wird am häufigsten durch grampositive Bakterien wie Staphylococcus aureus und seltener durch betahämolysierende Streptokokken der Gruppe A (GABHS) verursacht.

Die Erkrankung betrifft vorwiegend Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren, kann aber in jedem Alter auftreten. Die bullöse Form der Impetigo manifestiert sich besonders häufig bei Säuglingen unter zwei Jahren.

Es wird zwischen einer primären Infektion auf intakter Haut und einer sekundären Infektion unterschieden. Letztere entsteht an Stellen mit gestörter Hautbarriere, beispielsweise durch Insektenstiche, Kratzwunden, Verbrennungen oder Varizellen.

Empfehlungen

Der StatPearls-Artikel formuliert folgende Kernaspekte zur Behandlung der Impetigo:

Diagnostik

Die Diagnose wird in der Regel klinisch anhand der typischen Hautveränderungen gestellt.

Bakterienkulturen werden empfohlen, wenn der Verdacht auf Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) besteht oder ein lokaler Ausbruch vorliegt. Eine Hautbiopsie kann bei therapierefraktären Verläufen erwogen werden.

Eine serologische Testung auf Streptokokken-Antikörper (ASO) ist laut Text für die reine Impetigo-Diagnostik nicht indiziert. Ein HIV-Test sollte in Betracht gezogen werden, wenn ein zuvor gesunder Erwachsener an einer bullösen Impetigo erkrankt.

Topische Therapie

Für die lokalisierte, unkomplizierte und nicht-bullöse Impetigo ist eine alleinige topische Therapie das Mittel der Wahl. Vor der Anwendung der Salbe sollten die Krusten mit Wasser und Seife entfernt werden.

Als topische Wirkstoffe werden empfohlen:

  • Mupirocin

  • Retapamulin

  • Fusidinsäure

Systemische Therapie

Eine systemische Antibiotikatherapie ist bei bestimmten klinischen Konstellationen indiziert. Dazu gehören:

  • Alle Fälle von bullöser Impetigo

  • Nicht-bullöse Impetigo mit mehr als fünf Läsionen

  • Beteiligung tieferer Gewebeschichten (Ecthyma)

  • Systemische Infektionszeichen, Lymphadenopathie oder Läsionen in der Mundhöhle

Als Mittel der Wahl gelten Beta-Laktamase-resistente Antibiotika wie Cephalosporine (z. B. Cefalexin), Amoxicillin-Clavulansäure oder Dicloxacillin. Bei nachgewiesener MRSA-Infektion werden Clindamycin oder Doxycyclin bevorzugt.

Hygienemaßnahmen und Prävention

Es wird betont, dass betroffene Kinder eine gute Körperhygiene einhalten und während des aktiven Ausbruchs den Kontakt zu anderen Kindern meiden sollten.

Folgende Maßnahmen werden zur Verhinderung einer Ausbreitung genannt:

  • Waschen von Händen, Bettwäsche und Kleidung

  • Abdecken der Läsionen mit einem Verband

  • Ausschluss aus Gemeinschaftseinrichtungen für mindestens 24 bis 48 Stunden nach Beginn der Antibiotikatherapie

Bei rezidivierender Impetigo wird eine Untersuchung auf eine bakterielle Besiedlung der Nasenschleimhaut empfohlen. Träger können mit nasaler Mupirocin-Salbe behandelt werden.

Dosierung

TherapieformWirkstoffeIndikation / Besonderheit
Topische TherapieMupirocin, Retapamulin, FusidinsäureLokalisierte, unkomplizierte, nicht-bullöse Impetigo
Systemische Therapie (Standard)Cefalexin, Amoxicillin-Clavulansäure, DicloxacillinBullöse Impetigo, >5 Läsionen, systemische Zeichen, tiefe Gewebebeteiligung
Systemische Therapie (nur Streptokokken)Orales PenicillinKulturell gesicherte Monoinfektion durch Streptokokken
Systemische Therapie (MRSA)Clindamycin, DoxycyclinHohe MRSA-Prävalenz oder positiver MRSA-Nachweis
Systemische Therapie (MRSA-Alternative)Trimethoprim-SulfamethoxazolNur wenn GABHS ausgeschlossen ist oder in Kombination mit Anti-Streptokokken-Antibiotikum
EradikationstherapieMupirocin (nasal)Nasale Trägerschaft bei rezidivierender Impetigo

Kontraindikationen

Trimethoprim-Sulfamethoxazol sollte bei einer MRSA-Infektion nicht als Monotherapie eingesetzt werden, wenn betahämolysierende Streptokokken der Gruppe A (GABHS) als Erreger nicht ausgeschlossen sind. In diesem Fall ist eine Kombination mit einem Anti-Streptokokken-Antibiotikum erforderlich.

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💡Praxis-Tipp

Der Text weist darauf hin, dass etwa 5 % der Patienten mit Impetigo eine poststreptokokken-bedingte Glomerulonephritis entwickeln können, welche typischerweise ein bis zwei Wochen nach der Infektion auftritt. Es wird betont, dass die Evidenz unzureichend ist, ob eine Antibiotikatherapie diese spezifische renale Komplikation sicher verhindern kann. Zudem wird hervorgehoben, dass bei einer bullösen Impetigo im Gegensatz zur nicht-bullösen Form keine honiggelben Krusten entstehen und systemische Symptome häufiger auftreten.

Häufig gestellte Fragen

Laut Text ist eine systemische Therapie bei allen Fällen von bullöser Impetigo indiziert. Zudem wird sie bei nicht-bullöser Impetigo mit mehr als fünf Läsionen, systemischen Infektionszeichen, Lymphadenopathie oder oraler Beteiligung empfohlen.

Die Erkrankung ist hochkontagiös. Es wird empfohlen, dass betroffene Kinder Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten oder Schulen für mindestens 24 bis 48 Stunden nach Beginn der Antibiotikatherapie nicht besuchen.

Bei wiederkehrenden Infektionen liegt häufig eine bakterielle Besiedlung der Nasenschleimhaut vor. Der Text empfiehlt in diesen Fällen eine Untersuchung auf Trägerschaft und gegebenenfalls eine Eradikation mit nasaler Mupirocin-Salbe.

Die bullöse Form der Impetigo wird fast ausschließlich durch Staphylococcus aureus verursacht. Die Bakterien produzieren ein exfoliatives Toxin, das zur Blasenbildung in der oberflächlichen Epidermis führt.

Die Diagnose wird meist rein klinisch gestellt. Eine Bakterienkultur wird laut Text nur empfohlen, wenn der Verdacht auf MRSA besteht, ein Ausbruch vorliegt oder die Infektion nicht auf die Standardtherapie anspricht.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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