Cefepim: Dosierung, Indikation und Nierenanpassung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Cefepim ist ein Cephalosporin der vierten Generation aus der Klasse der Beta-Lactam-Antibiotika. Laut der StatPearls-Zusammenfassung zeichnet es sich durch ein breites Wirkspektrum gegen grampositive und gramnegative Bakterien aus.

Der Wirkmechanismus beruht auf der Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese. Das Medikament bindet kovalent an Enzyme, die für die Peptidoglykan-Synthese verantwortlich sind, was zur Autolyse des Erregers führt.

Im Vergleich zu Cephalosporinen der dritten Generation weist Cefepim eine höhere Stabilität gegenüber bestimmten Beta-Laktamasen auf. Es wird besonders bei der Behandlung von AmpC-produzierenden Erregern hervorgehoben.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen für den klinischen Einsatz:

Indikationen

Es werden mehrere von der FDA zugelassene Indikationen für den Einsatz von Cefepim aufgeführt. Dazu gehören unter anderem:

  • Pneumonien

  • Komplizierte und unkomplizierte Harnwegsinfektionen

  • Haut- und Weichteilinfektionen

  • Komplizierte intraabdominelle Infektionen (in Kombination mit Metronidazol)

  • Empirische Therapie bei febriler Neutropenie

Spezifische Erreger und Resistenzen

Gemäß den IDSA-Richtlinien wird Cefepim zur Behandlung von Zystitis empfohlen, die durch AmpC-Beta-Laktamase-produzierende Enterobacterales verursacht wird.

Es wird darauf hingewiesen, dass viele ESBL-produzierende Organismen gegen Cefepim resistent sind. Bei empfindlichen Subgruppen muss die minimale Hemmkonzentration (MHK) vor der Behandlung sorgfältig evaluiert werden.

Überwachung und Management

Die Leitlinie empfiehlt eine engmaschige Überwachung der Nierenfunktion mittels Harnstoff- und Kreatininbestimmung. Dies gilt insbesondere für ältere Menschen und Personen mit vorbestehender Nierenfunktionsstörung.

Zudem wird ein Monitoring auf neurologische Veränderungen angeraten. Bei kritisch kranken Personen auf der Intensivstation wird ein therapeutisches Drug Monitoring (TDM) empfohlen, wenn die Kreatininclearance ≤50 mL/min oder die MHK des Erregers ≥4 mg/L beträgt.

Dosierung

Die intravenöse (IV) oder intramuskuläre (IM) Verabreichung wird empfohlen, da das Medikament gastrointestinal schlecht resorbiert wird. Die Standardinfusionsdauer beträgt 30 Minuten.

PatientengruppeIndikationEmpfohlene Dosierung
ErwachseneStandarddosierung1 bis 2 g alle 8 bis 12 Stunden
ErwachsenePseudomonas aeruginosa (IDSA-Empfehlung)2 g alle 8 Stunden (als 3-Stunden-Infusion)
Kinder (> 2 Monate)Harnwegsinfekte / Hautinfektionen50 mg/kg alle 8 bis 12 Stunden
Kinder (> 2 Monate)Febrile Neutropenie50 mg/kg alle 8 Stunden
Niereninsuffizienz (CrCl ≤ 60 mL/min)Alle IndikationenDosisreduktion oder verlängertes Intervall erforderlich
Kontinuierliche Nierenersatztherapie (CRRT)Alle Indikationen1 bis 2 g alle 6 bis 8 Stunden

Kontraindikationen

Laut StatPearls ist Cefepim bei Personen mit einer bekannten Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff kontraindiziert.

Eine Kontraindikation besteht ebenfalls bei schweren Überempfindlichkeitsreaktionen auf Penicillin in der Vorgeschichte. Die Leitlinie merkt jedoch an, dass eine schwere IgE-vermittelte Kreuzreaktion bei neueren Cephalosporinen selten ist.

Vorsicht ist geboten bei einer eingeschränkten Nierenfunktion (Kreatininclearance ≤ 60 mL/min), da das Medikament primär unverändert über den Urin ausgeschieden wird.

Zudem wird von der gleichzeitigen Anwendung mit intravesikalem BCG, Cholera- und Typhus-Impfstoffen abgeraten.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor der Cefepim-induzierten Neurotoxizität, die sich typischerweise etwa vier Tage nach Therapiebeginn durch Enzephalopathie, Myoklonien oder Krampfanfälle äußern kann. Es wird betont, dass dieses lebensbedrohliche Risiko besonders bei älteren Menschen und bei Vorliegen einer Niereninsuffizienz (Kreatininclearance ≤ 60 mL/min) besteht, weshalb eine strikte Dosisanpassung an die Nierenfunktion essenziell ist.

Häufig gestellte Fragen

Ja, laut der StatPearls-Zusammenfassung ist eine Dosisanpassung erforderlich, wenn die Kreatininclearance 60 mL/min oder weniger beträgt. Es wird empfohlen, entweder die Tagesdosis zu reduzieren oder das Dosierungsintervall zu verlängern.

Bei Infektionen durch empfindliche Stämme von Pseudomonas aeruginosa empfehlen die IDSA-Richtlinien eine Hochdosistherapie. Diese besteht aus 2 g intravenös alle 8 Stunden, verabreicht als verlängerte Infusion über 3 Stunden.

Die Leitlinie nennt Durchfall und Hautausschlag als die häufigsten unerwünschten Wirkungen bei Erwachsenen. Bei Kindern treten zusätzlich häufig Fieberepisoden auf.

Bei schweren Überempfindlichkeitsreaktionen auf Penicillin ist Cefepim laut Leitlinie kontraindiziert. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass echte IgE-vermittelte Kreuzreaktionen aufgrund der unterschiedlichen Seitenkettenstrukturen selten sind.

Zu den Symptomen zählen laut Quelle ein veränderter mentaler Status, Enzephalopathie, Krampfanfälle, Myoklonien und Halluzinationen. Die Behandlung besteht im sofortigen Absetzen des Medikaments und gegebenenfalls einer antikonvulsiven Therapie.

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Quelle: StatPearls: Cefepime (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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