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Katzenkratzkrankheit (Bartonella henselae): StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Katzenkratzkrankheit (Cat Scratch Disease, CSD) ist eine zoonotische Infektion, die primär durch das gramnegative Bakterium Bartonella henselae verursacht wird. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt meist durch Kratz- oder Bisswunden von infizierten Katzen, insbesondere Kätzchen, oder durch Kontakt mit Katzenflöhen.

Typischerweise verläuft die Erkrankung bei immunkompetenten Personen mild und selbstlimitierend. Sie ist eine häufige Ursache für subakute regionale Lymphadenopathien, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.

Bei immunsupprimierten Personen kann es jedoch zu schweren, disseminierten Verläufen kommen. Dazu zählen Krankheitsbilder wie die bazilläre Angiomatose oder die Peliosis hepatis, die eine rasche medizinische Intervention erfordern.

Empfehlungen

Die StatPearls-Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zur Diagnostik und Therapie:

Diagnostik

Laut Leitlinie wird die Verdachtsdiagnose primär anhand der klinischen Präsentation und einer passenden Anamnese (Katzenkontakt) gestellt. Zur Bestätigung wird eine serologische Testung mittels Enzymimmunoassay oder indirekter Immunfluoreszenz empfohlen.

Es wird darauf hingewiesen, dass frühe serologische Tests trotz aktiver Infektion negativ ausfallen können. In unklaren Fällen oder zur Abgrenzung von anderen granulomatösen Infektionen kann gemäß Leitlinie eine PCR-Testung aus Gewebe oder Blut erwogen werden.

Von einer routinemäßigen Exzision betroffener Lymphknoten wird aufgrund des Risikos einer Fistelbildung abgeraten. Falls eine Gewebegewinnung notwendig ist, wird eine ultraschallgesteuerte Nadelaspiration bevorzugt.

Therapie bei Immunkompetenten

Bei leichten Verläufen wird eine rein supportive Therapie empfohlen:

  • Einsatz von Antipyretika und Entzündungshemmern

  • Anwendung warmer Kompressen an der Inokulationsstelle

  • Abwarten der spontanen Ausheilung (meist innerhalb von zwei bis vier Monaten)

Bei mittelschwerer bis schwerer Lymphadenopathie kann laut Leitlinie eine fünftägige Therapie mit Azithromycin eingesetzt werden. Diese Maßnahme beschleunigt die Rückbildung der Lymphknotenschwellung, verkürzt jedoch nicht die Gesamtdauer der Symptomatik.

Therapie bei Immunsuppression und Komplikationen

Für immunsupprimierte Personen wird zwingend eine antibiotische Therapie empfohlen, um schwere systemische Verläufe zu verhindern. Bei disseminierten oder schweren Infektionen nennt die Leitlinie alternative Antibiotika wie Rifampicin, Trimethoprim-Sulfamethoxazol oder Ciprofloxacin.

Bei atypischen Manifestationen wie dem Parinaud-okuloglandulären Syndrom, Neuroretinitis oder Enzephalitis wird eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit entsprechenden Fachärzten empfohlen.

Dosierung

MedikamentTagDosierung (Gewichtsadaptiert)Maximaldosis (Erwachsene)
AzithromycinTag 110 mg/kg500 mg
AzithromycinTag 2-55 mg/kg250 mg
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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor der chirurgischen Exzision betroffener Lymphknoten, da dies ein hohes Risiko für die Bildung von Fisteln birgt. Sollte eine Probengewinnung zwingend erforderlich sein, wird stattdessen eine ultraschallgesteuerte Feinnadelaspiration empfohlen. Zudem wird betont, dass eine frühe Serologie falsch-negativ sein kann und der Therapiebeginn bei starkem klinischem Verdacht nicht verzögert werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Die Diagnose wird primär klinisch anhand der Anamnese (Katzenkontakt) und der typischen Lymphknotenschwellung gestellt. Zur Bestätigung empfiehlt die Leitlinie serologische Tests oder in unklaren Fällen eine PCR-Untersuchung.

Bei immunkompetenten Personen mit ausgeprägter Lymphadenopathie wird Azithromycin für fünf Tage empfohlen. Bei immunsupprimierten Personen oder schweren Verläufen nennt die Leitlinie Alternativen wie Rifampicin oder Ciprofloxacin.

Bei immunkompetenten Personen heilt die Infektion meist innerhalb von zwei bis vier Monaten spontan aus. Eine antibiotische Therapie kann die Lymphknotenschwellung reduzieren, verkürzt aber laut Leitlinie nicht die Gesamtdauer der Erkrankung.

Die Leitlinie rät von einer chirurgischen Entfernung der Lymphknoten ab, da ein hohes Risiko für Fistelbildungen besteht. Bei diagnostischem Bedarf wird stattdessen eine ultraschallgesteuerte Punktion empfohlen.

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Quelle: StatPearls: Cat Scratch Disease (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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