StatPearls2026

Kardiogener Schock: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der kardiogene Schock ist eine primäre Herzerkrankung, die durch ein niedriges Herzzeitvolumen und eine daraus resultierende Minderdurchblutung der Endorgane gekennzeichnet ist. Die StatPearls-Leitlinie definiert ihn klinisch durch einen systolischen Blutdruck von unter 90 mmHg für mindestens 30 Minuten sowie Zeichen der Gewebehypoxie.

Die häufigste Ursache ist der akute Myokardinfarkt. Weitere Auslöser umfassen mechanische Defekte wie eine akute Mitralklappeninsuffizienz, Rhythmusstörungen oder kardiotoxische Medikamente.

Die Pathophysiologie beruht auf einem Teufelskreis aus reduzierter Kontraktilität, vermindertem Herzzeitvolumen und fortschreitender Ischämie. Kompensatorische Mechanismen wie eine Tachykardie erhöhen den myokardialen Sauerstoffbedarf zusätzlich und verschlechtern die Situation.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen für das Management:

Diagnostik

Es wird eine rasche Diagnostik mittels Elektrokardiogramm, Echokardiografie und Koronarangiografie empfohlen. Zusätzlich wird eine umfassende Labordiagnostik inklusive Laktat, arterieller Blutgasanalyse und kardialen Enzymen angeraten.

Zur Steuerung des Flüssigkeitsmanagements wird der Einsatz von Ultraschall empfohlen.

Medikamentöse Therapie

Bei schwerer Hypotension (systolischer Blutdruck unter 70 mmHg) wird Norepinephrin gegenüber Dopamin bevorzugt. Dopamin ist in dieser Patientengruppe mit höheren Arrhythmieraten assoziiert.

Dobutamin oder Milrinon können zur Verbesserung der myokardialen Kontraktilität eingesetzt werden. Laut Leitlinie ist die Gabe von 200 ml Vollelektrolytlösung über 15 bis 30 Minuten indiziert, sofern keine Zeichen einer Volumenüberladung vorliegen.

Es wird explizit davon abgeraten, Betablocker in der Akutphase zu beginnen.

Revaskularisation

Die primäre perkutane Koronarintervention (PCI) stellt die wichtigste Maßnahme dar. Sie sollte unabhängig von der zeitlichen Verzögerung seit Infarktbeginn durchgeführt werden.

Bei einer für eine PCI ungeeigneten Koronaranatomie wird eine dringliche Bypass-Operation (CABG) empfohlen. Stehen weder PCI noch CABG zur Verfügung, ist laut Leitlinie eine fibrinolytische Therapie indiziert.

Mechanische Kreislaufunterstützung (MCS)

Bei unzureichender medikamentöser Therapie kann eine mechanische Kreislaufunterstützung erforderlich sein. Die Leitlinie vergleicht folgende Systeme:

SystemIndikation / BesonderheitKontraindikationen
IABP (Intraaortale Ballonpumpe)Akute Mitralklappeninsuffizienz, Ventrikelseptumdefekt (kein Routineeinsatz)Aorteninsuffizienz, Aortendissektion, unkontrollierte Sepsis
LVAD (Linksventrikuläres Assistenzsystem)Überbrückungstherapie, signifikante Verbesserung des HerzindexKeine spezifischen im Text genannt
ECMO (Extrakorporale Membranoxygenierung)Kreislauf- und Atemversagen mit schlechter OxygenierungKeine spezifischen im Text genannt

Kontraindikationen

Die Leitlinie nennt spezifische Kontraindikationen für den Einsatz einer intraaortalen Ballonpumpe (IABP):

  • Schwere Aortenklappeninsuffizienz

  • Aortendissektion

  • Unkontrollierte Sepsis

  • Unkontrollierte Blutungsstörungen

Zudem wird betont, dass der Beginn einer Therapie mit Betablockern im kardiogenen Schock kontraindiziert ist.

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💡Praxis-Tipp

Ein entscheidender Hinweis der Leitlinie ist die Bevorzugung von Norepinephrin gegenüber Dopamin bei schwerer Hypotension. Dopamin ist in dieser Situation mit einer höheren Rate an Arrhythmien und einer erhöhten Mortalität assoziiert. Zudem wird davor gewarnt, Betablocker zu initiieren, da diese die Herzfunktion weiter deprimieren.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls-Leitlinie wird Norepinephrin gegenüber Dopamin bevorzugt. Dopamin ist mit einer höheren Sterblichkeit und mehr Arrhythmien verbunden.

Die Leitlinie empfiehlt keinen routinemäßigen Einsatz der IABP. Sie kann jedoch bei mechanischen Komplikationen wie einer akuten Mitralklappeninsuffizienz oder einem Ventrikelseptumdefekt nützlich sein.

Eine fibrinolytische Therapie wird nur dann empfohlen, wenn weder eine perkutane Koronarintervention (PCI) noch eine Bypass-Operation zeitnah verfügbar sind.

Es wird die Gabe von 200 ml isotoner Kochsalzlösung oder Ringer-Laktat über 15 bis 30 Minuten empfohlen. Dies gilt jedoch nur, wenn keine klinischen Zeichen einer Volumenüberladung vorliegen.

Die venoarterielle ECMO ist bei Patienten indiziert, deren schlechte Oxygenierung sich voraussichtlich nicht durch alternative mechanische Unterstützungssysteme verbessern lässt.

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Quelle: StatPearls: Cardiogenic Shock (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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