Anatomie des Trigonum femorale: StatPearls Übersicht
Hintergrund
Das Trigonum femorale (Skarpa-Dreieck) ist ein subfaszialer Raum im vorderen oberen Drittel des Oberschenkels. Laut der StatPearls-Übersicht wird diese dreieckige Vertiefung sichtbar, wenn der Oberschenkel abduziert, flektiert und außenrotiert wird.
Die Region enthält essenzielle anatomische Strukturen, die für die Blutversorgung und Innervation der unteren Extremität entscheidend sind. Der Text betont, dass die genaue Kenntnis dieser Leitungsbahnen für chirurgische und interventionelle Eingriffe unerlässlich ist.
Embryologisch entwickeln sich die Muskeln, Faszien und Gefäße des Trigonum femorale aus dem Mesoderm der Extremitätenknospen. Die darüberliegende Epidermis und der Nervus femoralis entstammen hingegen dem Ektoderm.
Empfehlungen
Die StatPearls-Übersicht beschreibt die folgenden anatomischen und klinischen Kernaspekte:
Anatomische Begrenzungen
Die Leitlinie definiert die Grenzen des Trigonum femorale wie folgt:
| Struktur | Anatomische Begrenzung |
|---|---|
| Kranial (Basis) | Ligamentum inguinale |
| Medial | Musculus adductor longus |
| Lateral | Musculus sartorius |
| Boden (medial) | Musculi pectineus und adductor longus |
| Boden (lateral) | Musculus iliopsoas |
| Dach | Haut, Subkutangewebe, oberflächliche Faszie, Fascia lata |
Inhalt und Leitungsbahnen
Der Inhalt des Trigonum femorale lässt sich von lateral nach medial mit dem englischen Akronym NAVEL merken:
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Nerve (Nervus femoralis)
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Artery (Arteria femoralis)
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Vein (Vena femoralis)
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Empty space with Lymphatics (Canalis femoralis mit tiefen Leistenlymphknoten)
Der Text hebt hervor, dass Arterie, Vene und Lymphgefäße von der Femoralisscheide (Vagina vasorum) umschlossen werden. Der Nervus femoralis verläuft außerhalb dieser Scheide.
Klinische Relevanz und Zugänge
Das Trigonum femorale dient als wichtiger Orientierungspunkt für vaskuläre Zugänge. Aufgrund des großen Gefäßdurchmessers wird die Arteria femoralis häufig für radiologische Interventionen wie Angioplastien oder Embolisationen genutzt.
Die Vena femoralis bietet eine Alternative für venöse Blutentnahmen oder Zugänge, wenn periphere Venen nicht punktierbar sind. Ultraschallgestützte Verfahren werden hierbei als sicher und praktikabel beschrieben.
Leriche-Syndrom
Eine wichtige pathologische Entität in diesem Gefäßstromgebiet ist das Leriche-Syndrom. Es ist durch eine klassische Trias gekennzeichnet:
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Claudicatio intermittens (beidseitig)
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Erektile Dysfunktion
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Abgeschwächte oder fehlende distale Arterienpulse
Zur Diagnostik wird die Bestimmung des Knöchel-Arm-Index (ABI) sowie eine Bestätigung mittels Doppler-Sonografie oder CT-Angiografie beschrieben.
💡Praxis-Tipp
Der Text warnt davor, dass mangelnde anatomische Kenntnisse des Trigonum femorale bei chirurgischen Eingriffen wie Hernienreparationen oder Nervenblöcken zu schweren Schäden an den Leitungsbahnen führen können. Es wird besonders betont, dass der Nervus femoralis nicht innerhalb der Femoralisscheide verläuft, was bei der Anlage von Regionalanästhesien von entscheidender Bedeutung ist.
Häufig gestellte Fragen
Laut StatPearls wird das Dreieck medial durch den Musculus adductor longus und lateral durch den Musculus sartorius begrenzt. Die kraniale Basis bildet das Ligamentum inguinale.
Von lateral nach medial verlaufen der Nervus femoralis, die Arteria femoralis, die Vena femoralis und die Lymphgefäße. Dies lässt sich in der Praxis gut mit dem Akronym NAVEL merken.
Nein, der Text stellt klar, dass der Nervus femoralis im Gegensatz zu Arterie, Vene und Lymphgefäßen außerhalb der Femoralisscheide verläuft. Dies ist ein wichtiges Detail für die Durchführung von Nervenblöcken.
Es handelt sich um den am weitesten kranial gelegenen tiefen Leistenlymphknoten im Trigonum femorale. Er empfängt Lymphe aus oberflächlichen und tiefen Knoten und wird häufig zur Metastasendiagnostik beurteilt.
Die klassische Trias besteht aus beidseitiger Claudicatio intermittens, erektiler Dysfunktion und fehlenden Femoralispulsen. Ursache ist meist eine periphere arterielle Verschlusskrankheit im Bereich der Aorta oder der Iliakalgefäße.
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Quelle: StatPearls: Anatomy, Abdomen and Pelvis: Femoral Triangle (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.