Femurkopf Anatomie und Frakturen: StatPearls
Hintergrund
Die StatPearls-Übersicht beschreibt die Anatomie und klinische Relevanz des Femurkopfs und der Fovea capitis femoris. Der Femurkopf bildet den Gelenkkopf des Hüftgelenks und weist medial eine Vertiefung auf, die als Ansatzpunkt für das Ligamentum capitis femoris (Ligamentum teres) dient.
Die Blutversorgung des Femurkopfs ist variabel und erfolgt primär über Äste der Arteria circumflexa femoris medialis und lateralis. Bei Kindern stellt die Arteria ligamenti capitis femoris, ein Ast der Arteria obturatoria, die Hauptblutversorgung dar.
Aufgrund dieser spezifischen Gefäßversorgung besteht bei Verletzungen wie Schenkelhalsfrakturen oder Hüftluxationen ein hohes Risiko für eine avaskuläre Nekrose des Femurkopfs.
Empfehlungen
Die StatPearls-Übersicht formuliert folgende klinische Kernaussagen:
Morbus Legg-Calvé-Perthes
Die Leitlinie beschreibt dies als idiopathische Osteonekrose der proximalen Femurepiphyse bei Kindern.
-
Typische Präsentation: schmerzfreies Hinken und Hüftsteifigkeit bei Jungen.
-
Behandlungsziele: Symptomlinderung, Erhalt der Beweglichkeit und Zentrierung des Femurkopfs im Acetabulum.
Epiphyseolysis capitis femoris (SCFE)
Hierbei kommt es zu einem Abrutschen der proximalen Femurepiphyse, typischerweise bei adipösen männlichen Jugendlichen in Wachstumsphasen. Als Goldstandard der Therapie wird die perkutane In-situ-Schraubenfixation mit einer kanülierten Schraube genannt.
Die Einteilung erfolgt nach dem Grad des Abrutschens der Epiphyse:
| Grad | Ausmaß des Abrutschens |
|---|---|
| Grad I | 0 % bis 33 % |
| Grad II | 34 % bis 50 % |
| Grad III | Größer als 50 % |
Femurkopffrakturen
Diese seltenen Frakturen treten laut Text fast immer in Verbindung mit Hüftluxationen auf. Es wird eine geschlossene Reposition innerhalb von 6 Stunden empfohlen, um das Risiko von Weichteil- und neurovaskulären Schäden zu minimieren.
Die Frakturen werden nach der Pipkin-Klassifikation eingeteilt:
| Typ | Beschreibung |
|---|---|
| Typ I | Hüftluxation mit Femurkopffraktur inferior der Fovea (nicht gewichttragender Teil) |
| Typ II | Hüftluxation mit Femurkopffraktur superior der Fovea (gewichttragender Teil) |
| Typ III | Typ I oder II plus Schenkelhalsfraktur (hohes Nekroserisiko) |
| Typ IV | Typ I oder II plus Fraktur des Acetabulumrandes |
Zur Therapie der Femurkopffrakturen werden folgende Ansätze beschrieben:
-
Konservative Therapie: Bei Pipkin-Typ I oder II mit weniger als 1 mm Stufenbildung (Teilbelastung für 4 bis 6 Wochen).
-
Operative Therapie (ORIF): Bei Pipkin-Typ II mit mehr als 1 mm Stufenbildung sowie bei Typ III und IV.
-
Arthroplastik: Indiziert bei älteren Patienten oder stark dislozierten, osteoporotischen Frakturen.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie betont, dass bei Femurkopffrakturen mit begleitender Hüftluxation eine Reposition innerhalb von 6 Stunden erfolgen sollte. Dies wird empfohlen, um das hohe Risiko für neurovaskuläre Verletzungen und eine avaskuläre Femurkopfnekrose zu reduzieren.
Häufig gestellte Fragen
Laut StatPearls erfolgt die Hauptblutversorgung des Femurkopfs bei Kindern über die Arteria ligamenti capitis femoris. Diese entspringt aus dem posterioren Ast der Arteria obturatoria.
Die Erkrankung betrifft typischerweise adipöse männliche Jugendliche während einer Phase schnellen Wachstums im Alter von 10 bis 16 Jahren. Die Patienten stellen sich häufig mit Leisten-, Oberschenkel- oder Knieschmerzen sowie einem Hinken vor.
Die Pipkin-Klassifikation teilt Femurkopffrakturen in vier Typen ein, abhängig von der Lage der Fraktur zur Fovea capitis und begleitenden Verletzungen. Typ III beinhaltet zusätzlich eine Schenkelhalsfraktur, Typ IV eine Fraktur des Acetabulumrandes.
Eine konservative Behandlung wird bei Frakturen vom Pipkin-Typ I oder II erwogen, sofern die Gelenkstufe weniger als 1 mm beträgt. Es wird eine Entlastung mit eingeschränktem Bewegungsumfang für 4 bis 6 Wochen empfohlen.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: StatPearls: Anatomy, Bony Pelvis and Lower Limb, Fovea Capitis Femoris (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.