StatPearls2026

Anatomie des N. cutaneus femoris lateralis: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der StatPearls-Artikel beschreibt den Nervus cutaneus femoris lateralis (LFCN) als rein sensiblen Nerv, der typischerweise aus den Wurzeln L2 und L3 entspringt. Er verläuft durch das Becken und tritt meist unter dem Ligamentum inguinale nahe der Spina iliaca anterior superior (ASIS) aus.

Seine Hauptfunktion ist die sensible Versorgung des anterolateralen und lateralen Oberschenkels. Der Nerv weist eine hohe anatomische Variabilität auf, was ihn besonders anfällig für iatrogene Verletzungen macht.

Die wichtigste klinische Entität in diesem Zusammenhang ist die Meralgia paresthetica (Bernhardt-Roth-Syndrom). Dabei handelt es sich um eine Kompressionsneuropathie, die durch Schmerzen und Sensibilitätsstörungen im Versorgungsgebiet des Nervs gekennzeichnet ist.

Empfehlungen

Der Text formuliert folgende klinische und anatomische Kernaussagen:

Anatomische Variabilität und chirurgische Risiken

Es wird betont, dass die Anatomie des LFCN stark variiert. Der Abstand zwischen dem Nerv und der ASIS bildet eine chirurgische Risikozone, die meist etwa 10 mm beträgt, aber bis zu 46 mm nach medial reichen kann.

Laut Text ist der Nerv bei verschiedenen Eingriffen gefährdet. Dazu zählen die laparoskopische Leistenhernienreparatur, die Beckenkammtransplantation und insbesondere die Hüfttotalendoprothese über den direkten vorderen Zugang (DAA).

Um das Risiko einer iatrogenen Verletzung zu minimieren, wird der Einsatz von Ultraschall zur Identifikation des Nervs empfohlen.

Verzweigungsmuster im Oberschenkel

Der Text beschreibt drei Hauptverzweigungsmuster des LFCN distal des Ligamentum inguinale, die unterschiedliche chirurgische Risiken bergen:

VerzweigungstypAnatomischer VerlaufKlinische Bedeutung / Verletzungsrisiko
Sartorius-TypDominanter vorderer Ast entlang des M. sartoriusHäufigster Typ; gefährdet bei vorderen Hüftzugängen
Posterior-TypProminenter hinterer Ast in Richtung M. tensor fasciae lataeGefährdet bei lateraler Präparation und Retraktion
Fächer-Typ (Fan)Mehrere weit fächerförmig verlaufende ÄsteHöchstes Risiko für iatrogene Verletzungen und postoperative Dysästhesien

Diagnostik der Meralgia paresthetica

Die Diagnose einer Meralgia paresthetica stützt sich auf rein sensible Symptome wie Brennen, Kribbeln oder Schmerzen am anterolateralen Oberschenkel.

Der Text hebt hervor, dass motorische Schwäche oder ein abgeschwächter Patellarsehnenreflex auf eine andere Diagnose hindeuten. Dies hilft bei der Abgrenzung zu einer lumbalen Radikulopathie.

Zu den beschriebenen Risikofaktoren gehören Adipositas, Diabetes mellitus, Schwangerschaft und das Tragen enger Kleidung. Auch eine perioperative Lagerung (z. B. Bauchlage oder Steinschnittlage) wird als potenzieller Auslöser genannt.

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💡Praxis-Tipp

Der Text weist darauf hin, dass bei persistierenden Schmerzen am anterolateralen Oberschenkel nach vorderen Hüfteingriffen stets an eine Neurapraxie des Nervus cutaneus femoris lateralis gedacht werden sollte. Da der Nerv rein sensibel ist, schließt das Vorhandensein motorischer Ausfälle eine isolierte Läsion des LFCN aus und erfordert eine erweiterte neurologische Abklärung.

Häufig gestellte Fragen

Laut Text äußert sich die Erkrankung durch brennende, kribbelnde oder juckende Schmerzen am anterolateralen Oberschenkel. Die Symptome verschlimmern sich oft bei Hüftextension, während eine Hüftflexion Linderung verschaffen kann.

Der Artikel nennt Adipositas, Diabetes mellitus, Schwangerschaft sowie das Tragen enger Kleidung oder Gürtel als häufige Ursachen. Auch bestimmte Operationslagerungen oder Narbenbildungen können den Nerv komprimieren.

Es wird beschrieben, dass eine ultraschallgestützte Identifikation des Nervs vor chirurgischen Eingriffen oder Regionalanästhesien das Verletzungsrisiko deutlich senken kann. Zudem wird bei Hüft-TEPs oft eine Modifikation des chirurgischen Zugangs nach lateral empfohlen.

Der Text betont, dass bei einer isolierten Läsion des Nervus cutaneus femoris lateralis keine motorischen Ausfälle auftreten. Zudem bleibt der Patellarsehnenreflex erhalten, was die klinische Abgrenzung zu einer lumbalen Radikulopathie ermöglicht.

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Quelle: StatPearls: Anatomy, Bony Pelvis and Lower Limb: Lateral Femoral Cutaneous Nerve (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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