StatPearls2026

Allergische bronchopulmonale Aspergillose (ABPA): StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die allergische bronchopulmonale Aspergillose (ABPA) ist eine immunvermittelte Überempfindlichkeitsreaktion auf Aspergillus-Arten, die die Atemwege besiedeln. Laut der StatPearls-Zusammenfassung betrifft die Erkrankung vorwiegend Personen mit Asthma bronchiale oder Mukoviszidose (Cystische Fibrose).

Es handelt sich nicht um eine invasive Pilzinfektion, sondern um eine überschießende T-Helfer-Zell-Typ-2-vermittelte Entzündungsreaktion. Diese wird durch die anhaltende Besiedlung der Atemwege mit Aspergillus fumigatus ausgelöst.

Unbehandelt kann die chronische Entzündung zu irreversiblen Atemwegsumbauten, zentralen Bronchiektasen und Lungenfibrose führen. Eine frühzeitige Erkennung und Therapie sind daher entscheidend, um langfristige Lungenschäden zu verhindern.

Empfehlungen

Diagnostik und Screening

Die Leitlinie empfiehlt ein jährliches Screening auf ABPA bei Personen mit Asthma oder Mukoviszidose. Dies gilt insbesondere bei häufigen Exazerbationen trotz optimierter Therapie.

Für die Diagnose werden die revidierten ISHAM-Kriterien herangezogen. Als essenzielle Kriterien gelten:

  • Ein Nachweis der Sensibilisierung gegen A. fumigatus (spezifisches IgE ≥ 0,35 kUA/L oder positiver Hauttest)

  • Ein erhöhtes Gesamt-IgE im Serum (typischerweise ≥ 500 IU/mL)

Zusätzlich müssen laut Quelle mindestens zwei weitere Kriterien erfüllt sein. Dazu zählen spezifische IgG-Antikörper, periphere Eosinophilie (≥ 500 Zellen/µL) oder typische radiologische Befunde.

Bildgebung

Als bildgebendes Verfahren der Wahl wird die hochauflösende Computertomografie (HRCT) empfohlen. Konventionelle Röntgenaufnahmen der Brust weisen eine zu geringe Sensitivität auf.

Typische HRCT-Befunde umfassen zentrale Bronchiektasen, Schleimpfropfen (Mucoid Impaction) und zentrilobuläre Knötchen.

Therapie

Systemische Kortikosteroide stellen die Erstlinientherapie der akuten ABPA dar. Sie reduzieren die Atemwegsentzündung und senken die IgE- sowie Eosinophilen-Spiegel.

Antimykotika wie Itraconazol werden als steroidsparende Strategie und zur Reduktion der Pilzlast eingesetzt. Die Leitlinie empfiehlt sie besonders bei rezidivierenden Exazerbationen oder Kortikosteroid-Abhängigkeit.

Bei refraktärer oder behandlungsabhängiger ABPA kann der Einsatz von Biologika (wie Omalizumab) erwogen werden. Inhalative Kortikosteroide ersetzen die systemische Therapie der ABPA nicht, werden aber zur Kontrolle des zugrundeliegenden Asthmas weitergeführt.

Monitoring und Verlaufskontrolle

Es wird empfohlen, das Gesamt-IgE im Serum alle 3 bis 6 Monate zu kontrollieren. Ein Abfall von mindestens 35 % vom Ausgangswert deutet auf ein adäquates Therapieansprechen hin.

Ein Anstieg des IgE-Wertes um 100 % (bzw. ≥ 50 % vom Post-Therapie-Nadir) signalisiert ein Rezidiv. Da bis zu 35 % der Schübe asymptomatisch verlaufen, ist das laborchemische Monitoring essenziell.

Dosierung

Medikamentöse Therapie

Die Leitlinie nennt folgende Dosierungsschemata für die Behandlung der ABPA:

WirkstoffDosierungIndikation / Bemerkung
PrednisolonInitial 0,5 mg/kg/Tag für 2 Wochen, dann 0,5 mg/kg jeden 2. Tag für ca. 8 Wochen, gefolgt von AusschleichenErstlinientherapie der akuten ABPA
Itraconazol (Erwachsene)200 mg 3x/Tag für 3 Tage, dann 2x täglich 200 mg für ca. 16 WochenSteroidsparende Therapie, bei Rezidiven
Itraconazol (Kinder)5 mg/kg/Tag (einmalig oder aufgeteilt, falls Dosis > 200 mg/Tag)Steroidsparende Therapie
Voriconazol400 mg alle 12h für 2 Dosen, dann 200 mg 2x täglich für 16 WochenAlternative bei Unverträglichkeit von Itraconazol
Omalizumab75 bis 375 mg subkutan alle 2 bis 4 Wochen (gewichts- und IgE-adaptiert)Add-on bei refraktärer/steroidabhängiger ABPA

ISHAM-Klassifikation nach HRCT-Befund

Die Leitlinie teilt die ABPA anhand der bildgebenden Befunde in folgende Stadien ein:

KlassifikationKriterien (HRCT-Befund)
Serologische ABPA (ABPA-S)Erfüllte Diagnosekriterien ohne radiologische ABPA-Befunde
ABPA mit Bronchiektasen (ABPA-B)Erfüllte Diagnosekriterien plus Nachweis von Bronchiektasen
ABPA mit hochdichtem Schleim (ABPA-HAM)ABPA plus hochdichter Schleim (High Attenuation Mucus)
ABPA mit Schleimpfropfen (ABPA-MP)ABPA mit Schleimpfropfen, aber ohne hochdichten Schleim
ABPA mit chronischer Fibrose (ABPA-CPF)ABPA plus mindestens 2 radiologische Zeichen einer Fibrose

Kontraindikationen

Bei der Therapie mit Itraconazol und Voriconazol wird auf mögliche Hepatotoxizität, periphere Neuropathie, Sehstörungen und QT-Verlängerung hingewiesen. Es wird empfohlen, auf Arzneimittelwechselwirkungen zu achten.

Für systemische Glukokortikoide nennt die Quelle bekannte Risiken wie Hypertonie, Diabetes, Osteoporose und Nebennierensuppression. Ein regelmäßiges Monitoring der Knochendichte, der Leberwerte, des Blutzuckers und des Blutdrucks wird empfohlen.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist darauf hin, dass bis zu 35 % der ABPA-Schübe klinisch asymptomatisch verlaufen können. Daher wird ein regelmäßiges laborchemisches Monitoring des Gesamt-IgE-Wertes dringend empfohlen, da ein Anstieg oft einem klinischen Rezidiv vorausgeht. Zudem wird betont, dass inhalative Kortikosteroide zur Behandlung der ABPA wirkungslos sind und eine systemische Therapie nicht ersetzen können.

Häufig gestellte Fragen

Die Diagnose basiert laut Leitlinie auf den ISHAM-Kriterien. Diese fordern eine zugrundeliegende Erkrankung (meist Asthma oder Mukoviszidose), den Nachweis einer Sensibilisierung gegen A. fumigatus sowie ein deutlich erhöhtes Gesamt-IgE im Serum.

Es wird die hochauflösende Computertomografie (HRCT) der Lunge als Methode der Wahl empfohlen. Konventionelle Röntgenbilder sind oft unauffällig und weisen eine zu geringe Sensitivität auf.

Als Erstlinientherapie empfiehlt die Quelle systemische Kortikosteroide wie Prednisolon über mehrere Monate. Antimykotika wie Itraconazol können als steroidsparende Maßnahme ergänzt werden.

Eine Remission liegt laut Leitlinie vor, wenn über mindestens 6 Monate eine klinische und radiologische Besserung besteht. Zudem muss die systemische Kortikosteroidtherapie beendet sein und das Gesamt-IgE darf nicht um 50 % oder mehr ansteigen.

Inhalative Kortikosteroide dienen laut Quelle lediglich der Kontrolle des zugrundeliegenden Asthmas. Sie sind nicht geeignet, um die Entzündungsreaktion der ABPA zu behandeln oder systemische Steroide zu ersetzen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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