DrugBank Open DataReference Database2026CardiovascularAllgemeinmedizinPharmakologie

Spironolacton: Dosierung, Indikationen & Interaktionen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DrugBank Open Data (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Kurzprofil der DrugBank-Datenbank. Spironolacton ist ein kaliumsparendes Diuretikum und ein Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonist.

Der Wirkstoff fungiert als kompetitiver Antagonist am Aldosteron-Rezeptor. Dadurch wird die Natriumrückresorption sowie die Kaliumausscheidung im Sammelrohr der Niere reduziert.

Zusätzlich besitzt Spironolacton antiandrogene Eigenschaften. Bei Herzinsuffizienz (HFrEF) konnte in der RALES-Studie ein Mortalitätsvorteil nachgewiesen werden.

Empfehlungen

Indikationen

Laut dem DrugBank-Profil wird Spironolacton für verschiedene kardiovaskuläre und endokrinologische Erkrankungen eingesetzt. Zu den Hauptindikationen zählen die Herzinsuffizienz (HFrEF) sowie die therapieresistente Hypertonie.

Darüber hinaus wird der Wirkstoff bei primärem Hyperaldosteronismus und Aszites infolge einer Leberzirrhose angewendet. Aufgrund der antiandrogenen Wirkung erfolgt auch ein Einsatz bei Akne und Hirsutismus bei Frauen sowie im Off-Label-Use beim polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS).

Pharmakokinetik und Anwendung

Die orale Bioverfügbarkeit liegt bei etwa 90 Prozent. Es wird empfohlen, das Medikament mit der Nahrung einzunehmen.

Der aktive Metabolit ist Canrenon, welcher eine Halbwertszeit von 16,5 Stunden aufweist, während die Muttersubstanz eine Halbwertszeit von 1,4 Stunden hat. Der volle antihypertensive Effekt tritt laut Profil erst nach zwei bis drei Wochen ein.

Interaktionen und Nebenwirkungen

Das Profil warnt vor der Kombination mit bestimmten Medikamenten, da das Risiko einer Hyperkaliämie steigt. Dies betrifft insbesondere:

  • ACE-Hemmer und Angiotensin-Rezeptor-Blocker (Sartane)

  • Kaliumpräparate und Trimethoprim

  • NSAR (zusätzlich verminderte Wirksamkeit von Spironolacton)

Zudem können die Spiegel von Lithium und Digoxin ansteigen. Bei Digoxin kann es zusätzlich zu einer Interferenz bei der Laborbestimmung kommen.

Als gefährlichste Nebenwirkung wird die Hyperkaliämie genannt. Dosisabhängig kann bei bis zu 10 Prozent der Behandelten eine Gynäkomastie auftreten, weitere mögliche unerwünschte Wirkungen sind Brustspannen, Menstruationsstörungen, gastrointestinale Beschwerden und Schwindel.

Dosierung

Das DrugBank-Profil gibt folgende Dosierungsrichtlinien für die tägliche Einmalgabe (QD) an:

IndikationTägliche Dosierung (QD)
Herzinsuffizienz25 - 50 mg
Hypertonie25 - 100 mg
Aszites100 - 400 mg

Zusätzlich wird ein Monitoring des Kaliumspiegels empfohlen. Dieses sollte nach einer Woche, nach einem Monat und anschließend in regelmäßigen Abständen erfolgen.

Kontraindikationen

Laut DrugBank bestehen folgende Kontraindikationen für die Anwendung von Spironolacton:

  • Hyperkaliämie (Kalium > 5,5 mmol/L)

  • Schwere Nierenfunktionseinschränkung (eGFR < 30)

  • Morbus Addison

  • Gleichzeitige Einnahme von Eplerenon

ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein besonderes Augenmerk sollte auf das Risiko einer Hyperkaliämie gelegt werden, insbesondere wenn Spironolacton mit ACE-Hemmern, Sartanen oder NSAR kombiniert wird. Das DrugBank-Profil empfiehlt daher zwingend eine Kontrolle des Kaliumwertes nach einer Woche, nach einem Monat und danach in regelmäßigen Intervallen. Zudem ist zu beachten, dass der volle blutdrucksenkende Effekt erst nach zwei bis drei Wochen eintritt.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem DrugBank-Profil tritt der volle antihypertensive Effekt nicht sofort ein. Es wird beschrieben, dass es zwei bis drei Wochen dauern kann, bis die maximale Blutdrucksenkung erreicht ist.

Der Wirkstoff besitzt neben seiner diuretischen Wirkung auch antiandrogene Eigenschaften. Dies führt laut Profil dosisabhängig bei bis zu 10 Prozent der Behandelten zu einer Gynäkomastie (Brustwachstum).

Es wird ein strukturiertes Monitoring des Kaliumspiegels empfohlen. Die Kontrollen sollten nach einer Woche, nach einem Monat und im weiteren Verlauf in regelmäßigen Abständen erfolgen.

Das Profil warnt vor der Kombination mit NSAR wie Ibuprofen. Diese können nicht nur die Wirksamkeit von Spironolacton vermindern, sondern auch das Risiko für eine gefährliche Hyperkaliämie erhöhen.

Zu den absoluten Kontraindikationen zählen eine Hyperkaliämie über 5,5 mmol/L und eine schwere Niereninsuffizienz mit einer eGFR unter 30. Auch bei Morbus Addison oder der gleichzeitigen Gabe von Eplerenon darf das Medikament laut DrugBank nicht eingesetzt werden.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: DrugBank: Spironolactone - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.