Sinus pilonidalis: Diagnostik und operative Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Sinus pilonidalis ist eine erworbene, akut oder chronisch verlaufende Entzündung im subkutanen Fettgewebe, die überwiegend in der Steißbeinregion auftritt. Die Erkrankung wird durch das Eindringen von scharfen Haarfragmenten in die Haut begünstigt, was zu einer Fremdkörperreaktion führt.

Die AWMF S3-Leitlinie unterscheidet drei klinische Erscheinungsformen: den blanden (asymptomatischen) Befund, die akute Abszedierung und das chronische Stadium. Die Wahl der Therapie richtet sich nach der jeweiligen Ausprägung und Symptomatik.

Eine spontane Abheilung der chronischen Form ist sehr unwahrscheinlich. Daher stellt die operative Sanierung hier die Standardtherapie dar, wobei verschiedene chirurgische Techniken mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen zur Verfügung stehen.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, einen akuten Pilonidalabszess sofort radikal zu exzidieren. Es wird stattdessen eine zweizeitige Strategie mit initialer Entlastung und späterer definitiver Sanierung im entzündungsfreien Intervall empfohlen. Zudem wird betont, dass bei der offenen Wundbehandlung die Exzision auf das absolut Notwendige beschränkt werden sollte, um die lange Arbeitsunfähigkeit zu minimieren.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie bedarf ein blander, asymptomatischer Sinus pilonidalis keiner Therapie. Eine prophylaktische Operation wird nicht empfohlen.

Die Leitlinie empfiehlt, auf eine routinemäßige perioperative Single-Shot-Antibiotikaprophylaxe zu verzichten. Eine lokale Applikation von Antibiotika kann in Einzelfällen erwogen werden, eine generelle Empfehlung besteht jedoch nicht.

Aufgrund der aktuellen Datenlage gibt die Leitlinie keine generelle Empfehlung für eine Laser-Epilation ab. Bei jungen Patienten mit familiärer Belastung oder mehrfachen Rezidiven kann sie jedoch als Einzelfallentscheidung erwogen werden.

Plastische, asymmetrische Verfahren (Off-midline-Verfahren wie die Karydakis- oder Limberg-Plastik) weisen gemäß der Leitlinie die niedrigsten Rezidivraten auf. Die primäre Mittelliniennaht hat hingegen das höchste Rezidivrisiko und gilt als obsolet.

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Quelle: Sinus pilonidalis (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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