SARS-CoV-2 in der Schwangerschaft: Therapie & Geburt
Hintergrund
Die AWMF-Leitlinie (S2k) behandelt den Umgang mit SARS-CoV-2-Infektionen während der Schwangerschaft, der Geburt und im Wochenbett. Schwangere haben im Vergleich zu nicht-schwangeren Frauen gleichen Alters ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.
Eine Infektion erfordert spezifische Anpassungen in der geburtshilflichen und neonatologischen Betreuung. Ziel ist es, sowohl die Mutter als auch das ungeborene Kind bestmöglich zu überwachen und gleichzeitig das medizinische Personal zu schützen.
Die Leitlinie betont, dass asymptomatische Verläufe häufig sind. Daher sind strukturierte Screening- und Hygienekonzepte in den Kliniken von zentraler Bedeutung für die Infektionsprävention.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie weist darauf hin, dass bei der maternalen COVID-19-Therapie mit Dexamethason eine hohe Plazentagängigkeit besteht. Es wird empfohlen, als Alternative Prednisolon oder Hydrocortison zu erwägen, um mögliche Nebenwirkungen am Fetus zu reduzieren. Zudem wird betont, dass eine SARS-CoV-2-Infektion per se keine Indikation zur vorzeitigen Entbindung oder primären Sectio darstellt.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie wird einer negativ getesteten Gebärenden eine Begleitperson ermöglicht. Ist die Gebärende positiv, wird aus Infektionsschutzgründen von einer Begleitperson abgeraten, es sei denn, es liegen besondere individuelle Gründe vor.
Die Leitlinie empfiehlt, das Stillen auch bei positiven Müttern zu unterstützen. Es wird jedoch auf die Einhaltung strikter Hygienemaßnahmen wie das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes und Händedesinfektion hingewiesen.
Es wird der frühzeitige Einsatz neuraxialer Analgesieverfahren wie der Periduralanästhesie (PDA) empfohlen. Von der Verwendung von Lachgas wird aufgrund der vermehrten Aerosolbildung abgeraten.
Ein allgemeines Screening asymptomatischer Neugeborener wird nicht empfohlen. Bei einer infektiösen Mutter sollte jedoch laut Leitlinie ein PCR-Abstrich des Kindes innerhalb der ersten 24 Lebensstunden erfolgen.
Bei stationärer Aufnahme wegen COVID-19 wird eine medikamentöse Prophylaxe mit niedermolekularem Heparin empfohlen. Bei ambulanter Betreuung und asymptomatischem Verlauf ohne weitere Risikofaktoren ist keine Antikoagulation indiziert.
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Quelle: Sars-CoV-2 in der Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett (AWMF, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung, nicht ärztlich geprüft. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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