BfArM2018

Saccharomyces boulardii Kontraindikationen: BfArM

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dieser Artikel basiert auf einem Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2018. Er thematisiert neue Sicherheitswarnungen zu Arzneimitteln mit dem probiotischen Wirkstoff Saccharomyces boulardii (Saccharomyces cerevisiae HANSEN CBS 5926).

Hintergrund der Warnung sind Berichte über seltene Fälle von Fungämien. Diese traten bei schwerkranken Patienten auf und führten in einigen Fällen zum Tod.

Empfehlungen

Infektionsschutz und Handhabung

Laut Rote-Hand-Brief besteht ein Risiko der Übertragung nicht nur für die behandelten Personen selbst, sondern auch für Mitpatienten im selben Raum. Die Kontamination kann dabei über die Hände des medizinischen Personals oder über die Raumluft erfolgen.

Zur Minimierung des Infektionsrisikos werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Kapseln und Beutel mit Saccharomyces boulardii dürfen nicht in den Krankenzimmern geöffnet werden.

  • Während der Handhabung der Präparate wird das Tragen von Handschuhen empfohlen.

Kontraindikationen

Der Rote-Hand-Brief benennt klare Kontraindikationen und Risikogruppen für die Anwendung von Saccharomyces boulardii. Eine Gefährdung besteht insbesondere für folgende Patientengruppen, auch wenn diese das Präparat nicht selbst einnehmen, sich aber in unmittelbarer Nähe zu behandelten Patienten aufhalten:

  • Schwerkranke Patienten

  • Immunsupprimierte Patienten

  • Patienten mit einem zentralen Venenkatheter (ZVK)

  • Patienten mit peripheren Venenkathetern

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💡Praxis-Tipp

Ein kritischer Aspekt bei der Verabreichung von Saccharomyces boulardii ist das Risiko einer aerogenen oder manuellen Kreuzkontamination. Es wird im Rote-Hand-Brief dringend darauf hingewiesen, dass auch unbehandelte, immunsupprimierte Bettnachbarn mit Venenkathetern durch das bloße Öffnen der Kapseln im selben Zimmer einer lebensbedrohlichen Fungämie-Gefahr ausgesetzt werden.

Häufig gestellte Fragen

Das BfArM informierte über seltene, aber teils tödlich verlaufende Fälle von Fungämien bei schwerkranken Patienten. Daraufhin wurden neue Kontraindikationen und Handhabungsvorschriften für den klinischen Alltag formuliert.

Laut Rote-Hand-Brief kann eine Kontamination von unbehandelten Patienten über die Hände des Personals oder über die Raumluft erfolgen. Dies ist besonders für schwerkranke Bettnachbarn gefährlich.

Ein erhöhtes Risiko für eine Fungämie besteht für schwerkranke und immunsupprimierte Patienten. Zudem sind Personen mit zentralen oder peripheren Venenkathetern besonders gefährdet.

Es wird empfohlen, Beutel und Kapseln niemals im Patientenzimmer zu öffnen, um eine aerogene Verbreitung zu verhindern. Zudem sollte das Personal bei der Handhabung der Präparate Handschuhe tragen.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu neuen Kontraindikationen von Saccharomyces boulardii (Saccharomyces cerevisiae HANSEN CBS 5926) bei schwerkranken oder immunsupprimierten Patienten (BfArM, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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