Donepezil: QTc-Verlängerung (BfArM Rote-Hand-Brief)
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2021. Donepezil ist ein Acetylcholinesterase-Hemmer, der primär zur symptomatischen Behandlung der leichten bis mittelschweren Alzheimer-Demenz eingesetzt wird.
Nach der Markteinführung von donepezilhaltigen Arzneimitteln wurden neue sicherheitsrelevante Erkenntnisse gewonnen. Das BfArM informiert über kardiale Nebenwirkungen, die im Rahmen der Post-Marketing-Überwachung erfasst wurden.
Empfehlungen
Kardiale Risiken
Laut dem Rote-Hand-Brief wurden nach der Markteinführung Fälle von QTc-Intervallverlängerungen im Zusammenhang mit der Anwendung von Donepezil berichtet. Zudem traten Fälle von Torsade de Pointes auf.
Risikogruppen
Das BfArM mahnt zur besonderen Vorsicht bei bestimmten Patientengruppen. Eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung wird bei folgenden Konstellationen empfohlen:
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Patienten mit einer bestehenden QTc-Intervallverlängerung
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Patienten mit einer familiären Vorbelastung für QTc-Verlängerungen
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Personen mit relevanten Herzerkrankungen
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Patienten, die gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln behandelt werden, welche das QTc-Intervall beeinflussen können
Klinisches Management
Aufgrund dieser Risiken wird ärztliches Personal dazu angehalten, die kardiale Anamnese vor Beginn einer Therapie mit Donepezil genau zu erheben. Es wird empfohlen, die Begleitmedikation auf mögliche pharmakodynamische Interaktionen zu prüfen.
Kontraindikationen
Der Rote-Hand-Brief formuliert ausdrückliche Warnhinweise für die Anwendung von Donepezil bei kardial vorbelasteten Patienten. Besondere Vorsicht ist geboten bei:
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Vorbestehender oder familiärer QTc-Intervallverlängerung
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Relevanter kardialer Grunderkrankung
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Komedikation mit QTc-verlängernden Wirkstoffen
💡Praxis-Tipp
Vor der Verordnung von Donepezil wird eine Überprüfung der Begleitmedikation auf potenziell QTc-verlängernde Substanzen empfohlen. Bei Patienten mit kardialen Vorerkrankungen sollte laut BfArM besondere Vorsicht walten und gegebenenfalls ein EKG-Monitoring erwogen werden.
Häufig gestellte Fragen
Das BfArM informierte 2021 darüber, dass nach der Markteinführung Fälle von QTc-Intervallverlängerungen und Torsade de Pointes unter der Therapie mit Donepezil berichtet wurden.
Laut Rote-Hand-Brief ist Vorsicht geboten bei Patienten mit bestehender oder familiärer QTc-Verlängerung sowie bei relevanten Herzerkrankungen. Auch eine Komedikation mit QTc-verlängernden Medikamenten stellt einen Risikofaktor dar.
Torsade de Pointes ist eine spezifische, potenziell lebensbedrohliche Form der polymorphen ventrikulären Tachykardie. Sie kann durch Medikamente ausgelöst werden, die das QTc-Intervall im EKG verlängern.
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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Donepezil: QTc-Intervallverlängerung und Torsade de Pointes (BfArM, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.