RKI/STIKO2026Infektiologie

HPV-Impfung: STIKO-Algorithmus zur Umsetzung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: RKI/STIKO (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die STIKO-Leitlinie des Robert Koch-Instituts definiert den praktischen Algorithmus zur Umsetzung der HPV-Impfempfehlung. Ziel ist ein strukturierter Ablauf für die Standard- und Nachholimpfung bei Kindern und Jugendlichen.

Humane Papillomviren (HPV) können verschiedene Krebserkrankungen, insbesondere das Zervixkarzinom, verursachen. Da die aktuell verfügbaren Impfstoffe nicht gegen alle potenziell onkogenen HPV-Typen schützen, bleibt die Früherkennung essenziell.

Die Zulassung aller verfügbaren HPV-Impfstoffe gilt erst ab einem Alter von 9 Jahren. Für jüngere Kinder ist die Impfung laut Leitlinie nicht vorgesehen.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler im Praxisalltag ist die Unterschreitung des 5-Monats-Abstands beim 2-Dosen-Schema der 9- bis 14-Jährigen. Die Leitlinie betont, dass in einem solchen Fall zwingend eine dritte Impfstoffdosis verabreicht werden muss, um einen vollständigen Schutz zu gewährleisten. Zudem wird daran erinnert, junge Frauen darauf hinzuweisen, dass die Impfung die reguläre Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge ab 20 Jahren nicht ersetzt.

Häufig gestellte Fragen

Laut STIKO-Leitlinie wird für Kinder zwischen 9 und 14 Jahren ein 2-Dosen-Schema empfohlen. Der Mindestabstand zwischen der ersten und zweiten Impfung beträgt dabei 5 Monate.

Wenn der Mindestabstand von 5 Monaten beim 2-Dosen-Schema unterschritten wird, ist die Impfserie unvollständig. Es wird in diesem Fall die Gabe einer dritten Impfstoffdosis empfohlen.

Bei einem Start ab 15 Jahren ist ein 3-Dosen-Schema erforderlich. Die zweite Dosis wird frühestens nach einem Monat verabreicht, die dritte Dosis je nach Impfstoff frühestens 3 Monate nach der zweiten (Gardasil9) oder 5 Monate nach der ersten (Cervarix).

Die Leitlinie weist darauf hin, dass auch über 17-Jährige von der Impfung profitieren können. Die Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenversicherungen muss in diesen Fällen jedoch vorab individuell geklärt werden.

Alle aktuell verfügbaren HPV-Impfstoffe sind erst ab einem Alter von 9 Jahren zugelassen. Für jüngere Kinder ist die Impfung laut Leitlinie nicht vorgesehen.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: RKI: HPV (RKI/STIKO, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien