AWMF2026Dermatologie

Psoriasis vulgaris: Systemtherapie und Biologika

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF S3-Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris (Version 8.0, 2026) bietet eine evidenzbasierte Entscheidungshilfe für die systemische Behandlung von Erwachsenen. Das primäre Ziel ist die Verminderung der Morbidität und die Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität.

Eine mittelschwere bis schwere Psoriasis liegt laut Leitlinie vor, wenn die betroffene Körperoberfläche (BSA) oder der Psoriasis Area and Severity Index (PASI) größer als 10 ist und der Dermatology Life Quality Index (DLQI) einen Wert über 10 aufweist. Auch eine ausgeprägte Beteiligung sichtbarer Areale, der Kopfhaut, der Nägel oder des Genitalbereichs rechtfertigt diese Einstufung.

Die Leitlinie berücksichtigt neben konventionellen Systemtherapeutika auch neue zielgerichtete kleine Moleküle (Small Molecules) und Biologika. Ein besonderer Fokus liegt auf der Therapieauswahl bei Vorliegen von Komorbiditäten wie chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Herzkrankheiten oder Infektionen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Verordnung von TNF-Inhibitoren wird laut Leitlinie besondere Vorsicht bei neurologischen und kardialen Begleiterkrankungen angeraten. Es wird empfohlen, TNFi bei Personen mit multipler Sklerose oder fortgeschrittener Herzinsuffizienz (HFrEF) strikt zu vermeiden. Zudem weist die Leitlinie darauf hin, dass unter einer TNFi-Therapie paradoxerweise psoriasiforme Läsionen neu auftreten können, was einen Wechsel auf eine andere Biologika-Klasse erforderlich machen kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie liegt eine mittelschwere bis schwere Psoriasis vor, wenn BSA oder PASI größer als 10 sind und der DLQI über 10 liegt. Auch eine ausgeprägte Beteiligung von sichtbaren Arealen, Kopfhaut, Genitalien oder Nägeln rechtfertigt diese Einstufung.

Die Leitlinie empfiehlt Certolizumab pegol als Therapie der ersten Wahl, wenn im zweiten oder dritten Trimenon der Schwangerschaft ein Biologikum erforderlich ist. Konventionelle Therapeutika wie Methotrexat oder Acitretin sind bei Kinderwunsch streng kontraindiziert.

Es wird von der Leitlinie abgeraten, IL-17-Inhibitoren bei Personen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen einzusetzen. Stattdessen werden TNFi, Anti-IL-12/23p40 oder Anti-IL-23p19 empfohlen.

Gemäß Leitlinie wird empfohlen, die Leberwerte (ALT, AST, Gamma-GT, AP) vor der Therapie, innerhalb der ersten zwei Wochen, innerhalb der ersten drei Monate und danach alle drei Monate zu kontrollieren. Bei Leberwerten, die das Zwei- bis Dreifache des Ausgangswertes übersteigen, sollte eine Dosisreduktion oder ein Therapieende erwogen werden.

Vor der Einleitung einer Therapie mit Biologika oder Deucravacitinib wird die Durchführung eines Interferon-Gamma-Release-Assays (IGRA) zum Ausschluss einer latenten Tuberkulose empfohlen. Ein zusätzliches Röntgen-Thorax ist laut Leitlinie nur bei erhöhtem Risiko oder Verdacht auf falsch-negative IGRA-Ergebnisse erforderlich.

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Quelle: Therapie der Psoriasis vulgaris (AWMF, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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