Präeklampsie: Screening und ASS-Prophylaxe-Empfehlung

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: USPSTF (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die US Preventive Services Task Force (USPSTF) hat 2017 eine Leitlinie zum Screening und zur Prävention der Präeklampsie veröffentlicht. Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract der Leitlinie.

Präeklampsie ist eine ernstzunehmende hypertensive Schwangerschaftserkrankung, die mit erheblichen Risiken für Mutter und Kind einhergeht. Eine schwere Präeklampsie ist laut Leitlinie definiert durch Blutdruckwerte von ≥ 160/110 mmHg, Proteinurie und Endorganschäden.

Ziel der USPSTF-Empfehlungen ist es, durch ein frühzeitiges Screening und eine gezielte medikamentöse Prophylaxe bei Risikopatientinnen die Inzidenz und die Komplikationen dieser Erkrankung zu reduzieren. Die Empfehlungen erhielten den USPSTF-Grad B, was eine hohe Sicherheit für einen moderaten Nutzen oder eine moderate Sicherheit für einen moderaten bis substanziellen Nutzen bedeutet.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen:

Screening

Es wird empfohlen, bei allen Schwangeren ein Screening auf Präeklampsie durchzuführen. Dies sollte laut Leitlinie durch regelmäßige Blutdruckmessungen bei jedem pränatalen Vorsorgetermin während der gesamten Schwangerschaft erfolgen.

Medikamentöse Prävention

Für Schwangere mit einem hohen Risiko für eine Präeklampsie empfiehlt die Leitlinie die prophylaktische Einnahme von niedrig dosiertem Aspirin. Mit dieser medikamentösen Prävention sollte nach der 12. Schwangerschaftswoche begonnen werden.

Bei Vorliegen von mehreren moderaten Risikofaktoren kann der Einsatz von Aspirin laut Leitlinie ebenfalls erwogen werden.

Risikostratifizierung

Die Indikation zur Prophylaxe richtet sich nach dem individuellen Risikoprofil der Schwangeren. Die Leitlinie teilt die Risikofaktoren in zwei Kategorien ein:

RisikokategorieZugehörige Risikofaktoren
Hohes RisikoZ.n. Präeklampsie (stärkster Risikofaktor), Mehrlingsschwangerschaft, chronische Hypertonie, Diabetes mellitus Typ 1 oder 2, Nierenerkrankungen, Autoimmunerkrankungen (SLE, Antiphospholipid-Syndrom)
Moderates RisikoNulliparität, Adipositas, positive Familienanamnese, Alter > 35 Jahre, In-vitro-Fertilisation (IVF), Schwangerschaftsintervall > 10 Jahre

Dosierung

Die Leitlinie nennt folgendes Dosierungsschema zur medikamentösen Prävention:

MedikamentDosierungIndikationZeitpunkt
Aspirin (Low-Dose)81 mg/TagPräeklampsie-Prophylaxe bei hohem Risiko (oder multiplen moderaten Risiken)Ab der 12. Schwangerschaftswoche
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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist ein Zustand nach einer vorherigen Präeklampsie der stärkste einzelne Risikofaktor für ein erneutes Auftreten. Es wird zudem hervorgehoben, dass nicht nur isolierte Hochrisikofaktoren, sondern auch die Kombination mehrerer moderater Risikofaktoren (wie Adipositas, Nulliparität und ein Alter über 35 Jahren) eine Indikation für eine Aspirin-Prophylaxe darstellen können.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt den Beginn der Einnahme von niedrig dosiertem Aspirin (81 mg/Tag) nach der 12. Schwangerschaftswoche.

Zu den Hochrisikofaktoren zählen laut Leitlinie unter anderem eine stattgehabte Präeklampsie, Mehrlingsschwangerschaften, chronische Hypertonie, Diabetes mellitus sowie Nieren- oder Autoimmunerkrankungen.

Es wird empfohlen, das Screening durch routinemäßige Blutdruckmessungen bei jedem pränatalen Vorsorgetermin während der gesamten Schwangerschaft durchzuführen.

Gemäß der Leitlinie ist eine schwere Präeklampsie definiert durch Blutdruckwerte von ≥ 160/110 mmHg in Kombination mit Proteinurie und Endorganschäden.

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Quelle: USPSTF: Preeclampsia: Screening and Prevention (Grade B, 2017) (USPSTF, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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