Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen: USPSTF-Screening
📋Auf einen Blick
- •Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen sind eine Hauptursache für mütterliche Morbidität und Mortalität.
- •Die Inzidenz hat sich von 1993 bis 2016/2017 mehr als verdoppelt (auf 1021 Fälle pro 10.000 Entbindungen).
- •Die USPSTF empfiehlt das Screening mittels Blutdruckmessung während der gesamten Schwangerschaft (Grad-B-Empfehlung).
Hintergrund
Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen gehören in den USA zu den führenden Ursachen für mütterliche Morbidität und Mortalität. Die Rate dieser Erkrankungen ist in den letzten Jahrzehnten signifikant gestiegen.
| Zeitraum | Fälle pro 10.000 Entbindungen |
|---|---|
| 1993 | ca. 500 |
| 2016-2017 | 1021 |
Zielgruppe
Das Screening richtet sich an schwangere Personen ohne bereits bekannte Diagnose einer hypertensiven Schwangerschaftserkrankung oder einer chronischen Hypertonie.
Screening-Empfehlung
Die US Preventive Services Task Force (USPSTF) kommt mit moderater Sicherheit zu dem Schluss, dass das Screening auf hypertensive Erkrankungen in der Schwangerschaft einen substanziellen Nettonutzen aufweist.
- Maßnahme: Screening auf hypertensive Erkrankungen mittels Blutdruckmessungen während der gesamten Schwangerschaft.
- Empfehlungsgrad: B
💡Praxis-Tipp
Führen Sie bei Schwangeren ohne vorbekannte Hypertonie bei jeder Vorsorgeuntersuchung eine routinemäßige Blutdruckmessung durch, um hypertensive Entgleisungen frühzeitig zu erkennen.