Aspirin zur Präeklampsie-Prävention: Leitlinie (USPSTF)
📋Auf einen Blick
- •Präeklampsie betrifft etwa 4 % der Schwangerschaften und ist eine Hauptursache für mütterliche und kindliche Morbidität.
- •Schwangere mit hohem Risiko für eine Präeklampsie profitieren signifikant von einer medikamentösen Prophylaxe.
- •Die USPSTF empfiehlt Low-Dose-Aspirin (81 mg/d) ab der 12. Schwangerschaftswoche für diese Hochrisikogruppe.
Hintergrund
Die Präeklampsie ist eines der ernsthaftesten Gesundheitsprobleme in der Schwangerschaft und betrifft in den USA etwa 4 % aller Schwangerschaften. Sie trägt maßgeblich zur Morbidität und Mortalität von Mutter und Kind bei. Zudem ist sie für 6 % aller Frühgeburten und 19 % der medizinisch indizierten Frühgeburten verantwortlich.
Es bestehen deutliche ethnische Disparitäten: Nicht-hispanische schwarze Frauen haben ein höheres Risiko, an einer Präeklampsie zu erkranken, und weisen höhere Raten an mütterlicher und kindlicher Morbidität sowie perinataler Mortalität auf.
Empfehlung zur Prävention
Die USPSTF kommt mit moderater Sicherheit zu dem Schluss, dass ein substanzieller Nettonutzen für die tägliche Einnahme von niedrig dosiertem Aspirin (Low-Dose-Aspirin) besteht, um Komplikationen bei Hochrisikoschwangerschaften zu vermeiden.
Ziele der Prävention:
- Reduktion des Präeklampsie-Risikos
- Verhinderung von Frühgeburten
- Vermeidung von "Small for Gestational Age" (SGA) und intrauteriner Wachstumsretardierung (IUGR)
- Senkung der perinatalen Mortalität
Therapie-Schema
| Parameter | Empfehlung |
|---|---|
| Zielgruppe | Schwangere mit hohem Risiko für Präeklampsie (ohne Kontraindikationen) |
| Medikament | Low-Dose-Aspirin |
| Dosierung | 81 mg/Tag |
| Zeitpunkt | Ab der 12. Schwangerschaftswoche |
| Empfehlungsgrad | Grad B |
💡Praxis-Tipp
Beginnen Sie bei Schwangeren mit hohem Präeklampsie-Risiko rechtzeitig ab der 12. Schwangerschaftswoche mit der täglichen Gabe von 81 mg Aspirin, sofern keine Kontraindikationen bestehen.