Kolorektales Karzinom (KRK): Diagnostik und Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Leitlinienprogramm Onkologie (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das kolorektale Karzinom (KRK) gehört zu den häufigsten malignen Tumoren in Deutschland. Die S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom (2019) bietet evidenzbasierte Empfehlungen für eine standardisierte Diagnostik und Therapie.

Das Dokument deckt das gesamte Spektrum von der Prävention in der asymptomatischen Bevölkerung über die Früherkennung bis hin zur Nachsorge ab. Ein besonderer Fokus liegt auf der Identifikation und Betreuung genetischer Risikogruppen wie HNPCC oder FAP.

Zu den wesentlichen Neuerungen der Aktualisierung gehören angepasste Empfehlungen zum Polypenmanagement und zur Dauer der adjuvanten Therapie. Zudem wurden die Algorithmen zur zielgerichteten Systemtherapie in der palliativen Situation detailliert überarbeitet.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, bei Patienten mit einer nachgewiesenen RAS-Mutation anti-EGFR-Antikörper (wie Cetuximab oder Panitumumab) einzusetzen, da dies zu einem ungünstigeren Therapieergebnis führen kann. Zudem wird betont, dass das numerische Alter per se keine Kontraindikation für eine adjuvante Chemotherapie darstellt. Bei Patienten über 70 Jahren sollte jedoch laut Leitlinie auf oxaliplatinhaltige Regime verzichtet werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie hängt das Intervall von Anzahl, Größe und Histologie der entfernten Adenome ab. Bei ein bis zwei kleinen tubulären Adenomen wird eine Kontrolle nach 5 bis 10 Jahren empfohlen, bei Hochrisiko-Adenomen oder multiplen Polypen sollte die Untersuchung bereits nach 3 Jahren erfolgen.

Es wird die Bestimmung des CEA-Wertes alle 6 Monate für mindestens 2 Jahre empfohlen. Die routinemäßige Bestimmung anderer Laborwerte oder Tumormarker wie CA 19-9 wird von der Leitlinie nicht empfohlen.

Die Leitlinie rät von der Einnahme von COX-2-Hemmern, Acetylsalicylsäure (ASS) oder Hormontherapien zur Primärprävention in der asymptomatischen Bevölkerung ab. Auch für Mikronährstoffe oder Vitamine gibt es keine gesicherten Daten für einen präventiven Nutzen.

Für das lokale Staging wird vorzugsweise ein MRT des Beckens empfohlen, um den Abstand zur mesorektalen Faszie zu beurteilen. Bei mutmaßlichen T1-Karzinomen sollte laut Leitlinie eine Endosonographie durchgeführt werden.

Nach einer R0-Resektion im UICC-Stadium III wird eine adjuvante Chemotherapie empfohlen (starke Empfehlung). Im Stadium II kann eine solche Therapie erwogen werden, wenn spezifische Risikofaktoren wie eine Tumorperforation oder eine Notfalloperation vorliegen.

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Quelle: S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom (2019) (Leitlinienprogramm Onkologie, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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