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HIV-assoziierte Neoplasien: Leitlinie (Onkopedia)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf Onkopedia Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Tumorerkrankungen sind heutzutage die häufigste Todesursache bei HIV-infizierten Menschen.
  • Die kombinierte antiretrovirale Therapie (cART) hat die onkologischen Behandlungsmöglichkeiten deutlich verbessert.
  • Die Inzidenz AIDS-definierender Neoplasien (z. B. Kaposi-Sarkom) ist kontinuierlich gesunken, ihre Prognose hat sich verbessert.
  • Die Prognose nicht AIDS-definierender Malignome (z. B. nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom) bleibt ungünstig.
  • Die Betreuung erfordert eine enge Zusammenarbeit von Onkologen und Infektiologen.
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Hintergrund

Durch die Einführung der kombinierten antiretroviralen Therapie (cART) haben sich die Behandlungsmöglichkeiten für HIV-assoziierte Krebserkrankungen signifikant verbessert. Die Therapieempfehlungen entsprechen heute oftmals denen für HIV-negative Patienten. Dennoch stellen Tumorerkrankungen aktuell die häufigste Todesursache und eine der häufigsten Hospitalisierungsursachen bei Menschen mit HIV dar. Trotz aller Behandlungserfolge ist die Gesamtüberlebenszeit weiterhin ungünstiger als bei HIV-negativen Patienten.

Wandel des Tumorspektrums und Prognose

Das Spektrum der Malignome bei HIV-Infizierten hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Es wird grundsätzlich zwischen AIDS-definierenden und nicht AIDS-definierenden Neoplasien unterschieden:

TumorgruppeBeispieleEntwicklung & Prognose
AIDS-definierende NeoplasienKaposi-Sarkom, Zervix-Karzinom, aggressive B-Zell-LymphomeInzidenz kontinuierlich gesunken. Prognose verbessert (ca. 60 % leben noch 10 Jahre nach Diagnose).
Nicht AIDS-definierende MalignomeNicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC)Prognose deutlich ungünstiger.

Interdisziplinäre Betreuung

Die Behandlung von Patienten mit HIV-assoziierten Neoplasien ist eine komplexe Herausforderung. Sie erfordert zwingend die gemeinsame und enge Zusammenarbeit zwischen:

  • Onkologen
  • Infektiologen

(Anmerkung: Detaillierte Empfehlungen zu spezifischen Entitäten wie Lungenkarzinom, Lymphomen, Analkarzinom oder Kaposi-Sarkom werden in separaten Leitlinien behandelt.)

💡Praxis-Tipp

Behandeln Sie Patienten mit HIV-assoziierten Neoplasien stets in enger interdisziplinärer Abstimmung zwischen Onkologie und Infektiologie, da die Gesamtüberlebenszeit dieser Kohorte weiterhin ungünstiger ist als bei HIV-negativen Patienten.

Häufig gestellte Fragen

Tumorerkrankungen stellen heutzutage die häufigste Todesursache bei Patienten mit HIV dar.
Durch die cART-Therapie ist die Inzidenz von AIDS-definierenden Neoplasien wie dem Kaposi-Sarkom, dem Zervix-Karzinom oder aggressiven B-Zell-Lymphomen kontinuierlich zurückgegangen.
Die Prognose hat sich deutlich verbessert. Etwa 60 % der betroffenen Patienten leben noch 10 Jahre nach der Diagnosestellung.
Die Behandlungsmöglichkeiten haben sich durch cART stark verbessert und entsprechen oftmals den Empfehlungen für HIV-negative Patienten.

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