DrugBank Open DataReference Database2026GastrointestinalAllgemeinmedizinPharmakologie

Omeprazol: Dosierung, Interaktionen und Indikation

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DrugBank Open Data (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf dem pharmakologischen Profil der DrugBank-Datenbank. Omeprazol ist ein bewährter Protonenpumpeninhibitor (PPI), der zur Behandlung diverser säurebedingter gastrointestinaler Erkrankungen eingesetzt wird.

Der Wirkstoff hemmt irreversibel die gastrale H+/K+-ATPase und reduziert die Magensäuresekretion um bis zu 95 Prozent. Das Molekül ist bei neutralem pH-Wert inaktiv und wird erst im sauren Milieu der Belegzellen aktiviert.

Die orale Bioverfügbarkeit liegt bei 30 bis 40 Prozent und steigt bei wiederholter Einnahme an. Da Omeprazol über CYP2C19 und CYP3A4 metabolisiert wird, können genetische Polymorphismen von CYP2C19 die klinische Wirksamkeit beeinflussen.

Empfehlungen

Das pharmakologische Profil nennt folgende klinische Anwendungsgebiete und pharmakologische Eigenschaften für Omeprazol.

Indikationen

Der Wirkstoff wird für folgende säureassoziierte Erkrankungen eingesetzt:

  • Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD)

  • Ulkuskrankheit (Peptic ulcer disease)

  • Eradikation von Helicobacter pylori

  • Zollinger-Ellison-Syndrom

  • Prävention von NSAR-induzierten Ulzera

Arzneimittelinteraktionen

Aufgrund der Metabolisierung über das Cytochrom-P450-System weist das Profil auf mehrere relevante Wechselwirkungen hin:

  • Clopidogrel: Eine signifikante CYP2C19-Inhibition durch Omeprazol reduziert die Aktivierung von Clopidogrel. Es wird empfohlen, stattdessen Pantoprazol zu verwenden.

  • Diazepam: Der Metabolismus wird durch die CYP2C19-Hemmung reduziert.

  • Erhöhte Wirkstoffspiegel werden bei gleichzeitiger Gabe von Phenytoin, Tacrolimus und Methotrexat beobachtet.

Nebenwirkungen

Zu den häufigen unerwünschten Wirkungen zählen Kopfschmerzen, Diarrhö, Übelkeit und abdominelle Schmerzen. Bei einer Langzeittherapie wird auf das Risiko für Hypomagnesiämie, Vitamin-B12-Mangel, Clostridium-difficile-Infektionen und Frakturen hingewiesen.

Dosierung

Die Datenbank gibt folgende Dosierungshinweise für Omeprazol an. Die Einnahme wird 30 Minuten vor dem Frühstück empfohlen.

IndikationDosierungTherapiedauer
Standarddosierung (z.B. GERD)20-40 mg 1x täglich (QD)Nicht spezifiziert
H. pylori-Eradikation20 mg 2x täglich (BID) in Kombination mit Antibiotika14 Tage

Kontraindikationen

Laut DrugBank-Profil bestehen folgende Kontraindikationen für die Anwendung von Omeprazol:

  • Bekannte Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff

  • Gleichzeitige Einnahme von Rilpivirin oder Nelfinavir

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein besonders kritischer Punkt in der Praxis ist die Interaktion mit Clopidogrel. Da Omeprazol das Enzym CYP2C19 signifikant hemmt, wird die Aktivierung des Prodrugs Clopidogrel vermindert, was zu einem Wirkungsverlust führen kann. Es wird laut Profil empfohlen, in diesen Fällen auf Pantoprazol auszuweichen.

Häufig gestellte Fragen

Laut DrugBank wird die Einnahme von Omeprazol 30 Minuten vor dem Frühstück empfohlen. Dies stellt die optimale Resorption und Wirkung sicher.

Das Profil warnt bei einer Langzeittherapie vor Risiken wie Hypomagnesiämie und Vitamin-B12-Mangel. Zudem wird ein erhöhtes Risiko für Clostridium-difficile-Infektionen und Knochenfrakturen beschrieben.

Zur Eradikation von Helicobacter pylori wird eine Dosierung von 20 mg zweimal täglich (BID) angegeben. Diese Therapie erfolgt in Kombination mit Antibiotika über einen Zeitraum von 14 Tagen.

Omeprazol hemmt das Enzym CYP2C19, welches für die Aktivierung von Clopidogrel notwendig ist. Dadurch wird die Wirksamkeit von Clopidogrel signifikant reduziert, weshalb auf Pantoprazol ausgewichen werden sollte.

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Quelle: DrugBank: Omeprazole - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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