Ondansetron: Dosierung, Wirkung & Nebenwirkungen | DrugBank
Hintergrund
Ondansetron ist ein Antiemetikum aus der Klasse der 5-HT3-Rezeptorantagonisten. Laut den pharmakologischen Daten der DrugBank blockiert der Wirkstoff selektiv die Serotonin-5-HT3-Rezeptoren in der Chemorezeptoren-Triggerzone sowie an vagalen Afferenzen. Durch diesen Mechanismus wird Uebelkeit und Erbrechen, beispielsweise infolge von Chemotherapie oder Operationen, verhindert.
Gemaess der DrugBank-Datenbank betraegt die orale Bioverfuegbarkeit etwa 60 Prozent, waehrend die Halbwertszeit bei drei bis sechs Stunden liegt. Die Metabolisierung erfolgt ueber die Cytochrom-P450-Enzyme CYP3A4, CYP1A2 und CYP2D6.
Empfehlungen
Gemaess dem DrugBank-Profil wird Ondansetron bei verschiedenen Formen von Uebelkeit und Erbrechen eingesetzt. Zu den zugelassenen Indikationen zaehlen:
- Chemotherapie-induzierte Uebelkeit und Erbrechen (CINV)
- Postoperative Uebelkeit und Erbrechen (PONV)
- Strahlentherapie-induzierte Uebelkeit
Zudem wird der Wirkstoff laut DrugBank im Off-Label-Use bei Gastroenteritis sowie bei Hyperemesis gravidarum angewendet.
Hinsichtlich der Nebenwirkungen nennt die Datenbank Kopfschmerzen als haeufigste unerwuenschte Begleiterscheinung. Weitere dokumentierte Effekte umfassen Obstipation, Schwindel, Fatigue sowie eine dosisabhaengige QT-Zeit-Verlaengerung.
Bei den Arzneimittelinteraktionen weist die DrugBank auf folgende klinisch relevante Wechselwirkungen hin:
QT-verlaengernde Medikamente
Es besteht das Risiko eines additiven Effekts auf die QT-Zeit.
Tramadol
Die analgetische Wirkung kann durch den Serotonin-Antagonismus reduziert werden.
SSRI
Es besteht ein theoretisches, sehr seltenes Risiko fuer ein Serotoninsyndrom.
CYP3A4-Induktoren
Diese koennen laut DrugBank die Wirksamkeit von Ondansetron vermindern.
Dosierung
Die DrugBank-Datenbank dokumentiert folgende Dosierungsrichtlinien fuer Ondansetron, wobei die Applikation intravenoes (IV), per os (PO) oder sublingual erfolgen kann:
| Indikation | Dosierung laut DrugBank |
|---|---|
| PONV (Postoperativ) | 4 mg IV bei Narkoseeinleitung |
| CINV (Chemotherapie) | 8 mg PO 30 Minuten vor der Chemotherapie, anschliessend 8 mg alle 12 Stunden |
| Schwangerschaft | 4 bis 8 mg PO dreimal taeglich (TID) |
Wichtiger Hinweis zur Maximaldosis
Laut DrugBank betraegt die maximale Einzeldosis bei intravenoeser Gabe 16 mg, da bei hoeheren Dosen ein erhoehtes Risiko fuer eine QT-Zeit-Verlaengerung beschrieben wird.
Kontraindikationen
Gemaess den DrugBank-Daten bestehen fuer Ondansetron folgende strikte Kontraindikationen:
Angeborenes Long-QT-Syndrom
Aufgrund der dosisabhaengigen QT-verlaengernden Eigenschaften des Wirkstoffs.
Gleichzeitige Gabe von intravenoesem Apomorphin
Diese Kombination ist laut DrugBank kontraindiziert, da sie zu schwerer Hypotonie und Bewusstseinsverlust fuehren kann.
💡Praxis-Tipp
Laut den pharmakologischen Daten der DrugBank betraegt die maximale Einzeldosis bei intravenoeser Applikation 16 mg, da bei hoeheren Dosen ein erhoehtes Risiko fuer eine klinisch relevante QT-Zeit-Verlaengerung dokumentiert ist.
Häufig gestellte Fragen
Laut DrugBank blockiert Ondansetron selektiv die Serotonin-5-HT3-Rezeptoren in der Chemorezeptoren-Triggerzone und an den vagalen Afferenzen, wodurch der Brechreiz unterdrueckt wird.
Nein, die gleichzeitige Gabe von intravenoesem Apomorphin und Ondansetron ist laut DrugBank kontraindiziert, da dies schwere Hypotonie und Bewusstseinsverlust ausloesen kann.
Gemaess dem DrugBank-Profil sind Kopfschmerzen die haeufigste Nebenwirkung. Zudem koennen Verstopfung, Schwindel, Fatigue und eine dosisabhaengige QT-Verlaengerung auftreten.
Ja, die DrugBank weist darauf hin, dass Ondansetron durch seinen Serotonin-Antagonismus die schmerzlindernde Wirkung von Tramadol reduzieren kann.
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Quelle: DrugBank: Ondansetron - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.