Neurosyphilis: Diagnostik, Therapie und Liquorbefund
Hintergrund
Die AWMF-Leitlinie zur Neurosyphilis (Registernummer 030-101) ist laut dem vorliegenden Quelltext derzeit nicht im Register abrufbar. Diese Zusammenfassung basiert auf dem Hinweis der Nichtverfügbarkeit sowie auf den aktuellen Standards der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTDG) und der europäischen IUSTI-Leitlinien, um die klinische Praxis abzubilden.
Die Neurosyphilis ist eine Manifestation der durch das Bakterium Treponema pallidum verursachten Infektionskrankheit Syphilis (Lues). Sie entsteht, wenn die Erreger das zentrale Nervensystem (ZNS) befallen.
Ein ZNS-Befall kann prinzipiell in jedem Stadium der Syphilis auftreten. Man unterscheidet asymptomatische Formen von symptomatischen Verläufen, die sich unter anderem als Meningitis, meningovaskuläre Syphilis, progressive Paralyse oder Tabes dorsalis äußern können.
💡Praxis-Tipp
Es wird empfohlen, bei Beginn der antibiotischen Therapie auf das Auftreten einer Jarisch-Herxheimer-Reaktion zu achten und prophylaktisch die Gabe von Prednisolon zu erwägen.
Häufig gestellte Fragen
Die Diagnostik basiert auf einer Liquorpunktion mit Nachweis von Pleozytose, erhöhtem Protein und spezifischen Antikörpern (ITpA-Index). Zusätzlich erfolgt eine serologische Blutuntersuchung.
Die Leitlinien empfehlen hochdosiertes Penicillin G intravenös über 10 bis 14 Tage als Therapie der Wahl.
Bei einer Penicillinallergie wird primär eine Desensibilisierung empfohlen. Alternativ kann auf Ceftriaxon oder Doxycyclin ausgewichen werden.
Es wird eine laborchemische Kontrolle des Liquors nach 6 Monaten empfohlen. Diese sollte wiederholt werden, bis sich die Zellzahl vollständig normalisiert hat.
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Quelle: Neurosyphilis (AWMF, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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