Majoramputation: Rehabilitation, Prothetik & Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie behandelt den Rehabilitationsprozess nach primärer Majoramputation an der unteren Extremität. Das Hauptziel ist die bestmögliche Teilhabe der Betroffenen am privaten, beruflichen und sozialen Leben.

Der Rehabilitationsprozess wird als kontinuierliche, langfristige Aufgabe verstanden. Er beginnt bereits präoperativ und erstreckt sich über die Akutversorgung und frühe Rehabilitation bis hin zur lebensbegleitenden Nachsorge.

Für einen erfolgreichen Verlauf wird die Zusammenarbeit eines interdisziplinären Teams betont. Dieses sollte ärztliches Personal, Pflegekräfte, Physio- und Ergotherapeuten sowie die Orthopädietechnik und Psychologie umfassen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass die Verlegung aus dem Akutkrankenhaus in die Rehabilitationseinrichtung in der Regel ohne angepasste Prothese erfolgen sollte. Eine zu frühe Anfertigung im Akuthaus führt aufgrund der zu erwartenden Volumenreduktion des Stumpfes häufig zu Passformproblemen. Dies kann den Rehabilitationsprozess verzögern und unnötige Kosten verursachen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie fließen Faktoren wie Alter, Begleiterkrankungen (z.B. pAVK, Diabetes) und das soziale Umfeld in die Beurteilung ein. Zur Objektivierung wird die regelmäßige Nutzung von Scores wie dem FIM oder dem Barthel-Index durch das Behandlungsteam empfohlen.

Es wird empfohlen, den Stumpf bei Tumoren und nach Traumata eher hochzulagern. Bei einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) rät die Leitlinie hingegen zu einer flachen Lagerung.

Es wird ein multimodaler Ansatz aus medikamentöser Therapie (z.B. Pregabalin, Antidepressiva), physikalischer Therapie und psychologischer Begleitung empfohlen. Zudem kann eine Spiegeltherapie oder eine rasche, aktive Prothesenversorgung lindernd wirken.

Eine ambulante Rehabilitation wird laut Leitlinie nur empfohlen, wenn eine ausreichende Mobilität und Belastbarkeit vorliegen. Zudem müssen die häusliche Versorgung gesichert und die Einrichtung in zumutbarer Fahrzeit erreichbar sein.

Die Leitlinie definiert als Mindestziele das eigenständige An- und Ausziehen der Prothese sowie die selbstständige Stumpfpflege. Zudem sollen die Patienten Umsetzvorgänge beherrschen und eine sichere Mobilität für das häusliche Umfeld erreichen.

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Quelle: Rehabilitation nach Majoramputation an der unteren Extremität (proximal des Fußes) (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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