Losartan: Indikationen, Dosierung und Interaktionen
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf dem pharmakologischen Profil der DrugBank-Datenbank. Losartan ist ein Wirkstoff aus der Klasse der Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (Sartane) und wird primär in der kardiovaskulären Medizin eingesetzt.
Der Wirkmechanismus beruht auf einer selektiven Blockade des AT1-Rezeptors. Laut DrugBank wird Losartan über die Cytochrom-P450-Enzyme CYP2C9 und CYP3A4 in den aktiven Metaboliten EXP3174 umgewandelt, welcher eine 10- bis 40-fach höhere Potenz als die Muttersubstanz aufweist.
Eine pharmakologische Besonderheit von Losartan innerhalb der Wirkstoffklasse der Sartane ist sein urikosurischer Effekt. Dieser entsteht durch die Hemmung des URAT1-Transporters und kann bei bestimmten Patientengruppen von klinischem Nutzen sein.
Empfehlungen
Die DrugBank-Datenbank nennt verschiedene etablierte Anwendungsgebiete und pharmakologische Eigenschaften für Losartan.
Indikationen
Laut Profil wird der Wirkstoff für folgende Erkrankungen eingesetzt:
-
Arterielle Hypertonie
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Diabetische Nephropathie bei Typ-2-Diabetes (basierend auf der RENAAL-Studie)
-
Schlaganfallprophylaxe bei linksventrikulärer Hypertrophie (basierend auf der LIFE-Studie)
-
Herzinsuffizienz (als Alternative, wenn ACE-Hemmer nicht toleriert werden)
Arzneimittelinteraktionen
Es wird auf mehrere klinisch relevante Wechselwirkungen hingewiesen:
-
Kaliumsparende Diuretika: Erhöhtes Risiko für eine Hyperkaliämie
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NSAR: Verminderte Wirksamkeit von Losartan und erhöhtes renales Risiko
-
Lithium: Gefahr erhöhter Lithiumspiegel
-
CYP-Inhibitoren: CYP2C9-Inhibitoren (wie Fluconazol) erhöhen die Losartan-Spiegel, während CYP3A4-Inhibitoren die Bildung des aktiven Metaboliten reduzieren
-
Rifampicin: Verminderte Wirksamkeit von Losartan
Nebenwirkungen
Zu den beschriebenen unerwünschten Wirkungen zählen Schwindel, Hyperkaliämie, Hypotonie und Nierenfunktionsstörungen. Husten tritt laut Quelle selten auf und ist seltener als bei der Gabe von ACE-Hemmern.
Dosierung
Die DrugBank-Datenbank gibt folgende Dosierungshinweise für Losartan an:
| Patientengruppe / Status | Empfohlene Dosierung | Bemerkung |
|---|---|---|
| Standarddosierung | 50-100 mg | Einmal (QD) oder zweimal (BID) täglich |
| Volumenmangel | 25 mg (Startdosis) | - |
| Leberfunktionsstörung | 25 mg (Startdosis) | Dosisreduktion bei schwerer Einschränkung erforderlich |
Zusätzlich wird angemerkt, dass Gichtpatienten mit Hypertonie von dem urikosurischen Effekt des Wirkstoffs profitieren können.
Kontraindikationen
Laut DrugBank bestehen folgende Kontraindikationen für die Anwendung von Losartan:
-
Schwangerschaft
-
Beidseitige Nierenarterienstenose
-
Schwere Leberfunktionsstörung (hier wird eine Dosisreduktion gefordert)
💡Praxis-Tipp
Ein besonderes Merkmal von Losartan ist sein einzigartiger urikosurischer Effekt, der durch die Hemmung des URAT1-Transporters vermittelt wird. Laut DrugBank kann diese Eigenschaft besonders bei Hypertonie-Patienten, die gleichzeitig an Gicht leiden, von therapeutischem Nutzen sein.
Häufig gestellte Fragen
Laut DrugBank wird Losartan über die Enzyme CYP2C9 und CYP3A4 in den aktiven Metaboliten EXP3174 umgewandelt. Dieser Metabolit ist 10- bis 40-fach potenter als die Muttersubstanz.
Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen wird laut Quelle eine reduzierte Startdosis von 25 mg empfohlen. Bei schwerer Leberinsuffizienz wird Losartan als Kontraindikation gelistet, wobei gleichzeitig eine Dosisreduktion gefordert wird.
Die Datenbank warnt vor der Kombination mit NSAR, da diese die Wirksamkeit von Losartan reduzieren können. Zudem wird auf ein erhöhtes Risiko für Nierenfunktionsstörungen hingewiesen.
Losartan besitzt als einziges Sartan einen urikosurischen Effekt durch die Hemmung des URAT1-Transporters. Laut DrugBank kann dies bei Patienten mit gleichzeitiger Hypertonie und Gicht vorteilhaft sein.
Husten wird in der DrugBank als seltene Nebenwirkung beschrieben. Es wird betont, dass dieses Symptom unter Losartan seltener auftritt als bei der Behandlung mit ACE-Hemmern.
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Quelle: DrugBank: Losartan - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.
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