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Liraglutid: Dosierung, Indikation und Kontraindikation

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DrugBank Open Data (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf dem pharmakologischen Kurzprofil der DrugBank-Datenbank zu Liraglutid. Liraglutid ist ein GLP-1-Rezeptor-Agonist, der in der Endokrinologie zur Behandlung von Stoffwechselerkrankungen eingesetzt wird.

Der Wirkstoff weist eine 97-prozentige Homologie zum menschlichen GLP-1 auf. Der Wirkmechanismus beruht auf der Aktivierung von GLP-1-Rezeptoren, was zu einer glukoseabhängigen Stimulation der Insulinsekretion führt.

Zusätzlich unterdrückt Liraglutid die Glukagonausschüttung, verlangsamt die Magenentleerung und fördert das Sättigungsgefühl. Die Halbwertszeit von 13 Stunden ermöglicht eine einmal tägliche subkutane Applikation bei einer Bioverfügbarkeit von 55 Prozent.

Empfehlungen

Das DrugBank-Profil nennt folgende klinische Anwendungsgebiete und pharmakologische Eigenschaften:

Indikationen

Laut Profil wird Liraglutid für folgende Indikationen eingesetzt:

  • Typ-2-Diabetes mellitus (Handelsname Victoza)

  • Adipositas und Gewichtsmanagement (Handelsname Saxenda)

  • Reduktion des kardiovaskulären Risikos bei Typ-2-Diabetes (basierend auf der LEADER-Studie)

Nebenwirkungen

Das Nebenwirkungsprofil umfasst laut Quelle vor allem gastrointestinale Beschwerden. Übelkeit tritt am häufigsten auf, ist jedoch meist vorübergehend.

Weitere genannte unerwünschte Wirkungen sind:

  • Diarrhö und Erbrechen

  • Reaktionen an der Einstichstelle

  • Seltene Fälle von Pankreatitis

  • Gallenblasenereignisse

Interaktionen

Bei der Kombination mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen wird auf ein erhöhtes Hypoglykämierisiko hingewiesen. Zudem kann die verzögerte Magenentleerung die Absorption oraler Medikamente beeinträchtigen.

Bei gleichzeitiger Gabe von Warfarin wird eine frühzeitige Überwachung der INR-Werte zu Behandlungsbeginn empfohlen.

Dosierung

Die Quelle gibt folgende Dosierungsschemata für die subkutane (SC) Injektion an. Die Applikation kann zu einer beliebigen Tageszeit erfolgen.

IndikationStartdosisTitrationMaximaldosis
Typ-2-Diabetes0,6 mg SC (1x täglich für 1 Woche)Erhöhung auf 1,2 mg1,8 mg
Adipositas0,6 mg SCWöchentliche Steigerung3,0 mg

Kontraindikationen

Das Profil listet folgende Kontraindikationen und Warnhinweise auf:

  • Eigene oder familiäre Anamnese eines medullären Schilddrüsenkarzinoms

  • Multiple endokrine Neoplasie Typ 2 (MEN2)

  • Typ-1-Diabetes

  • Vorsicht ist geboten bei einer Pankreatitis in der Vorgeschichte

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Kombination von Liraglutid mit oralen Medikamenten ist zu beachten, dass die wirkstoffbedingte Verzögerung der Magenentleerung die Resorption der Begleitmedikation verändern kann. Zudem wird bei Patienten unter Warfarin-Therapie eine engmaschige INR-Kontrolle in der Frühphase der Behandlung angeraten.

Häufig gestellte Fragen

Laut DrugBank-Profil ermöglicht die Halbwertszeit von 13 Stunden eine einmal tägliche subkutane Injektion. Die Applikation kann zu einer beliebigen Tageszeit erfolgen.

Die Behandlung beginnt mit einer Dosis von 0,6 mg. Anschließend wird die Dosis laut Quelle wöchentlich bis zu einer Maximaldosis von 3,0 mg gesteigert.

Die häufigste Nebenwirkung ist Übelkeit, welche in der Regel vorübergehend ist. Zudem werden Diarrhö, Erbrechen und Reaktionen an der Einstichstelle genannt.

Nein, das Profil führt Typ-1-Diabetes explizit als Kontraindikation für die Behandlung mit Liraglutid auf.

Der Wirkstoff unterliegt einem endogenen Abbau. Es findet laut Quelle keine spezifische Elimination über ein einzelnes Organ statt.

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Quelle: DrugBank: Liraglutide - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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