Langzeit-Opioidtherapie (LONTS): Leitlinien-Empfehlung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-S3-Leitlinie LONTS behandelt den Einsatz von opioidhaltigen Analgetika bei chronischen nicht-tumorbedingten Schmerzen (CNTS). Ziel ist die Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit diesen Medikamenten in der Langzeitanwendung.

Eine Langzeitanwendung wird ab einer Therapiedauer von mehr als drei Monaten definiert. Die Leitlinie unterscheidet bei der Evidenzbewertung zwischen kurzfristiger (4-12 Wochen), mittelfristiger (13-26 Wochen) und langfristiger (über 26 Wochen) Anwendung.

Es wird betont, dass es in Deutschland keine "Opioidepidemie" wie in Nordamerika gibt. Dennoch wird auf die Risiken einer missbräuchlichen Verwendung sowie auf eine mögliche Fehlversorgung bei bestimmten Krankheitsbildern hingewiesen.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt eindringlich vor der Kombination von Opioiden mit Tranquilizern (Benzodiazepinen), da dies mit einem signifikant erhöhten Risiko für Überdosierungen und Mortalität assoziiert ist. Zudem wird darauf hingewiesen, dass eine Dosissteigerung bei Wirkungsverlust nicht immer zielführend ist, da sich eine opioidinduzierte Hyperalgesie entwickeln kann. In solchen Fällen wird stattdessen eine schrittweise Dosisreduktion oder ein Opioidentzug empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie soll eine Dosis von 120 mg/Tag oralem Morphinäquivalent (MEQ) nur in Ausnahmefällen überschritten werden. Vor einer weiteren Dosissteigerung wird eine erneute Überprüfung der Indikation und ein Ausschluss von Missbrauch empfohlen.

Es wird empfohlen, die Behandlung mit Laxantien bei den meisten Patienten prophylaktisch zu beginnen. Die Auswahl des Präparats richtet sich nach dem individuellen Defäkationsmuster, wobei konventionelle Laxantien oft ausreichend sind.

Eine Therapie über drei Monate hinaus wird nur bei sogenannten Therapierespondern empfohlen. Nach sechs Monaten sollte gemäß Leitlinie mit dem Patienten die Möglichkeit eines Auslass- oder Reduktionsversuchs besprochen werden.

Die Leitlinie weist darauf hin, dass Patienten während der Dosisfindungsphase und bei Dosisänderungen nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen sollen. Eine entsprechende Aufklärung über verkehrs- und arbeitsplatzrelevante Aspekte muss dokumentiert werden.

Für starke Opioide wird bei funktionellen Störungen wie dem Fibromyalgiesyndrom eine stark negative Empfehlung ausgesprochen. Bezüglich des Einsatzes von Tramadol konnte in der Leitliniengruppe kein Konsens erzielt werden, weshalb hier eine Ambiguität in den Empfehlungen besteht.

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Quelle: Langzeitanwendung von Opioiden bei chronischen nicht-tumorbedingten Schmerzen (LONTS) (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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