Zelldiagnostik und Zytologie: Gesundheitsportal 2026

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Gesundheitsportal Österreich beschreibt in seinem Text zur Zelldiagnostik (Zytologie) die mikroskopische Untersuchung von Körperzellen. Die morphologische Begutachtung von Zellveränderungen liefert wichtige Aufschlüsse über krankhafte Prozesse im Körper.

Die Zytodiagnostik wird sowohl im Rahmen der Krebsvorsorge als auch zur Abklärung spezifischer medizinischer Fragestellungen eingesetzt. Dabei wird grundsätzlich zwischen der gynäkologischen Zytologie und der extragenitalen Zytologie unterschieden.

Zellen bilden als kleinste Funktionseinheiten die Gewebe des menschlichen Körpers. Die Untersuchung isolierter Zellen oder kleiner Zellverbände ermöglicht eine minimalinvasive Diagnostik verschiedenster Organsysteme und Körperflüssigkeiten.

Empfehlungen

Indikation und Screening

Laut Quelle ist der am häufigsten durchgeführte zytologische Test der PAP-Abstrich zur Vorsorge des Zervixkarzinoms. Das Screening wird für alle Frauen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr empfohlen.

Dabei gelten folgende Intervalle:

  • Unter 40 Jahren: alle drei Jahre

  • Über 40 Jahren: alle zwei Jahre

Neben der gynäkologischen Diagnostik wird die extragenitale Zytologie für verschiedene Körperflüssigkeiten und Organe beschrieben. Dazu zählen unter anderem Blut, Harn, Liquor, Sputum sowie Punktate von Schilddrüse und Brustdrüse.

Materialgewinnung

Der Text führt verschiedene Methoden zur Gewinnung von Zellmaterial auf:

  • Exfoliativzytologie: Untersuchung von abgeschilferten Zellen in Körperflüssigkeiten (z.B. Harn, Sputum).

  • Abstrichzytologie: Materialgewinnung mittels endoskopischer Eingriffe (z.B. Bronchoskopie, Gastroskopie).

  • Lavagezytologie: Untersuchung von Spülflüssigkeiten, wie der broncho-alveolären Lavage (BAL).

  • Punktatzytologie: Feinnadelaspiration von Gewebeknoten, oft ultraschall- oder CT-gezielt.

  • Abklatschzytologie: Intraoperative Schnelldiagnostik mittels Imprinttechnik auf Objektträgern.

Laborverarbeitung und Färbung

Im Labor wird das Material entweder direkt ausgestrichen, zentrifugiert oder als Dünnschichtzytologie (flüssigkeitsbasiert) verarbeitet. Vor der mikroskopischen Begutachtung erfolgen spezifische Färbungen.

Die Routinefärbungen umfassen:

  • Papanicolaou (PAP): Standard in der gynäkologischen Zytologie.

  • May-Grünwald-Giemsa (MGG): Häufig in der extragenitalen Zytologie eingesetzt.

  • Wright-Färbung: Standard für Blutausstriche.

Zusätzlich beschreibt die Quelle diverse Spezialfärbungen (z.B. Ziehl-Neelsen, PAS) sowie immunzytochemische Verfahren (z.B. Pan-Keratin, TTF 1) zur exakten Tumorklassifizierung.

Befundklassifikation

Für die Zelldiagnostik existieren keine klassischen Referenzwerte. Stattdessen erfolgt die Einteilung in Bewertungsgruppen gemäß den Empfehlungen der Österreichischen Gesellschaft für Zytologie (ÖGZ).

Gynäkologische Zytologie (PAP-Gruppen):

PAP-GruppeBedeutung
0Nicht beurteilbar
I/IINormales, altersentsprechendes bzw. gutartiges Zellbild
IIIDignität nicht sicher beurteilbar
IIIGAtypische glanduläre Zellen
IIIDHPV-assoziierte Veränderungen / geringgradige Dysplasie
IVMäßig- bis hochgradige Dysplasie / Adenocarcinoma in situ
VZellen eines vermutlich invasiven Karzinoms

Extragenitale Zytologie:

BewertungsgruppeBedeutung
0Nicht beurteilbar
AKein Anhaltspunkt für Malignität
BAuffällig, unklare Dignität
CMalignitätsverdächtig, maligne
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💡Praxis-Tipp

In der Zelldiagnostik gibt es keine klassischen numerischen Referenzwerte, sondern eine Einteilung in morphologische Bewertungsgruppen. Laut Quelle dient ein zytologischer Befund immer nur als Orientierungshilfe und muss zwingend im klinischen Gesamtkontext interpretiert werden. Auch bei unauffälligen Zellbildern kann eine Erkrankung vorliegen, weshalb die Diagnostik stets durch eine ärztliche Gesamtschau validiert werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Quelle wird das Screening für Frauen ab 18 Jahren empfohlen. Unter 40 Jahren erfolgt die Untersuchung alle drei Jahre, ab 40 Jahren alle zwei Jahre.

Die Papanicolaou-Färbung (PAP) wird als Standardfärbung für Untersuchungsmaterialien aus dem Bereich der gynäkologischen Zytologie beschrieben. Sie kommt teilweise auch in der extragenitalen Diagnostik zum Einsatz.

Die PAP-Gruppe III beschreibt ein Zellbild, bei dem die Dignität nicht sicher beurteilbar ist. Es lässt sich morphologisch nicht eindeutig zwischen gutartigen und bösartigen Zellveränderungen unterscheiden.

Für die tiefen Atemwege wird die broncho-alveoläre Lavage (BAL) im Rahmen einer Bronchoskopie eingesetzt. Die gewonnene Spülflüssigkeit wird anschließend mittels Lavagezytologie mikroskopisch begutachtet.

Die extragenitale Zytologie wird nach den Richtlinien der ÖGZ in vier Gruppen eingeteilt. Diese reichen von Gruppe 0 (nicht beurteilbar) über A (kein Anhalt für Malignität) und B (unklare Dignität) bis zu Gruppe C (malignitätsverdächtig).

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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