PAP-Abstrich (Zervix-Zytologie): Gesundheit.gv.at
Hintergrund
Der PAP-Abstrich (gynäkologische Zytologie) ist ein zentrales diagnostisches Verfahren zur Früherkennung des Zervixkarzinoms. Die Untersuchung basiert auf der mikroskopischen Begutachtung von Zellen aus dem Gebärmutterhals und der Scheide.
Ein wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs ist eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV), insbesondere den Hochrisiko-Subtypen 16 und 18. Epidemiologischen Schätzungen zufolge kommen bis zu 80 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens mit HPV in Kontakt.
Das Zervixkarzinom-Screening gilt als äußerst effektive Vorsorgemaßnahme. Durch die konsequente Durchführung konnte die Sterblichkeit aufgrund dieser Tumorerkrankung in westlichen Industriestaaten im Verlauf eines Jahrzehnts um annähernd 40 Prozent gesenkt werden.
Empfehlungen
Die Informationen von Gesundheit.gv.at beschreiben den folgenden diagnostischen Ablauf und die Befundung des Zervix-Abstrichs.
Materialgewinnung und Methodik
Für die zytologische Untersuchung wird Zellmaterial vom Gebärmutterhals entnommen. Laut Leitlinie kommen dabei zwei primäre Verfahren zur Anwendung:
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Konventioneller PAP-Abstrich: Direktes Ausstreichen des Zellmaterials auf einen Objektträger.
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Dünnschichtzytologie: Aufschwemmung des Untersuchungsmaterials in flüssigkeitsgefüllten Transportgefäßen zur weiteren Laborverarbeitung.
Befundstruktur
Es wird beschrieben, dass ein zytologischer Befund in der Praxis standardisiert in drei Abschnitte unterteilt wird:
-
Beurteilung der Materialqualität (gut, eingeschränkt, nicht beurteilbar).
-
Morphologische Beschreibung des Zellmaterials.
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Klassifikation nach den standardisierten PAP-Bewertungsgruppen.
Klassifikation der PAP-Gruppen
Die Einteilung der zytologischen Befunde erfolgt gemäß den Empfehlungen der Österreichischen Gesellschaft für Zytologie in spezifische PAP-Gruppen. Für diese Befunde gibt es keine klassischen numerischen Referenzwerte.
| PAP-Gruppe | Zytologischer Befund |
|---|---|
| 0 | Nicht beurteilbar |
| I/II | Normales, altersentsprechendes bzw. gutartiges Zellbild |
| III | Dignität (Gut- bzw. Bösartigkeit) nicht sicher beurteilbar |
| IIIG | Atypische glanduläre (drüsige) Zellen |
| IIID | HPV-assoziierte Zellveränderungen und/oder geringgradige Dysplasie |
| IV | Mäßiggradige bis hochgradige Dysplasie oder endozervikales Adenocarcinoma in situ (AIS) |
| V | Zellen eines vermutlich invasiven Karzinoms |
💡Praxis-Tipp
Ein unauffälliger Laborwert schließt eine Erkrankung nicht in jedem Fall vollständig aus, ebenso wie ein Wert außerhalb der Norm nicht zwingend eine manifeste Erkrankung bedeutet. Es wird betont, dass zytologische Befunde stets im klinischen Gesamtkontext interpretiert werden müssen. Eine isolierte Betrachtung des PAP-Wertes ohne Berücksichtigung von Anamnese und weiteren Befunden sollte vermieden werden.
Häufig gestellte Fragen
Das Zellmaterial wird im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung vom Gebärmutterhals entnommen. Anschließend wird es entweder direkt auf einen Objektträger ausgestrichen oder in einer Flüssigkeit (Dünnschichtzytologie) an ein Labor gesandt.
Laut Gesundheit.gv.at weist die PAP-Gruppe IIID auf HPV-assoziierte Zellveränderungen hin. Zudem kann es sich um Zellen einer niedriggradigen, squamösen, intraepithelialen Läsion (geringgradige Dysplasie) handeln.
Eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV) gilt als wesentlicher Faktor bei der Entstehung des Zervixkarzinoms. Besonders die Hochrisiko-Subtypen 16 und 18 werden mit der Krebsentstehung in Verbindung gebracht.
Für gynäkologisch-zytologische Befunde existieren keine klassischen numerischen Referenzwerte. Stattdessen wird das Untersuchungsergebnis in die standardisierten PAP-Gruppen (0 bis V) klassifiziert.
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Quelle: Laborwert: Abstrich Zervix (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.