Nierenzytologie (NIERENZYTO): Gesundheitsportal
Hintergrund
Die Nierenzytologie ist eine diagnostische Methode zur mikroskopischen Untersuchung von Nierenzellen. Das Material wird dabei minimalinvasiv gewonnen.
Das Verfahren dient primär der Abklärung auffälliger Befunde, die zuvor in bildgebenden Verfahren wie Ultraschall, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) des Abdomens entdeckt wurden.
Ziel der Untersuchung ist es, zwischen gutartigen Erkrankungen wie Nierenentzündungen oder Adenomen und bösartigen Tumoren wie dem Nierenzellkarzinom zu unterscheiden. Das Verfahren wird als einfache und kostengünstige diagnostische Methode beschrieben.
Empfehlungen
Der Text des Gesundheitsportals beschreibt folgenden Ablauf für die Nierenzytologie:
Materialgewinnung
Die Entnahme des Zellmaterials erfolgt mittels Feinnadelaspiration (FNA) direkt aus der auffälligen Nierenregion. Es wird beschrieben, dass dieser Eingriff unter bildgebender Sichtkontrolle, beispielsweise ultraschall- oder CT-gezielt, stattfinden kann.
Probenverarbeitung und Färbung
Bei der Ausstreichung des Materials auf Objektträger wird besondere Sorgfalt gefordert, um eine Zerstörung der Zellen durch mechanischen Druck zu vermeiden.
Für die anschließende Färbung im Speziallabor werden folgende Standardverfahren genannt:
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Färbung nach May-Grünwald-Giemsa (MGG) nach vorheriger Lufttrocknung
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Färbung nach Papanicolaou (PAP) nach Fixierung in einem Äther-Alkohol-Gemisch
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Spezialfärbungen (für Fett, Eisen, Bakterien) oder immunzytochemische Färbungen bei spezifischen Fragestellungen
Befunderstellung und Klassifikation
Der zytologische Befund gliedert sich laut Quelle in die Beurteilung der Probenqualität, die morphologische Beschreibung und die abschließende Klassifikation.
Für die Klassifikation extragenitaler zytologischer Befunde werden die Bewertungsgruppen der Österreichischen Gesellschaft für Zytologie (ÖGZ) herangezogen:
| Bewertungsgruppe | Bedeutung |
|---|---|
| Gruppe 0 | Nicht beurteilbar |
| Gruppe A | Kein Anhaltspunkt für Malignität (Bösartigkeit) |
| Gruppe B | Auffällig, unklare Dignität |
| Gruppe C | Malignitätsverdächtig, maligne (bösartig) |
💡Praxis-Tipp
Bei der Probenverarbeitung wird auf die Gefahr von Artefakten hingewiesen. Ein zu dickes Ausstreichen des Materials oder ein zu starker mechanischer Druck kann die Zellen zerstören und die nachfolgende zytologische Beurteilung erheblich erschweren oder unmöglich machen.
Häufig gestellte Fragen
Das Verfahren wird eingesetzt, wenn bei bildgebenden Untersuchungen wie Ultraschall, CT oder MRT auffällige Veränderungen an der Niere festgestellt werden. Es dient der Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Prozessen.
Die Materialgewinnung erfolgt durch eine Feinnadelaspiration (FNA). Dabei wird die betroffene Stelle unter Ultraschall- oder CT-Kontrolle mit einer feinen Nadel punktiert und Zellmaterial abgesaugt.
Laut Quelle gibt es für diese Untersuchung keine klassischen numerischen Referenzwerte. Stattdessen wird das Ergebnis in standardisierte Bewertungsgruppen (0 bis C) eingeteilt, welche die Dignität der Zellen beschreiben.
Als Standardverfahren werden die Färbungen nach May-Grünwald-Giemsa (MGG) und Papanicolaou (PAP) beschrieben. Bei speziellen Fragestellungen können zusätzlich immunzytochemische Färbungen oder Spezialfärbungen für Bakterien, Fett oder Eisen angefordert werden.
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Quelle: Laborwert: Nierenzytologie (NIERENZYTO) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.