Leberzytologie (FNA): Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Informationen von Gesundheit.gv.at beschreiben die Leberzytologie als einfache und kostengünstige Methode zur Abklärung krankhafter Leberprozesse. Das Untersuchungsmaterial wird dabei mittels Feinnadelaspiration (FNA) gewonnen.

Eine Indikation zur Leberzytologie besteht laut Quelle insbesondere bei auffälligen Befunden in bildgebenden Verfahren. Hierzu zählen Ultraschall, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) des Oberbauches.

Ziel der Untersuchung ist die Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Lebererkrankungen. Zu den benignen Veränderungen zählen beispielsweise Leberverfettung, Hepatitis oder Adenome, während maligne Prozesse Leberzellkarzinome, Gallengangskarzinome oder Metastasen umfassen.

Empfehlungen

Die Quelle beschreibt den klinischen und diagnostischen Ablauf der Leberzytologie wie folgt:

Materialgewinnung und Präanalytik

Die Materialgewinnung erfolgt durch eine Feinnadelbiopsie, bei der Zellen aus der auffälligen Leberregion aspiriert werden. Dieser Eingriff kann unter Sichtkontrolle, beispielsweise ultraschall- oder CT-gezielt, durchgeführt werden.

Bei der Verarbeitung des zellhaltigen Materials auf Objektträgern wird besondere Sorgfalt gefordert. Eine unsachgemäße Verarbeitung erschwert die zytologische Beurteilung erheblich.

Folgende Fehlerquellen bei der Präanalytik werden explizit genannt:

  • Zu dickes Ausstreichen des Materials

  • Zerstörung der Zellen durch zu starken mechanischen Druck

Färbemethoden

Je nach geplanter Standardfärbung unterscheidet sich die notwendige Vorbereitung der Objektträger:

  • May-Grünwald-Giemsa (MGG): Das Präparat wird luftgetrocknet.

  • Papanicolaou (PAP): Das Material muss in einem Äther-Alkohol-Gemisch (z.B. Fixierspray) fixiert werden.

Zusätzlich können bei spezifischen Fragestellungen Spezialfärbungen (für Fett, Eisen, Bakterien) oder immunzytochemische Färbungen zur exakten Tumortypisierung angewendet werden.

Befunderstellung und Klassifikation

Ein zytologischer Befund gliedert sich laut Quelle standardmäßig in drei Abschnitte:

  • Beurteilung der Materialqualität (gut, eingeschränkt, nicht beurteilbar)

  • Morphologische Beschreibung

  • Klassifikation des Ergebnisses

Für die Klassifikation extragenitaler zytologischer Befunde in Österreich kommen die Bewertungsgruppen der Österreichischen Gesellschaft für Zytologie (ÖGZ) zur Anwendung. Es gibt keine klassischen Referenzwerte, stattdessen erfolgt die Einteilung in folgende Gruppen:

BewertungsgruppeBedeutung
0Nicht beurteilbar
AKein Anhaltspunkt für Malignität (Bösartigkeit)
BAuffällig, unklare Dignität
CMalignitätsverdächtig, maligne (bösartig)
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💡Praxis-Tipp

Bei der Präanalytik der Leberzytologie ist ein korrekter Ausstrich auf dem Objektträger entscheidend für die Befundqualität. Es wird darauf hingewiesen, dass ein zu dickes Ausstreichen oder zu starker mechanischer Druck die Zellen zerstören und das Material unbrauchbar machen können. Zudem muss die Vorbereitung (Lufttrocknung vs. Fixierspray) exakt auf die geplante Färbemethode (MGG vs. PAP) abgestimmt sein.

Häufig gestellte Fragen

Laut Quelle wird die Untersuchung vor allem dann durchgeführt, wenn in bildgebenden Verfahren wie Ultraschall, CT oder MRT auffällige Befunde der Leber erhoben wurden. Sie dient der Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Prozessen.

Das Zellmaterial wird mittels Feinnadelaspiration (FNA) direkt aus der Leber entnommen. Dieser Vorgang erfolgt in der Regel bildgesteuert, beispielsweise ultraschall- oder CT-gezielt.

Gemäß der Klassifikation der Österreichischen Gesellschaft für Zytologie (ÖGZ) steht die Bewertungsgruppe B für einen auffälligen Befund mit unklarer Dignität. Es kann zytologisch nicht eindeutig zwischen einer gutartigen und bösartigen Veränderung unterschieden werden.

Als Standardfärbungen kommen die Färbung nach May-Grünwald-Giemsa (MGG) und nach Papanicolaou (PAP) zum Einsatz. Bei Bedarf können Spezialfärbungen oder immunzytochemische Methoden ergänzt werden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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