Laborwert p50 (Sauerstoffhalbsättigungsdruck): Gesundheit.gv

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Sauerstoffhalbsättigungsdruck (p50 oder pO250) ist laut Gesundheit.gv.at eine Labormessgröße, die im Rahmen der Blutgasanalyse (BGA) bestimmt wird. Er beziffert den Sauerstoffpartialdruck, bei dem der rote Blutfarbstoff (Hämoglobin) zur Hälfte mit Sauerstoff beladen ist.

Aus dieser Kenngröße lassen sich Rückschlüsse auf die Abgabe von Sauerstoff aus dem Blut in das Gewebe ziehen. Die Bestimmung erfolgt durch Kalkulation aus dem Sauerstoffpartialdruck und der Sauerstoffsättigung mittels hoch automatisierter Blutgasanalysesysteme.

Die Untersuchung dient primär der Beurteilung der Oxygenierungsleistung der Lungen sowie des Säure-Basen-Haushalts. Sie wird insbesondere zur exakten Steuerung des Sauerstoffgehalts während einer Beatmungstherapie herangezogen.

Empfehlungen

Präanalytik und Materialgewinnung

Für die Bestimmung des p50-Wertes wird arterielles Blut oder Kapillarblut benötigt. Venöses Blut ist für die Beurteilung des Sauerstoffstatus nicht geeignet.

Die Blutgewinnung erfolgt durch:

  • Punktion einer Arterie (z.B. Arteria radialis am Handgelenk)

  • Kapillarblutentnahme aus dem Ohrläppchen (Erwachsene) oder der Ferse (Säuglinge) nach Hyperämisierung

  • Verwendung spezieller Abnahmegefäße mit Lithium-Heparin zur Gerinnungshemmung

Transport und Messung

Es wird betont, dass die Analyse von Blutgasen immer sofort nach der Materialgewinnung erfolgen muss. Idealerweise weist das Blut zum Zeitpunkt der Messung noch Körpertemperatur auf.

Ein Versand der Blutproben, auch innerhalb eines Krankenhauses, ist nicht möglich, da dies die Messwerte verfälschen würde. Die Analyse muss in unmittelbarer Nähe der Analysegeräte stattfinden.

Interpretation der Messwerte

Der p50-Wert wird im klinischen Kontext interpretiert. Erhöhte Werte können in folgenden Situationen auftreten:

  • Respiratorische Insuffizienz

  • Respiratorische Azidose

  • Fieber, Blutarmut oder Schwangerschaft

Erniedrigte Werte des Sauerstoffhalbsättigungsdrucks zeigen sich unter anderem bei:

  • Kohlenmonoxidvergiftung

  • Respiratorischer Alkalose

Referenzwerte

Die Quelle gibt für den Sauerstoffhalbsättigungsdruck einheitliche Referenzwerte an. Diese dienen als Orientierungshilfe:

PatientengruppeReferenzwertEinheit
Männer (bis 18 Jahre)26,6mmHg
Männer (über 18 Jahre)26,6mmHg
Frauen (bis 18 Jahre)26,6mmHg
Frauen (über 18 Jahre)26,6mmHg
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💡Praxis-Tipp

Ein entscheidender Fehler bei der Bestimmung des p50-Wertes ist der Transport der Blutprobe. Laut Quelle darf das Blut für die Blutgasanalyse nicht versendet werden, da dies die Messwerte verfälscht. Die Messung muss zwingend sofort und in unmittelbarer Nähe des Analysegerätes erfolgen, idealerweise bei Körpertemperatur der Probe.

Häufig gestellte Fragen

Für die Bestimmung des Sauerstoffhalbsättigungsdrucks wird arterielles Blut oder Kapillarblut benötigt. Venöses Blut ist laut Gesundheit.gv.at für die Beurteilung des Sauerstoffstatus nicht geeignet.

Ein erhöhter Sauerstoffhalbsättigungsdruck kann auf eine respiratorische Insuffizienz oder eine respiratorische Azidose hinweisen. Zudem treten erhöhte Werte bei Fieber, Blutarmut oder in der Schwangerschaft auf.

Ein Transport der Blutprobe verzögert die Analyse und führt zu einer Verfälschung der Blutgaswerte. Die Quelle betont, dass die Messung sofort nach der Abnahme am Point-of-Care erfolgen muss.

Der Wert wird nicht direkt gemessen, sondern von hoch automatisierten Blutgasanalysesystemen berechnet. Die Kalkulation erfolgt auf Basis des gemessenen Sauerstoffpartialdrucks und der Sauerstoffsättigung.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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