Sauerstoffsättigung (O2-SAT): Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Sauerstoffsättigung (O2-SAT) ist eine zentrale Messgröße der Blutgasanalyse (BGA). Sie gibt in Prozent an, wie stark der rote Blutfarbstoff (Hämoglobin) mit Sauerstoff angereichert ist.

Laut der Quelle von Gesundheit.gv.at dient der Wert der Beurteilung der pulmonalen Oxygenierungsleistung. Er beschreibt das Verhältnis zwischen sauerstoffreichem und sauerstoffbindungsfähigem Hämoglobin.

Die Bestimmung erfolgt aus arteriellem oder kapillärem Blut. Venöses Blut ist für die Beurteilung des Sauerstoffstatus nicht geeignet, auch wenn es für den Säure-Basen-Haushalt genutzt werden kann.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte zur Diagnostik und Interpretation:

Messmethoden

Es werden drei wesentliche Methoden zur Ermittlung der Sauerstoffsättigung beschrieben:

  • Exakte Messung (sO2) mittels CO-Oxymeter

  • Berechnung (O2-SAT) aus dem Sauerstoffpartialdruck unter Einbeziehung von Hämoglobinkonzentration, Temperatur, pH-Wert und pCO2

  • Nicht-invasive Abschätzung über ein Pulsoxymeter zur kontinuierlichen Überwachung

Präanalytik der Blutgasanalyse

Es wird betont, dass die Analyse von Blutgasen immer sofort nach der Gewinnung erfolgen muss. Ein Versand der Blutproben verfälscht die Messwerte und ist nicht möglich.

Die Untersuchung sollte idealerweise bei Körpertemperatur und in unmittelbarer Nähe der Analysegeräte durchgeführt werden. Für die Abnahme sind spezielle Gefäße mit Lithium-Heparin zur Gerinnungshemmung erforderlich.

Interpretation und Referenzwerte

Erniedrigte Werte weisen laut Leitlinie auf eine Störung der Lungenfunktion hin, beispielsweise im Rahmen einer respiratorischen Insuffizienz. Erhöhte Werte der Sauerstoffsättigung sind bei Erwachsenen diagnostisch bedeutungslos.

Die Leitlinie gibt folgende Referenzbereiche für die Sauerstoffsättigung an:

PatientengruppeAlterReferenzbereich
Männerbis 18 Jahre94–98 %
Männerüber 18 Jahre94–98 %
Frauenbis 18 Jahre94–98 %
Frauenüber 18 Jahre94–98 %
Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, venöses Blut für die Beurteilung des Sauerstoffstatus zu verwenden, da dies keine verlässlichen Aussagen zulässt. Zudem wird nachdrücklich darauf hingewiesen, dass BGA-Proben nicht versendet werden dürfen, da die zeitliche Verzögerung die Messwerte verfälscht.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie erfolgt die Gewinnung durch Punktion einer Arterie, häufig der Arteria radialis am Handgelenk. Alternativ kann Kapillarblut nach Hyperämisierung aus dem Ohrläppchen oder bei Säuglingen aus der Ferse entnommen werden.

Die Quelle gibt an, dass erhöhte Werte der Sauerstoffsättigung bei erwachsenen Patienten diagnostisch bedeutungslos sind. Der Fokus der Diagnostik liegt auf der Erkennung erniedrigter Werte.

Es wird darauf hingewiesen, dass ein Transport der Blutproben die Messwerte verfälschen würde. Die Analyse muss sofort nach der Abnahme an patientennahen Geräten erfolgen.

Die berechnete Sauerstoffsättigung ergibt sich aus dem Sauerstoffpartialdruck (pO2). Dabei fließen laut Leitlinie auch die Hämoglobinkonzentration, die Temperatur, der pH-Wert und der pCO2 in die Berechnung ein.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Laborwert: O2-SAT (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien