Sauerstoffpartialdruck (pO2): Gesundheitsportal
Hintergrund
Der Sauerstoffpartialdruck (pO2) ist eine zentrale Labormessgröße im Rahmen der Blutgasanalyse (BGA). Er spiegelt die Menge des im arteriellen Blut gelösten Sauerstoffs wider.
Laut dem Gesundheitsportal Österreich dient der Wert als wichtige Kennzahl für die Funktion der Lungen, das Blut mit Sauerstoff anzureichern. Die Messung erfolgt hochautomatisiert mittels einer sogenannten Clark-Elektrode.
Für die Bestimmung des Sauerstoffstatus ist zwingend arterielles oder Kapillarblut erforderlich. Venöses Blut eignet sich laut Quelle lediglich zur Beurteilung des Säure-Basen-Haushaltes, nicht jedoch für die Evaluation der Oxygenierung.
Empfehlungen
Die Quelle formuliert folgende Kernaspekte zur Durchführung und Interpretation:
Präanalytik und Blutgewinnung
Es werden strenge Vorgaben für die Gewinnung und Verarbeitung der Blutproben beschrieben:
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Die Blutabnahme erfolgt arteriell (z.B. Arteria radialis) oder kapillär (Ohrläppchen, bei Säuglingen an der Ferse nach Hyperämisierung).
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Es werden spezielle Abnahmegefäße mit Lithium-Heparin verwendet, um die Blutgerinnung zu verhindern.
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Die Analyse muss sofort nach der Gewinnung erfolgen, idealerweise bei Körpertemperatur.
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Ein Probenversand ist nicht möglich, da dies die Messwerte verfälscht.
Klinische Indikationen
Die Blutgasanalyse wird für folgende medizinisch-klinische Fragestellungen eingesetzt:
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Beurteilung der respiratorischen Funktion und Atmung.
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Überwachung einer Beatmungstherapie.
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Bestimmung des Schweregrades von Störungen im Säure-Basen-Haushalt (Azidose oder Alkalose).
Interpretation der pO2-Werte
Bei der Befundung sind insbesondere erniedrigte Werte von diagnostischem Interesse. Die Quelle gibt folgende klinische Korrelationen an:
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Erniedrigter pO2: Weist auf eine Störung der Lungenfunktion hin (z.B. respiratorische Insuffizienz). Ein Abfall unter 40 mmHg ist lebensbedrohlich und kann zur Bewusstlosigkeit führen.
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Erhöhter pO2 bei Erwachsenen: Ist klinisch bedeutungslos.
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Erhöhter pO2 bei Neugeborenen: Werte über 75 mmHg können zu einer Lungenschädigung (Sauerstofftoxikose) führen.
Referenzwerte
Die Quelle gibt folgende Normwerte für den Sauerstoffpartialdruck an. Es wird darauf hingewiesen, dass Referenzbereiche je nach Labor und Messmethode variieren können.
| Patientengruppe | Alter | Referenzwert (pO2) |
|---|---|---|
| Männer | bis 18 Jahre | 75–100 mmHg |
| Männer | über 18 Jahre | 75–100 mmHg |
| Frauen | bis 18 Jahre | 75–100 mmHg |
| Frauen | über 18 Jahre | 75–100 mmHg |
💡Praxis-Tipp
Ein häufiger Fehler in der klinischen Routine ist der Transport von BGA-Proben über längere Strecken. Laut Quelle verfälscht ein Versand der Blutproben, auch innerhalb des Krankenhauses, die Messwerte erheblich. Es wird daher betont, die Blutgasanalyse immer in unmittelbarer Nähe der Analysegeräte (Point-of-Care) und sofort nach der Abnahme durchzuführen.
Häufig gestellte Fragen
Für die Messung des Sauerstoffpartialdrucks muss arterielles oder Kapillarblut verwendet werden. Venöses Blut ist laut Quelle ungeeignet, da es keine Beurteilung des Sauerstoffstatus zulässt.
Ein Absinken des Sauerstoffpartialdrucks unter 40 mmHg stellt einen lebensbedrohlichen Zustand dar. Laut Text kann dieser starke Abfall eine Bewusstlosigkeit zur Folge haben.
Bei Erwachsenen sind erhöhte Werte des Sauerstoffpartialdrucks klinisch bedeutungslos. Bei Neugeborenen hingegen warnt die Quelle vor Werten über 75 mmHg, da diese zu einer Sauerstofftoxikose und Lungenschädigung führen können.
Ein Transport der Blutprobe verzögert die Messung und führt zu einer Verfälschung der Blutgaswerte. Die Quelle gibt an, dass die Analyse sofort nach der Gewinnung und idealerweise bei Körpertemperatur erfolgen muss.
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Quelle: Laborwert: Sauerstoffpartialdruck (PO2) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.