Influenza-A/B-Schnelltest: Gesundheit.gv.at
Hintergrund
Die Grippe (Influenza) ist eine akute Infektionskrankheit, die durch Viren vom Typ Influenza A oder B ausgelöst wird. Die Übertragung erfolgt primär über eine Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch.
Besondere klinische Relevanz haben die saisonal auftretenden Influenza-A- und B-Viren. Das Influenza-A-Virus wird anhand der in die Virushülle eingebauten Proteine Hämagglutinin (H) und Neuraminidase (N) in verschiedene Subtypen unterteilt.
Da sich die Struktur dieser Oberflächenproteine jährlich ändert, ist eine regelmäßige Anpassung und Auffrischung der Grippeimpfung erforderlich. Diese Zusammenfassung basiert auf den Kurzinformationen von Gesundheit.gv.at.
Empfehlungen
Diagnostik
Laut Gesundheit.gv.at wird zur Diagnosesicherung in der Grippesaison bei typischen Symptomen ein Erregernachweis beschrieben. Für den Influenza-A/B-Schnelltest können Nasensekret, Nasenspülflüssigkeit oder ein Abstrich aus dem Nasen-Rachen-Raum verwendet werden.
Für den definitiven Beweis einer Infektion nennt die Quelle folgende Verfahren:
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Nachweis von Influenzaerbgut (RNA) mittels PCR
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Nachweis von Antikörpern im Blut (zweimalige Blutabnahme mit vierfachem Titeranstieg innerhalb von zwei Wochen)
Interpretation der Testergebnisse
Ein positives Schnelltestergebnis liefert einen starken Hinweis auf eine Infektion mit Influenza A und/oder B. Die meisten kommerziellen Testsysteme weisen eine gute Sensitivität und Spezifität auf.
Ein negatives Testergebnis schließt eine Influenzainfektion jedoch nicht sicher aus. Die Viruskonzentration im Untersuchungsmaterial kann unterhalb der Nachweisgrenze liegen, weshalb eine klinische Interpretation in Zusammenschau aller Befunde erforderlich ist.
Therapie
Die Behandlung richtet sich primär nach den Symptomen und umfasst fiebersenkende Maßnahmen, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Bettruhe.
Bei entsprechender Symptomatik und einem positiven Schnelltest kann eine antivirale Therapie mit Neuraminidasehemmern in Erwägung gezogen werden. Diese ist laut Quelle jedoch nur innerhalb der ersten 24 bis 48 Stunden nach der Infektion wirksam.
Eine Antibiotikatherapie ist bei unkomplizierten Virusinfektionen wirkungslos. Sie wird nur bei Verdacht auf eine bakterielle Superinfektion, etwa bei schweren oder untypisch langen Verläufen, als sinnvoll erachtet.
Prävention
Zur Vorbeugung wird eine Grippeimpfung beschrieben. Diese wird insbesondere für Personen ab 60 Jahren, Menschen mit chronischen Grunderkrankungen sowie Personen mit hoher Expositionsgefahr hervorgehoben.
💡Praxis-Tipp
Ein negativer Influenza-Schnelltest schließt eine akute Infektion nicht sicher aus, da die Viruslast unter der Nachweisgrenze liegen kann. Die klinische Diagnose bleibt bei typischer Symptomatik in der Grippesaison entscheidend. Zudem wird betont, dass eine spezifische antivirale Therapie mit Neuraminidasehemmern nur innerhalb der ersten 24 bis 48 Stunden nach Infektionsbeginn wirksam ist.
Häufig gestellte Fragen
Für die Durchführung des Schnelltests können Nasensekret, Nasenspülflüssigkeit oder ein Abstrich aus dem Nasen-Rachen-Raum verwendet werden. Die Entnahme erfolgt in der Regel durch medizinisches Fachpersonal.
Nein, ein negativer Test schließt eine Influenzainfektion nicht aus. Die Konzentration der viralen Proteine kann unterhalb der Nachweisgrenze liegen, weshalb das Ergebnis immer klinisch interpretiert werden muss.
Eine Therapie mit Neuraminidasehemmern kann bei positiver Testung und passender Symptomatik erwogen werden. Laut Quelle ist diese Behandlung jedoch nur innerhalb der ersten 24 bis 48 Stunden nach der Infektion wirksam.
Der definitive Beweis erfolgt durch den Nachweis von Influenza-RNA mittels PCR. Alternativ wird ein Antikörpernachweis im Blut mit einem vierfachen Titeranstieg innerhalb von zwei Wochen beschrieben.
Antibiotika sind gegen Viren unwirksam und werden primär nicht eingesetzt. Sie sind nur indiziert, wenn der Verdacht auf eine bakterielle Superinfektion besteht, beispielsweise bei sehr schweren oder langen Krankheitsverläufen.
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Quelle: Laborwert: Influenza-A/B-Antigen/Nasensekret (INABN) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.