Cortisol (CORT): Referenzwerte und Funktionsdiagnostik
Hintergrund
Cortisol ist ein lebenswichtiges Steroidhormon aus der Gruppe der Glukokortikoide, das in der Nebennierenrinde gebildet wird. Die Steuerung der Bildung und Freisetzung erfolgt über das Hormon ACTH, welches in der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) produziert wird.
Das Hormon greift in zahlreiche Stoffwechselprozesse des Körpers ein. Es bewirkt unter anderem eine Blutzuckersteigerung, fördert den Fett- und Eiweißabbau, wirkt entzündungshemmend sowie immunsuppressiv und steigert den Blutdruck durch Flüssigkeitsretention.
Da Cortisol als Stresshormon starken tageszeitlichen Schwankungen unterliegt, werden die höchsten Werte am frühen Morgen und die niedrigsten am späten Abend gemessen. Dieser Rhythmus ist für die korrekte Blutabnahme und die labordiagnostische Beurteilung von zentraler Bedeutung.
💡Praxis-Tipp
Laut der Quelle kann das abrupte Absetzen einer längerfristigen medikamentösen Kortisonbehandlung zu einer lebensbedrohlichen Addison-Krise führen. Es wird darauf hingewiesen, dass die exogene Zufuhr eine Rückbildung der ACTH-produzierenden Zellen in der Hypophyse verursacht. Bei Verdacht auf eine Addison-Krise ist eine schnellstmögliche Diagnosestellung und intensivmedizinische Behandlung erforderlich.
Häufig gestellte Fragen
Die gemeinsame Bestimmung ist laut Quelle notwendig, um den Regelkreis zwischen Hypophyse und Nebennierenrinde beurteilen zu können. Nur so lässt sich differenzieren, ob die Ursache einer Störung primär in der Nebenniere oder sekundär in der Hypophyse liegt.
Ein Cushing-Syndrom (Hyperkortisolismus) ist labordiagnostisch durch erhöhte Cortisolwerte gekennzeichnet. Wenn gleichzeitig die ACTH-Werte erniedrigt sind, deutet dies auf eine primäre Überproduktion in der Nebenniere oder eine exogene Zufuhr hin.
Die Quelle nennt drei wesentliche Funktionstests zur Eingrenzung von Störungen. Dazu gehören der Dexamethason-Hemmtest zur Überprüfung der Suppression sowie der CRH- und der ACTH-Test zur Überprüfung der Stimulierbarkeit.
Cortisol unterliegt als Stresshormon starken tageszeitlichen Schwankungen. Die höchsten Werte werden am frühen Morgen gemessen, während sie am späten Abend ihren Tiefstpunkt erreichen.
Typische klinische Zeichen eines Hypokortisolismus sind laut Quelle leichte Ermüdbarkeit, Schwächezustände und Gewichtsabnahme. Zudem können ein niedriger Blutdruck sowie charakteristische Pigmentveränderungen der Haut auftreten.
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Quelle: Laborwert: Cortisol (CORT) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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