Cortisol bindendes Globulin (CBG): Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Cortisol bindende Globulin (CBG), auch Transcortin genannt, ist ein in der Leber gebildetes Transportprotein. Laut der Leitlinie von Gesundheit.gv.at bindet es vor allem fettlösliche Hormone wie Kortisol und Progesteron, um diese im Blut zu den Zielgeweben zu transportieren.

Etwa 90 Prozent des Kortisols im Blut sind an CBG gebunden. Die Bestimmung des Laborwertes dient in der medizinischen Diagnostik vor allem dazu, den Anteil des freien und somit biologisch aktiven Kortisols zu berechnen.

Kortisol selbst ist ein lebenswichtiges Steroidhormon aus der Gruppe der Glukokortikoide, das in der Nebennierenrinde gebildet wird. Es greift in sämtliche Stoffwechselprozesse ein, hemmt Entzündungen, steigert den Blutdruck und wird durch das Hypophysenhormon ACTH reguliert.

Empfehlungen

Die Quelle formuliert folgende Kernaspekte zur Diagnostik und Interpretation des CBG-Wertes:

Präanalytik und Diagnostik

Es wird betont, dass die Stresshormone ACTH und Kortisol extremen tageszeitlichen Schwankungen unterliegen. Die höchsten Werte finden sich am frühen Morgen, die niedrigsten am späten Abend.

Für eine aussagekräftige Diagnostik wird empfohlen:

  • ACTH und Kortisol immer gemeinsam zu messen und zu beurteilen

  • Bei spezifischen Fragestellungen zusätzlich CBG zu bestimmen, um das freie Kortisol zu berechnen

Interpretation veränderter CBG-Werte

Erhöhte CBG-Werte können laut Leitlinie bei Schwangerschaft, Lebererkrankungen (wie Hepatitis) oder der Einnahme von hormonellen Kontrazeptiva sowie Hormonersatztherapien auftreten. Ein erhöhter CBG-Wert kann zu einem hohen Gesamtkortisol führen, während das biologisch aktive, freie Kortisol vermindert ist.

Erniedrigte CBG-Werte werden mit Nierenerkrankungen, die mit einem Eiweißverlust einhergehen, Lebererkrankungen oder einer Eiweißmangelernährung in Verbindung gebracht.

Assoziierte Krankheitsbilder

Die Leitlinie beschreibt zwei zentrale Störungen des Kortisolhaushalts, bei denen die Labordiagnostik eine wichtige Rolle spielt:

  • Cushing-Syndrom (Hyperkortisolismus): Die Diagnostik erfolgt mittels ACTH, Kortisol, Dexamethason-Hemmtest und CRH-Test. Eine Bildgebung (Ultraschall, CT) wird zur Tumorsuche empfohlen.

  • Morbus Addison (Hypokortisolismus): Die Diagnostik umfasst Elektrolyte, ACTH, Kortisol, Funktionstests und Autoantikörper. Es wird auf die lebensbedrohliche Addison-Krise hingewiesen, die eine sofortige intensivmedizinische Behandlung erfordert.

Referenzwerte

Die Leitlinie gibt folgende Referenzwerte für CBG an. Es wird darauf hingewiesen, dass sich bei Kindern geringfügig höhere Werte finden können.

PatientengruppeAlterReferenzbereich (µg/mL)
Männerbis 18 Jahre27,1 – 52,3
Männerüber 18 Jahre27,1 – 52,3
Frauenbis 18 Jahre31,0 – 53,3
Frauenüber 18 Jahre31,0 – 53,3
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💡Praxis-Tipp

Ein erhöhter CBG-Wert, beispielsweise durch orale Kontrazeptiva oder eine Schwangerschaft, führt zu einem Anstieg des Gesamtkortisols im Blut. Es wird darauf hingewiesen, dass in solchen Fällen das freie, biologisch aktive Kortisol dennoch vermindert sein kann, was klinisch einem Hormonmangel entspricht. Die alleinige Betrachtung des Gesamtkortisols kann hier zu diagnostischen Fehleinschätzungen führen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie dient die Messung von CBG in erster Linie dazu, den Anteil des freien Kortisols im Blut zu berechnen. Da etwa 90 Prozent des Kortisols an CBG gebunden sind, ist das freie Kortisol die entscheidende Kenngröße für den biologisch aktiven Hormonanteil.

Die Quelle nennt als Ursachen für erhöhte CBG-Werte unter anderem Schwangerschaften und Lebererkrankungen wie Hepatitis. Auch die Einnahme der Antibabypille oder einer Hormonersatztherapie kann zu einem Anstieg führen.

Es wird darauf hingewiesen, dass Kortisol und ACTH als Stresshormone starken tageszeitlichen Schwankungen unterliegen. Die höchsten Werte werden am frühen Morgen gemessen, während sie am späten Abend am niedrigsten sind.

Bei Verdacht auf eine Nebennierenrindeninsuffizienz wird die Bestimmung von Elektrolyten, ACTH und Kortisol empfohlen. Zusätzlich nennt die Leitlinie Funktionstests wie den ACTH-Test sowie die Suche nach Autoantikörpern.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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