Laborwert CD3-Lymphozyten (T-Zellen): Gesundheit.gv.at
Hintergrund
Die folgenden Informationen basieren auf der Publikation von Gesundheit.gv.at zu CD3-Lymphozyten. T-Zellen (CD3-Lymphozyten) sind eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen und machen etwa 70 Prozent der Lymphozyten im Blut aus.
Sie reifen im Frühkindesalter unter dem Einfluss des Thymus heran. Ihre Hauptaufgabe liegt in der Steuerung und Ausführung des zellulären Immunsystems.
Zu den zentralen Funktionen gehören die Abwehr von Viren, Pilzen und bestimmten Bakterien wie Tuberkuloseerregern. Zudem spielen sie eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Tumorzellen, bei verzögerten allergischen Reaktionen und bei Transplantatabstoßungen.
Empfehlungen
Diagnostik und Subgruppen
Die Bestimmung der T-Zellen erfolgt quantitativ im Rahmen der Leukozytentypisierung zur Erhebung des Immunstatus. Als Standard-Laborverfahren wird die Durchflusszytometrie (FACS) eingesetzt.
Folgende Untergruppen der T-Zellen können differenziert werden:
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T-Helferzellen (CD3- und CD4-positiv)
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Zytotoxische beziehungsweise T-Suppressorzellen (CD3- und CD8-positiv)
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NK-like T-Zellen (CD3-, CD16- und CD56-positiv)
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Aktivierte T-Zellen (CD3- und HLA-DR-positiv)
Ursachen für abweichende Laborwerte
Eine Erhöhung der T-Zellen im Blut kann bei verschiedenen Krankheitsbildern auftreten. Dazu zählen:
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Maligne T-Zell-Lymphome
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Tuberkulose und bestimmte virale Infektionen (zum Beispiel Mononukleose)
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Drogensucht
Erniedrigte T-Zell-Werte finden sich hingegen bei anderen Konstellationen. Typische Ursachen sind:
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Störungen des Immunsystems (Immundefekte)
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Autoimmunerkrankungen
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Infektionserkrankungen wie Masern oder Toxoplasmose
T-Zell-Lymphome
T-Zell-Lymphome gehören zu den Non-Hodgkin-Lymphomen und sind seltener als B-Zell-Lymphome. Sie manifestieren sich häufig im Bereich der Haut, beispielsweise als Mycosis fungoides oder Sézary-Syndrom.
Für die Diagnosestellung ist der Nachweis der Klonalität mittels Leukozytentypisierung aus Blut oder Punktaten essenziell. Ergänzend sind oft histologische und genetische Untersuchungen erforderlich.
Referenzwerte
Die Publikation gibt folgende Orientierungswerte für CD3-Lymphozyten an. Es wird darauf hingewiesen, dass für Kinder abweichende Normalwerte gelten können.
| Altersgruppe und Geschlecht | Relativer Anteil | Absoluter Anteil |
|---|---|---|
| Männer bis 18 Jahre | 55–84 % | 690–2.540 Zellen/µL |
| Männer über 18 Jahre | 55–84 % | 690–2.540 Zellen/µL |
| Frauen bis 18 Jahre | 55–84 % | 690–2.540 Zellen/µL |
| Frauen über 18 Jahre | 55–84 % | 690–2.540 Zellen/µL |
💡Praxis-Tipp
Bei der Diagnostik von T-Zell-Lymphomen wird betont, dass die Leukozytentypisierung (FACS) zum Nachweis der Klonalität zwar zentral ist, für eine exakte Diagnosestellung jedoch oft durch histologische und genetische Untersuchungen ergänzt werden muss. Zudem wird darauf hingewiesen, dass sich T-Zell-Lymphome im Gegensatz zu B-Zell-Lymphomen besonders häufig an der Haut manifestieren.
Häufig gestellte Fragen
Laut der Publikation können erhöhte T-Zellen auf virale Infekte wie das Pfeiffer'sche Drüsenfieber, Tuberkulose oder Drogensucht hindeuten. Auch maligne T-Zell-Lymphome kommen als Ursache infrage.
Erniedrigte Werte werden häufig bei Immundefekten oder Autoimmunerkrankungen beobachtet. Zudem können bestimmte Infektionen wie Masern oder Toxoplasmose zu einem Abfall der CD3-Lymphozyten führen.
Die Messung erfolgt quantitativ über eine Leukozytentypisierung. Das angewandte Laborverfahren ist die Durchflusszytometrie, auch FACS (Fluorescence Activated Cell Sorting) genannt.
Beide sind Untergruppen der CD3-positiven T-Zellen. CD4-positive Zellen fungieren als T-Helferzellen, während CD8-positive Zellen als zytotoxische Zellen beziehungsweise T-Suppressorzellen wirken.
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Quelle: Laborwert: CD3-Lymphozyten (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.