Durchflusszytometrie (FACS): Gesundheit.gv.at Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Text basiert auf den Informationen von Gesundheit.gv.at zur Leukozytentypisierung mittels Durchflusszytometrie (FACS). Diese labormedizinische Spezialuntersuchung dient der detaillierten Analyse der weißen Blutkörperchen.

Im regulären Differenzialblutbild werden Leukozyten in fünf Hauptgruppen unterteilt. Bei unklaren Auffälligkeiten wird zunächst eine mikroskopische Begutachtung in Form eines Blutausstrichs empfohlen.

Als weiterführende Diagnostik ermöglicht die Durchflusszytometrie eine genaue Kategorisierung der Zellen. Dabei werden spezifische Oberflächenmarker (CD-Antigene) mit Fluoreszenzfarbstoffen markiert und laseroptisch ausgewertet.

Empfehlungen

Indikationen zur Diagnostik

Laut Leitlinie wird die Durchflusszytometrie bei unklaren Auffälligkeiten im Blutbild nach einem vorherigen mikroskopischen Blutausstrich eingesetzt. Sie wird insbesondere zur Abklärung folgender Erkrankungen herangezogen:

  • Leukämien und maligne Lymphome

  • Virale und bakterielle Infektionskrankheiten

  • Erkrankungen des Immunsystems

Einen besonders hohen diagnostischen Stellenwert hat das Verfahren bei der HIV-Infektion. Es wird zur Ermittlung des Immunstatus und zur regelmäßigen Kontrolle der CD4-Lymphozyten (T-Helferzellen) genutzt, um die Krankheitsaktivität zu beurteilen.

Untersuchungsmaterialien

Blut ist das am häufigsten verwendete Untersuchungsmaterial. Gemäß den Vorgaben können jedoch auch andere Körperflüssigkeiten analysiert werden, sofern vorab mikroskopisch eine ausreichende Anzahl an Lymphozyten nachgewiesen wurde.

MaterialBeispiele und Bemerkungen
BlutStandardmaterial für die Leukozytentypisierung
ErgussflüssigkeitenAszites, Pleuraerguss, Gelenkserguss
LiquorGehirn-Rückenmark-Flüssigkeit
LavagenBroncho-alveoläre Lavage (BAL)
PunktateKnochenmark, Lymphknotenpunktate

Differenzierung der Lymphozyten

Die Durchflusszytometrie ermöglicht die Unterteilung der Lymphozyten anhand ihrer Oberflächenmuster. Die Ergebnisse werden stets als relativer Wert (in Prozent) und als absoluter Wert (Zellen pro Mikroliter) angegeben.

Folgende Untergruppen werden standardmäßig differenziert:

  • T-Lymphozyten (inklusive T-Helferzellen und zytotoxische T-Suppressorzellen)

  • B-Lymphozyten

  • NK-Zellen (Natürliche Killerzellen) und NK-T-Zellen

  • Aktivierte T-Lymphozyten

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💡Praxis-Tipp

Der Text betont, dass vor der Anforderung einer Durchflusszytometrie aus extravasalen Körperflüssigkeiten wie Liquor oder Punktaten stets eine mikroskopische Vorkontrolle erfolgen muss. Nur wenn in dieser Voruntersuchung eine ausreichende Menge an Lymphozyten nachweisbar ist, liefert die FACS-Analyse verwertbare Ergebnisse.

Häufig gestellte Fragen

Laut Gesundheit.gv.at ist die Untersuchung bei unklaren Auffälligkeiten im Differenzialblutbild indiziert. Zuvor sollte jedoch immer eine mikroskopische Begutachtung mittels Blutausstrich erfolgen.

Bei einer HIV-Infektion wird die Durchflusszytometrie zur Bestimmung des Immunstatus eingesetzt. Der Text beschreibt, dass insbesondere der Abfall der CD4-Lymphozyten (T-Helferzellen) zur Beurteilung der Krankheitsaktivität herangezogen wird.

Ja, die Leitlinie gibt an, dass neben Blut auch Liquor, Knochenmark oder Ergussflüssigkeiten untersucht werden können. Voraussetzung ist der mikroskopische Nachweis ausreichend vieler Lymphozyten im Material.

Die Befundung erfolgt laut Quelle immer in zwei Werten. Es wird sowohl ein relativer Wert in Prozent als auch ein absoluter Wert in Zellen pro Mikroliter angegeben.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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