NK-Zellen Laborwert: Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Natürliche Killerzellen (NK-Zellen) sind eine spezialisierte Untergruppe der Lymphozyten und machen etwa 15 Prozent dieser weißen Blutkörperchen aus. Sie sind ein essenzieller Bestandteil des zellulären Immunsystems.

Die Hauptaufgabe der NK-Zellen liegt in der direkten Zerstörung von erkrankten Körperzellen, wie beispielsweise virusinfizierten Zellen oder Tumorzellen. Sie erkennen diese entweder selbstständig oder reagieren auf Zellen, die mit Antikörpern beladen sind.

Charakteristisch für NK-Zellen ist der Nachweis der Antigene CD16 und CD56 auf ihrer Zelloberfläche. Die quantitative Bestimmung im Blut erfolgt im Rahmen der Leukozytentypisierung zur Erhebung des Immunstatus.

Empfehlungen

Das Gesundheitsportal Österreich (Gesundheit.gv.at) beschreibt folgende klinische Aspekte zur Bestimmung von NK-Zellen:

Indikation und Diagnostik

Die Bestimmung der NK-Zellen wird zur Abklärung verschiedener krankhafter Prozesse herangezogen. Laut Quelle spielen sie eine wichtige Rolle bei der Abwehr von:

  • Infektionen durch Viren, Pilze und bestimmte Bakterien (wie Tuberkulosebakterien)

  • Tumorzellen

Zur Quantifizierung der Zellen wird das Laborverfahren der Durchflusszytometrie (FACS) empfohlen. Dieses Verfahren wird auch als Leukozytentypisierung bezeichnet.

Interpretation abweichender Werte

Eine Erhöhung der NK-Zellen im Blut kann auf folgende Erkrankungen hinweisen:

  • LGL-Neoplasien (NK-Zell-Leukämie, T-LGL-Leukämie)

  • Sarkoidose (Morbus Boeck)

  • Bestimmte Autoimmunerkrankungen und Lebererkrankungen

Erniedrigte NK-Zellwerte finden sich laut Text unter anderem bei:

  • Störungen des Immunsystems (Immundefekte)

  • Rheumatoider Arthritis

  • Bestimmten viralen Infektionen

LGL-Neoplasien und Lymphome

Bei Verdacht auf LGL-Neoplasien (Large Granular Lymphocytes) dient die Leukozytentypisierung dem Nachweis der Klonalität der bösartigen Zellen.

Zur exakten Diagnosestellung sind laut Quelle oft zusätzliche histologische und genetische Untersuchungen erforderlich. Es wird unterschieden zwischen der NK-Zell-Leukämie (CD3-negativ) und der T-LGL-Leukämie (CD3-positiv).

Referenzwerte

Die Quelle gibt folgende Referenzbereiche für Erwachsene an. Für Kinder gelten abweichende Normalwerte.

PatientengruppeRelativer Anteil (%)Absoluter Anteil (Zellen/µL)
Erwachsene (Männer und Frauen > 18 Jahre)5–2790–590
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💡Praxis-Tipp

Es wird darauf hingewiesen, dass Laborwerte immer im klinischen Gesamtbild interpretiert werden müssen. Ein Wert außerhalb des Referenzbereichs bedeutet nicht zwingend das Vorliegen einer Erkrankung, ebenso wie unauffällige Werte eine unentdeckte Pathologie nicht sicher ausschließen.

Häufig gestellte Fragen

Natürliche Killerzellen (NK-Zellen) sind eine Untergruppe der Lymphozyten und Teil der weißen Blutkörperchen. Sie sind für die direkte Zerstörung von virusinfizierten Zellen und Tumorzellen zuständig.

Die Quantifizierung erfolgt laut Quelle mittels Durchflusszytometrie (FACS) aus dem Blut. Dieses Verfahren wird auch als Leukozytentypisierung oder Bestimmung des Immunstatus bezeichnet.

Erhöhte Werte können auf verschiedene Erkrankungen hindeuten. Die Quelle nennt hierbei unter anderem LGL-Neoplasien, Sarkoidose, Autoimmunerkrankungen oder Lebererkrankungen.

Die Unterscheidung erfolgt über die Oberflächenantigene der entarteten Zellen. Bei einer NK-Zell-Leukämie fehlt das Antigen CD3 (CD3-negativ), während es bei der T-LGL-Leukämie nachweisbar ist (CD3-positiv).

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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