Kolon- und Rektumkarzinom: Fallzahlen und OP-Qualität

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht V24-02 untersucht als Update den Zusammenhang zwischen der Leistungsmenge und der Qualität des Behandlungsergebnisses bei der Chirurgie kolorektaler Karzinome. Dabei werden Kolon- und Rektumkarzinome getrennt betrachtet.

Die Auswertung basiert auf 24 retrospektiven Kohortenstudien, die Routinedaten analysieren. Es wird differenziert, ob die Fallzahlen auf Ebene des Krankenhauses, der operierenden Person oder in Kombination betrachtet werden.

Ziel der Untersuchung ist es, eine wissenschaftliche Grundlage für mögliche Mindestmengenregelungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zu schaffen. Bislang existiert in Deutschland keine gesetzlich festgelegte Mindestmenge für diese Eingriffe.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht verdeutlicht, dass insbesondere bei der Chirurgie des Rektumkarzinoms nicht nur die Fallzahl des Krankenhauses, sondern auch die individuelle Expertise der operierenden Person mit einer besseren Kontinenzerhaltung und einer geringeren kurzfristigen Mortalität assoziiert ist. Es wird hervorgehoben, dass für das Kolonkarzinom vor allem die Krankenhaus-Fallzahl für das Überleben ausschlaggebend zu sein scheint.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist in Deutschland derzeit keine verbindliche jährliche Mindestmenge für die Chirurgie kolorektaler Karzinome durch den G-BA festgelegt. Der Bericht dient jedoch als Evidenzgrundlage für zukünftige Entscheidungen.

Der Bericht leitet einen klaren Zusammenhang zwischen höheren Fallzahlen auf Krankenhausebene und einer reduzierten lang- sowie kurzfristigen Mortalität ab. Auf Ebene der einzelnen operierenden Person liegen hierzu keine ausreichenden Daten vor.

Bei Rektumkarzinomen korrelieren hohe Leistungsmengen sowohl auf Krankenhaus- als auch auf Arztebene mit einer geringeren Mortalität. Zudem wird ein positiver Zusammenhang mit einer erfolgreichen Kontinenzerhaltung beschrieben.

Gemäß der ausgewerteten Studien lässt sich weder beim Kolon- noch beim Rektumkarzinom ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen der Leistungsmenge und der Rate an postoperativen Wundinfektionen ableiten.

Der Bericht stellt fest, dass aktuell keine aussagekräftigen Studien vorliegen, die die direkten Auswirkungen von bereits in die Versorgung eingeführten Mindestfallzahlen auf die Behandlungsqualität bei kolorektalen Karzinomen untersuchen.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: IQWiG V24-02 : Zusammenhang zwischen Leistungsmenge und Qualität des Behandlungsergebnisses bei der Chirurgie der Kolon- und der Rektumkarzinome - Aktualisierung zum Auftrag V22-02 (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.