Intrakranielle Stenose: Stents und Schlaganfallrisiko
Hintergrund
Der IQWiG Rapid Report N14-01 untersucht den Nutzen von Stents bei Patienten mit symptomatischen intrakraniellen arteriellen Stenosen. Ziel der Auswertung war der Vergleich der Stent-Implantation mit anderen Behandlungsoptionen hinsichtlich patientenrelevanter Endpunkte.
Grundlage der Bewertung bilden vier randomisierte kontrollierte Studien. Drei Studien verglichen die Ballonangioplastie mit Stenteinlage (PTAS) plus medikamentöse Therapie mit einer rein medikamentösen Behandlung.
Eine weitere Studie verglich die PTAS mit einer Ballonangioplastie ohne Stenteinlage (PTA). Alle eingeschlossenen Studien wiesen laut Bericht sowohl auf Studien- als auch auf Endpunktebene ein hohes Verzerrungspotenzial auf.
💡Praxis-Tipp
Der IQWiG-Bericht warnt vor einem signifikant erhöhten Risiko für periprozedurale und hämorrhagische Schlaganfälle durch die Stent-Implantation bei intrakraniellen Stenosen. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die in den Studien verwendete duale Plättchenhemmung (ASS und Clopidogrel) in Deutschland für die Sekundärprophylaxe des Schlaganfalls nicht zugelassen ist.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht gibt es keinen Anhaltspunkt für einen Nutzen der Stent-Implantation hinsichtlich der Gesamtmortalität oder der zerebrovaskulären Mortalität. Die Raten waren im Vergleich zur rein medikamentösen Therapie ähnlich.
Die Auswertung zeigt, dass die Stent-Implantation das Risiko für Schlaganfälle signifikant erhöht. Insbesondere periprozedurale und hämorrhagische Schlaganfälle traten in der Stent-Gruppe deutlich häufiger auf.
In den untersuchten Studien erhielten die Patienten eine duale Plättchenhemmung aus ASS und Clopidogrel. Der Bericht betont, dass diese Kombination in Deutschland für diese Indikation nicht zugelassen ist.
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Quelle: IQWiG N14-01: Stents zur Behandlung intrakranieller arterieller Stenosen - Rapid Report (IQWiG, 2014). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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