Glycerolphenylbutyrat (UCD): Therapie bei Neugeborenen

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Harnstoffzyklusstörungen (Urea Cycle Disorders, UCD) sind seltene, angeborene Stoffwechselerkrankungen. Bei den Betroffenen ist die Entgiftung von Ammoniak gestört, was zu lebensbedrohlichen Hyperammonämien führen kann.

Glycerolphenylbutyrat ist als Orphan Drug zur Zusatztherapie bei diesen Erkrankungen zugelassen. Gemäß § 35a SGB V gilt der medizinische Zusatznutzen für Orphan Drugs bereits durch die Zulassung als belegt.

Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet das Dossier des pharmazeutischen Unternehmers. Der Fokus liegt dabei ausschließlich auf der Ermittlung der Patientenzahlen und der Therapiekosten für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) bei einer Anwendungsgebietserweiterung.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut IQWiG-Bericht fallen bei der Verordnung von Standardpackungen von Glycerolphenylbutyrat zusätzliche Kosten für separat zu erwerbende Applikationsspritzen an. Zudem wird betont, dass die medikamentöse Therapie stets mit einer diätetischen Eiweißrestriktion kombiniert werden muss.

Häufig gestellte Fragen

Die Zulassung von Glycerolphenylbutyrat umfasst laut Fachinformation Patientinnen und Patienten aller Altersgruppen. Die vorliegende IQWiG-Bewertung fokussiert sich spezifisch auf die Anwendungsgebietserweiterung für Säuglinge im Alter von 0 bis unter 2 Monaten.

Die Dosierung wird anhand der Körperoberfläche berechnet. Laut Bericht wird eine tägliche Gesamtdosis von 4,5 bis 11,2 Milliliter pro Quadratmeter Körperoberfläche veranschlagt.

Ja, die medikamentöse Behandlung erfolgt als Zusatztherapie. Es wird eine begleitende diätetische Eiweißrestriktion sowie gegebenenfalls die Gabe von Aminosäuren und Nahrungsergänzungsmitteln vorausgesetzt.

Das IQWiG beziffert die fiktiven Jahrestherapiekosten für die ersten zwei Lebensmonate auf etwa 874 bis 2.598 Euro. Diese Schätzung unterliegt jedoch methodischen Unsicherheiten bezüglich des tatsächlichen Verbrauchs.

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Quelle: IQWiG G19-02: Glycerolphenylbutyrat (Harnstoffzyklusstörungen) - Bewertung gemäß § 35a Abs. 1 Satz 11 SGB V (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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